Smishing-Welle: Kreditbetrüger nutzen SMS und WhatsApp
04.01.2026 - 04:12:12Eine neue Welle unseriöser Kreditangebote überflutet deutsche Smartphones. Verbraucherschützer und die Finanzaufsicht BaFin schlagen Alarm: Besonders SMS und WhatsApp werden für Betrugsmaschen genutzt.
Die ersten Tage des neuen Jahres bringen einen drastischen Anstieg mobiler Finanzbetrügereien. Täter nutzen gezielt finanzielle Engpässe nach den Feiertagen aus. Im Fokus stehen dubiose Anbieter wie „AjiRock Credit Union“ und betrügerische Chat-Gruppen.
Experten beobachten eine massive Verschiebung: Betrüger setzen zunehmend auf SMS und Messenger – das sogenannte „Smishing“. In den letzten 72 Stunden erhielten Nutzer Nachrichten, die unbürokratische Sofortkredite versprechen.
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Diese Nachrichten enthalten Links zu täuschend echten Webseiten. Ein aktuelles Beispiel ist die Plattform „AjiRock Credit Union“. Die BaFin warnte bereits Ende Dezember: Die Betreiber bieten ohne Erlaubnis Bankgeschäfte an. Sie locken mit zinsgünstigen Darlehen ohne Schufa-Prüfung, zielen aber auf Identitätsdaten oder Vorkasse-Gebühren ab.
Die Täter nutzen geschickt den Zeitpunkt. Nach dem Jahreswechsel ordnen viele Verbraucher ihre Finanzen. Eine SMS wirkt auf dem persönlichen Smartphone oft vertrauenswürdiger als eine E-Mail.
Gefahr aus der WhatsApp-Gruppe
Neben SMS rücken geschlossene WhatsApp-Gruppen in den Fokus. Ein gravierender Fall ist die Gruppe „Atlas Projekt J16“. Davor warnten österreichische und deutsche Aufsichtsbehörden rund um den Jahreswechsel.
In diesen Chats geben sich Betrüger als Finanzberater aus. Die Masche hat zwei Seiten:
* Sie werben exklusive Kreditkonditionen an und fordern Vorabgebühren.
* Sie drängen Nutzer, spezielle Apps zu installieren, die angeblich für die Abwicklung nötig sind.
Technische Analysen zeigen: Diese Apps sind oft Schadsoftware, die Daten absaugt. Die BaFin ermittelt auch gegen Plattformen wie „BKM Markets“. Diese erwecken den Anschein von Trading-Plattformen, bieten aber aggressive „Hebelfinanzierungen“ an – und nutzen unrechtmäßig Logos von Aufsichtsbehörden.
Phishing im Namen der Hausbank
Parallel dazu rollt eine klassische Phishing-Welle. Betrügerische E-Mails geben vor, von Volksbank oder Sparkasse zu stammen. Betreffzeilen wie „Information für 2026“ oder „Sicherheitsüberprüfung Januar“ setzen Kunden unter Druck.
Die Nachrichten behaupten, aufgrund neuer Jahreswechsel-Regeln sei eine Datenaktualisierung nötig. Ein Link führt auf gefälschte Login-Seiten. Wer dort Zugangsdaten eingibt, riskiert, dass Kriminelle diese in Echtzeit nutzen – für Kreditanträge oder um Konten zu plündern.
Verbraucherschützer stellen eine auffällige Drohtaktik fest: Die Nachrichten mahnen zu sofortigem Handeln und drohen mit Kontosperrungen innerhalb weniger Tage. Auch gefälschte Nachrichten im Namen von Steuerbehörden oder Zahlungsdienstleistern wie SumUp zirkulieren.
Warum die Betrüger jetzt zuschlagen
Die aktuelle Welle zeigt eine Professionalisierung der Cyberkriminalität. Die Täter setzen nicht mehr auf plumpe Massenmails, sondern auf personalisierte Angriffe. Sie kombinieren psychologische Manipulation (Social Engineering) mit technischer Raffinesse.
Ein wesentlicher Treiber ist die wirtschaftliche Lage. Trotz sinkender Inflation lastet auf vielen Haushalten finanzieller Druck. Das macht anfällig für „zu gute“ Kreditangebote. Kriminelle nutzen diese Schwäche gnadenlos aus.
Die internationale Ausrichtung von Anbietern wie „AjiRock“ deutet auf gut organisierte, grenzüberschreitende Netzwerke hin. Finanzexperten betonen: Seriöse Banken werben niemals Kredite proaktiv per SMS an oder fordern per Link zur Dateneingabe auf.
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