Smishing-Welle, Kriminelle

Smishing-Welle: Kriminelle locken mit Kreditkarten-Sperre

31.01.2026 - 23:21:12

Kriminelle versenden massenhaft gefälschte SMS, um Kreditkartendaten abzugreifen. Verbraucherschützer warnen vor den perfiden Tricks und geben konkrete Handlungsempfehlungen für Betroffene.

Eine neue Welle von SMS-Betrug beunruhigt derzeit Kreditkarteninhaber in ganz Deutschland. Kriminelle versenden massenhaft Kurznachrichten, die eine unmittelbare Karten-Sperre androhen. Ihr Ziel: sensible Daten abgreifen. Verbraucherschützer und Landeskriminalämter warnen eindringlich davor, auf die enthaltenen Links zu klicken.

Die als „Smishing“ – eine Kombination aus SMS und Phishing – bekannte Masche setzt auf Zeitdruck. Die täuschend echten Nachrichten imitieren bekannte Banken und fordern zur „sofortigen Datenaktualisierung“ auf, um eine Sperrung zu verhindern. Der Link führt jedoch auf eine gefälschte Banken-Website.

So funktioniert der perfide Trick

Die Täter nutzen aus, dass Banken SMS für Service-Hinweise oder die Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen. Das senkt die Hemmschwelle. Auf der professionell nachgebauten Phishing-Seite werden Kartennummer, CVC-Code und manchmal sogar die PIN abgefragt.

Anzeige

Smishing-Angriffe per SMS werden immer raffinierter und zielen direkt auf Kartendaten und TAN-Informationen ab. Ein kostenloses Anti-Phishing-Paket erklärt in einer klar strukturierten 4‑Schritte-Anleitung, wie Sie gefälschte Nachrichten erkennen, verdächtige Links prüfen und im Ernstfall sofort handeln können. Der Leitfaden enthält praxisnahe Checklisten, typische psychologische Tricks der Täter und konkrete Sofortmaßnahmen zum Schutz Ihrer Konten. Jetzt das Anti-Phishing-Paket gratis herunterladen

Mit den erbeuteten Daten gehen die Kriminellen dann Online-Einkäufe tätigen oder verkaufen sie im Darknet. In einigen Fällen rufen sie ihre Opfer sogar an, geben sich als Bankmitarbeiter aus und erfragen Transaktionsnummern (TANs).

Daran erkennen Sie die Betrugs-SMS

Banken fordern ihre Kunden niemals per SMS zur Eingabe sensibler Daten über einen Link auf. Das ist das wichtigste Warnzeichen.

Weitere Alarmglocken sollten läuten bei:
* Dringlichkeit: Formulierungen, die sofortiges Handeln unter Androhung einer Sperrung fordern.
* Unpersönliche Anrede: Floskeln wie „Sehr geehrter Kunde“ statt Ihres Namens.
* Verdächtige Links: Oft führen sie zu unseriösen Domains.
* Sprachfehler: Grammatik- oder Rechtschreibfehler, die bei einer Bank unüblich sind.

Wer eine solche SMS erhält, sollte sie umgehend und unbeantwortet löschen. Klicken Sie niemals auf den Link.

Warum Smishing gerade so erfolgreich ist

Die Angriffe verlagern sich zunehmend von E-Mail auf das Handy. SMS haben eine extrem hohe Öffnungsrate – das macht sie für Betrüger attraktiv. Die Täter werden zudem immer professioneller und nutzen oft gestohlene Handynummern aus Datenlecks, um ihre Nachrichten glaubwürdiger zu machen.

Das Schadenspotenzial ist immens: Allein in Oberösterreich entstand bei einer ähnlichen Welle innerhalb von zwei Wochen ein Schaden von 800.000 Euro.

Das müssen Opfer jetzt tun

Sollten Sie bereits Daten eingegeben haben, ist schnelles Handeln entscheidend.

  1. Karte sofort sperren: Rufen Sie den Sperr-Notruf 116 116 (rund um die Uhr) an oder kontaktieren Sie direkt Ihre Bank.
  2. Bank informieren: Melden Sie den Vorfall umgehend Ihrer Bank.
  3. Konto prüfen: Durchsuchen Sie Ihre Kontoauszige sorgfältig auf unbekannte Abbuchungen.
  4. Anzeige erstatten: Melden Sie den Betrug bei der Polizei. Das ist oft Voraussetzung für eine Schadensregulierung.
  5. Beweise sichern: Screenshots der SMS und der Phishing-Website können helfen.

PS: Wenn Sie sich dauerhaft gegen solche Betrugsversuche wappnen wollen, kann ein kompakter Leitfaden helfen, Panik zu vermeiden und richtig zu reagieren. Das Anti-Phishing-Paket liefert einfache Prüfmethoden für Links, erklärt, welche Fragen Banken niemals per SMS stellen, und zeigt, welche Sofortschritte Betroffene ergreifen sollten – ideal für Verbraucher und kleine Unternehmen. Anti-Phishing-Guide kostenlos anfordern

@ boerse-global.de