Smishing-Welle, Betrüger

Smishing-Welle: Betrüger fälschen Paket-SMS von DHL & Co.

21.01.2026 - 09:01:12

Betrüger nutzen gefälschte DHL-SMS, um an Geld und Daten zu gelangen. Verbraucherschützer und Polizei warnen vor hohen Schäden durch Schadsoftware und Datendiebstahl.

Eine neue Welle gefälschter SMS von angeblichen Paketdiensten überflutet derzeit deutsche Smartphones. Kriminelle geben sich als DHL & Co. aus, um an Geld und Daten zu gelangen oder Schadsoftware zu installieren. Verbraucherschützer und die Polizei warnen vor teils hohen finanziellen Schäden.

Die als Smishing (SMS-Phishing) bekannte Masche nutzt die Erwartungshaltung im Online-Handel geschickt aus. Die Nachrichten behaupten Zustellprobleme, fordern Zollgebühren oder eine Adressbestätigung. Immer enthalten: ein Link zu einer täuschend echten Fake-Website.

So locken die Fake-SMS in die Falle

Die Betrüger setzen auf Dringlichkeit und Vertrauen. Typische Nachrichten lauten: „Ihr Paket konnte nicht zugestellt werden. Bitte bestätigen Sie Ihre Adresse unter…“ oder „Zollgebühren von 2,99 € bitte innerhalb von 12 Stunden begleichen.“ Der Druck soll zum unüberlegten Klicken verleiten.

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Dahinter steckt System: Die Links führen nie auf echte Domains wie „dhl.de“, sondern auf gefälschte Seiten. Dort werden Kreditkartendaten abgegriffen oder es wird Schadsoftware wie die Android-Schädlinge „FluBot“ und „TeaBot“ installiert. Diese Malware kann dann:
* Persönliche Daten und Banking-Zugänge ausspähen.
* Das Gerät für den Massenversand weiterer Betrugs-SMS missbrauchen.
* Zu hohen Kosten durch Premium-Dienste führen.

DHL warnt: „Nie zahlen oder Daten eingeben“

Wie können sich Nutzer schützen? Der erste und wichtigste Schritt: Nicht auf den Link klicken. Führende Paketdienste wie DHL betonen, dass sie niemals per SMS zur Zahlung oder Dateneingabe auffordern.

Stattdessen gilt:
* Prüfen: Erwarten Sie überhaupt ein Paket?
* Offizielle Kanäle nutzen: Sendungen nur per App oder über die manuelle Eingabe der Sendungsnummer auf der echten Website verfolgen.
* Auf Fehler achten: Oft verraten Rechtschreibfehler und ungewöhnliche Formulierungen den Betrug.
* Technisch schützen: Betriebssystem und Apps aktuell halten, eine Antiviren-App installieren und eine Drittanbietersperre beim Mobilfunkanbieter einrichten.

Was tun, wenn man doch geklickt hat?

Schnelles Handeln ist jetzt entscheidend. So sollten Betroffene vorgehen:
1. Kommunikation stoppen: Smartphone sofort in den Flugmodus versetzen.
2. Mobilfunkanbieter informieren: SIM-Karte sperren lassen, um Kosten zu begrenzen.
3. ​​Bank alarmieren: Bei preisgegebenen Kreditkartendaten sofort die Bank kontaktieren und die Karte sperren lassen.
4. Beweise sichern: Screenshots der SMS machen und bei der Polizei online Anzeige erstatten.
5. Schadsoftware entfernen: Das Gerät im abgesicherten Modus starten und unbekannte Apps deinstallieren. Im Ernstfall bleibt nur ein Zurücksetzen auf Werkseinstellungen.

Die Smishing-Bedrohung wird bleiben. Die Betrüger passen ihre Methoden ständig an und die Masche profitiert vom boomenden Online-Handel. Die wirksamste Waffe dagegen ist und bleibt eine gesunde Skepsis: Unerwartete Links in SMS sollten immer ignoriert und Lieferungen ausschließlich über vertrauenswürdige Kanäle geprüft werden.

@ boerse-global.de