Smishing-Welle, Betrüger

Smishing-Welle: Betrüger geben sich als Zoll und Paketdienste aus

25.01.2026 - 23:22:12

Kriminelle nutzen gefälschte Paket-SMS von Zoll oder DHL, um an Daten und Geld zu gelangen. Verbraucherschützer warnen vor den professionellen Methoden und geben konkrete Schutzmaßnahmen.

Eine neue Welle von Betrugs-SMS überflutet derzeit deutsche Smartphones. Kriminelle imitieren den Zoll oder Paketdienste wie DHL, um an Daten und Geld zu gelangen. Verbraucherschützer warnen vor den immer professionelleren Methoden.

Die als Smishing bekannten Nachrichten behaupten, ein Paket könne nicht zugestellt werden. Als Gründe nennen die Absender angeblich ausstehende Zollgebühren, eine unvollständige Adresse oder eine fällige Servicegebühr. Der enthaltene Link führt auf gefälschte Webseiten, die täuschend echt aussehen.

So funktioniert der Abzocke-Trick

Die Betrüger nutzen geschickt die Erwartungshaltung im Online-Handel aus. Die SMS erzeugen Druck durch kurze Fristen. Auf den nachgebauten Phishing-Seiten fordern sie meist kleine Beträge von wenigen Euro.

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  • Zur Zahlung müssen Opfer ihre Kreditkartendaten eingeben.
  • Alternativ installiert der Klick auf den Link Schadsoftware, die teure Premium-SMS verschickt.
  • Besonders betroffen sind Android-Smartphones.

Mit den erbeuteten Daten buchen die Kriminellen sofort höhere Summen ab oder verkaufen sie im Darknet. Die Folge können Rechnungen in dreistelliger Höhe sein.

Zoll warnt: “Nie per SMS zur Zahlung auffordern”

Die deutsche Zollverwaltung stellt klar: Sie kontaktiert Bürger niemals per SMS oder E-Mail für Zahlungen. Offizielle Aufforderungen kommen ausschließlich per Post.

Auch für tatsächlich anfallende Einfuhrabgaben gilt: Die Zahlung erfolgt nur per Überweisung auf ein Konto der Bundeskasse. Ein Paketdienst würde im Ernstfall ebenfalls schriftlich per Brief informieren.

Große Logistiker wie DHL verlinken nie auf externe Seiten, die nicht mit ihrer offiziellen Domain enden. Verdächtig sind oft URL-Kürzer oder Absendernummern mit ausländischen Vorwahlen.

Warum die Masche so gut funktioniert

Der Erfolg der Betrüger basiert auf psychologischer Täuschung. Die direkte Nachricht auf dem persönlichen Handy schafft Dringlichkeit. Die geforderten Kleinstbeträge senken die Hemmschwelle.

Experten beobachten eine steigende Professionalität. Früher verrieten Rechtschreibfehler die Fälschungen – heute kopieren Kriminelle Logos und Designs nahezu perfekt. Durch massenhaftes Verschicken erhöhen sie ihre Trefferquote, denn immer jemand erwartet gerade ein Paket.

So schützen Sie sich vor den Fake-SMS

Verbraucherzentralen und Polizei empfehlen diese Maßnahmen:

  • Links niemals anklicken – Löschen Sie verdächtige SMS sofort.
  • Absender prüfen – Offizielle Stellen nutzen selten normale Handynummern.
  • Sendungen nur offiziell tracken – Geben Sie Nummern nur auf der Webseite des Dienstleisters ein.
  • Drittanbietersperre einrichten – Diese kostenlose Option beim Mobilfunkanbieter blockiert Abos per SMS.

Wer bereits Daten eingegeben hat, sollte umgehend die Bank informieren und die Karte sperren lassen. Zudem ist eine Anzeige bei der Polizei ratsam. Setzen Sie das Smartphone in den Flugmodus, um weiteren SMS-Versand zu stoppen.

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