Smishing-Welle, Betrüger

Smishing-Welle: Betrüger zielen mit gefälschten Bußgeldern auf Autofahrer

31.01.2026 - 16:31:12

Cyberkriminelle versenden massenhaft gefälschte Bußgeld-SMS, um über Phishing-Links sensible Finanzdaten zu stehlen. Die professionellen Angriffe nutzen psychologischen Druck und gefährden auch Android-Geräte.

Eine neue, aggressive Betrugswelle überrollt Deutschland. Cyberkriminelle versenden massenhaft täuschend echte SMS mit angeblichen Bußgeldbescheiden und drohen mit Kfz-Abmeldung. Ihr Ziel: der Diebstahl sensibler Bank- und Personendaten, der für die Opfer oft hohe finanzielle Verluste bedeutet. Die Kampagne ist professionell organisiert und setzt gezielt auf psychologischen Druck.

Die perfide Masche: So funktioniert der Betrug

Die Täter nutzen den Respekt vor Behörden und die Angst vor rechtlichen Konsequenzen aus. Die SMS behauptet, eine digitale Verkehrsstrafe („E-Challan“) sei offen und müsse sofort beglichen werden, um den Verlust des Führerscheins zu vermeiden. Ein enthalten Link führt zu einer gefälschten Phishing-Webseite, die offizielle Bezahlportale täuschend echt imitiert.

Dort werden die Opfer zur Eingabe von Kreditkartendaten, Online-Banking-Zugängen und persönlichen Informationen aufgefordert. Kurze Zahlungsfristen und Drohungen sollen zu unüberlegtem Handeln drängen. Eine zweite Variante ködert mit unseriösen Seiten für Online-Kfz-Abmeldungen, wo hohe Gebühren für nie erbrachte Leistungen kassiert werden.

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Kein Einzelfall: Deutschland im Fokus internationaler Cyberkriminalität

Die Angriffe auf Autofahrer sind Teil einer großangelegten Smishing-Offensive. Erst kürzlich verursachten ähnliche Kampagnen in Österreich Schäden in Hunderttausenden Euro. Auch deutsche Banken warnten vor Nachrichten zur angeblichen Datenaktualisierung.

Diese parallelen Aktionen deuten auf hochentwickelte kriminelle Netzwerke hin, die ihre Angriffe präzise auf verschiedene Zielgruppen zuschneiden. Deutschland gilt weltweit als eines der Hauptziele für Phishing- und Smishing-Angriffe – was die hohe Professionalität der Versuche erklärt.

Die versteckte Gefahr: Mehr als nur Datenklau

Die Betrugslinks bergen eine weitere Gefahr: In einigen Fällen wird beim Klick eine schädliche APK-Datei zum Download angeboten, die besonders Android-Nutzer gefährdet. Wird diese Malware installiert, kann sie weitreichende Kontrolle über das Smartphone erlangen.

Die Software kann Banking-Daten ausspähen, Passwörter aufzeichnen und sogar SMS-Nachrichten abfangen. Damit umgehen die Täter die Zwei-Faktor-Authentifizierung, indem sie Transaktionsbestätigungsnummern (TANs) direkt abgreifen. In extremen Fällen ermöglicht die Malware sogar Fernzugriff auf das gesamte Gerät.

Warum die Masche so erfolgreich ist

Der Erfolg basiert auf einer perfiden psychologischen Mischung: Die angebliche Autorität staatlicher Stellen wie Polizei oder Zoll trifft auf die Furcht vor empfindlichen Strafen. Eine vermeintliche Verkehrsstrafe erzeugt bei den meisten Menschen sofortigen Stress und den Drang zur schnellen Klärung – ein emotionaler Zustand, den die Betrüger skrupellos ausnutzen.

Die hohe Qualität der Fälschungen tut ihr Übriges. Für Laien sind die Seiten kaum von echten Behördenseiten zu unterscheiden. Vielen Bürgern ist nicht bekannt, dass offizielle Stellen Zahlungsaufforderungen nie über ungesicherte Kanäle wie SMS verschicken und Zahlungen ausschließlich an Konten der Bundeskasse bei der Deutschen Bundesbank zu leisten sind.

So schützen Sie sich wirksam

Experten warnen vor einer weiteren Zunahme der Bedrohung. Die wichtigsten Schutzmaßnahmen:

  • Nie auf Links in unaufgeforderten SMS klicken, egal wie glaubwürdig der Absender erscheint. Verdächtige Nachrichten sofort löschen.
  • Bei vermeintlich echten Forderungen diese auf alternativem Weg prüfen: Die Behörde oder das Unternehmen über deren offizielle Webseite oder eine bekannte Telefonnummer kontaktieren.
  • Nie persönliche oder Finanzdaten auf einer Seite eingeben, die über einen SMS-Link erreicht wurde.

Wer bereits Opfer geworden ist und Daten eingegeben hat, sollte umgehend handeln: Bank kontaktieren, um Karten und Konten zu sperren, und Anzeige bei der Polizei erstatten. Nur so können Transaktionen zurückverfolgt und weitere Schäden verhindert werden.

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