Smartphones senden heimlich Daten, während Sie schlafen
30.01.2026 - 17:50:12Auch im Standby-Modus funken Smartphones ununterbrochen Daten an Hersteller und Drittanbieter. Sicherheitsforscher warnen vor einer umfassenden Sammlung sensibler Nutzerdaten, die oft ohne explizites Wissen stattfindet. Die nächtliche Ruhephase wird so zur Hauptzeit für die Datenextraktion.
Das unsichtbare Datenleck nachts
Selbst ungenutzt auf dem Nachttisch ist ein Smartphone hochaktiv. In regelmäßigen Abständen sendet es Datenpakete an die Server von Google (Android) und Apple (iOS) sowie an zahlreiche App-Anbieter. Ein Teil dieses Verkehrs ist für grundlegende Funktionen wie Push-Nachrichten oder System-Updates nötig.
Doch die Übertragung geht weit darüber hinaus. Laut Experten wie Marijus Briedis, CTO von NordVPN, werden dabei standardmäßig Gerätekennungen, Diagnosedaten und Verbindungsinformationen übertragen. Problematisch wird es, wenn zusätzlich Werbe-IDs, detaillierte Analysedaten und Standortsignale im Hintergrund fließen – teils auch von Apps, die gar nicht aktiv genutzt werden.
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So entstehen über die Zeit detaillierte Profile, die Bewegungsmuster und Nutzungsgewohnheiten abbilden. Jedes zusätzliche Datensatz erleichtert die Profilbildung, warnen Fachleute.
Wer sind die Hauptverursacher?
Die Verantwortung tragen sowohl die Betriebssysteme als auch die installierten Apps. Studien, unter anderem vom Trinity College in Dublin, zeigen: Sowohl Android- als auch iOS-Geräte senden erhebliche Mengen an Telemetriedaten an ihre Hersteller.
Die Forschung ergab: Android-Geräte übermitteln tendenziell ein größeres Datenvolumen. Selbst bei minimaler Konfiguration senden Varianten von Samsung, Xiaomi oder Huawei Informationen nicht nur an Google, sondern auch an Drittanbieter wie Microsoft oder Facebook.
Viele Apps fordern zudem weitreichende Berechtigungen, die Hintergrundaktivitäten erlauben. Die gesammelten Daten dienen oft personalisierter Werbung oder werden weiterverkauft. Verbraucherzentralen weisen darauf hin: Nutzer zahlen für „kostenlose“ Apps mit ihren persönlichen Daten.
Die Risiken für Privatsphäre und Sicherheit
Die ständige Datensammlung birgt erhebliche Gefahren. Detaillierte Nutzerprofile ermöglichen nicht nur hochgradig personalisierte Werbung. Sie können auch in die falschen Hände geraten – durch Hackerangriffe oder den Weiterverkauf.
Ein weiteres Risiko: Viele Apps senden persönliche Daten wie Namen oder Telefonnummern unverschlüsselt. Das macht Nutzer anfällig für Datendiebstahl. Studien zeigen zudem, dass selbst Basis-Apps wie die Google-Telefonie Anrufmetadaten an Server übermitteln. Solche Praktiken bieten oft keine einfache Opt-out-Möglichkeit.
Ein Graubereich der Zustimmung
Rechtlich bewegen sich Hersteller in einer Grauzone. Nutzer stimmen der Datenverarbeitung meist durch lange Nutzungsbedingungen zu. Gesetze wie die DSGVO fordern zwar Transparenz und Zweckbindung. Die Durchsetzung im globalen App-Ökosystem bleibt jedoch schwierig.
Anbieter argumentieren, Telemetriedaten seien für Stabilität und Fehlerbehebung nötig. Datenschützer kritisieren jedoch: Die gesammelte Datenmenge geht oft weit über das technisch Notwendige hinaus. Die mangelnde Transparenz macht eine informierte Entscheidung für Verbraucher nahezu unmöglich.
So dämmen Sie den Datenfluss ein
Bis Betriebssysteme bessere Kontrollen bieten, können Nutzer selbst aktiv werden. Experten empfehlen folgende Schritte:
- Hintergrunddaten einschränken: In den Einstellungen von Android und iOS lässt sich die mobile Datennutzung im Hintergrund für einzelne Apps deaktivieren.
- App-Berechtigungen prüfen: Widerrufen Sie regelmäßig unnötige Zugriffe auf Standort, Kontakte oder Mikrofon.
- Tracking erschweren: Deaktivieren Sie Standortdienste global und setzen Sie die Werbe-ID in den Datenschutzeinstellungen regelmäßig zurück.
- Apps bewusst wählen: Installieren Sie nur Anwendungen aus vertrauenswürdigen Quellen und informieren Sie sich vorab über die Datenschutzpraktiken.
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