Smartphone-Verkäufer im Visier neuer Betrugswelle
06.02.2026 - 10:27:11Eine neue Welle raffinierter Betrugsmaschen überschwemmt deutsche Online-Marktplätze. Polizei und Verbraucherschützer schlagen Alarm: Kriminelle visieren gezielt private Verkäufer hochwertiger Smartphones an. Mit gefälschten Zahlungsdiensten und manipulierten QR-Codes erbeuten sie sensible Daten und plündern Konten.
Besonders betroffen sind beliebte Plattformen wie Kleinanzeigen und der Facebook Marketplace. Anders als früher, wo oft Käufer geprellt wurden, richten sich die aktuellen Angriffe gegen Verkäufer. Diese wiegen sich oft in falscher Sicherheit, weil sie glauben, als Geldempfänger das geringere Risiko zu tragen. Die Täter nutzen technisch ausgefeilte Methoden, die selbst für erfahrene Nutzer schwer zu erkennen sind.
Die perfide „Sicher bezahlen“-Falle
Eine aggressive Methode zielt auf die integrierten Bezahlsysteme ab. Verkäufer erhalten nach dem Einstellen eines iPhones oder Samsung Galaxy eine Nachricht. Ein vermeintlicher Käufer schlägt die sichere Bezahlfunktion der Plattform vor.
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Anschließend kommt eine SMS oder WhatsApp-Nachricht, die angeblich vom Plattformbetreiber stammt. Darin befindet sich ein Link zur Bestätigung des Zahlungseingangs oder zur Verifizierung von Kreditkartendaten. Wer klickt, landet auf einer täuschend echten Phishing-Webseite. Dort eingegebene Daten landen in Echtzeit bei den Betrügern, die binnen Minuten Konten plündern.
Wichtig: Offizielle Plattformen versenden solche Links niemals per SMS oder externem Messenger.
„Quishing“ und der falsche Kurier
Ermittler beobachten auch eine Zunahme von „Quishing“ (QR-Code-Phishing). Vermeintliche Käufer senden einen QR-Code als Bild. Sie behaupten, dieser sei für den Transaktionsabschluss nötig. Scannt das Opfer den Code, landet es auf Schadseiten, die Daten abgreifen oder Malware installieren.
Parallel hält sich die „Kurier-Masche“. Der Käufer behauptet, einen Boten mit Bargeld zu schicken. Der Verkäufer soll vorab eine „Versicherungsgebühr“ per Gutscheinkarte oder dubiosem Link zahlen. Nach der Überweisung bricht der Kontakt ab – ein Kurier kommt nie.
Dreiecksbetrug: Wenn Unbeteiligte zahlen
Eine komplexe Variante ist der Dreiecksbetrug. Ein Betrüger kopiert die Anzeige eines echten Verkäufers und bietet das Smartphone günstiger an. Meldet sich ein Interessent, gibt der Betrüger dessen Daten an den echten Verkäufer weiter.
Der gutgläubige Dritte überweist an den echten Verkäufer. Dieser glaubt, der Betrüger habe bezahlt, und schickt das Smartphone an die vom Betrüger genannte Adresse. Das Resultat: Der echte Verkäufer hat sein Geld, wird aber wegen Betrugs angezeigt, weil der zahlende Dritte nie Ware erhielt. Das Smartphone ist weg, und der Verkäufer muss das Geld oft zurückzahlen.
Warum die Betrugswelle jetzt zuschlägt
Der Anstieg der Delikte korreliert mit der hohen Nachfrage nach gebrauchten Premium-Smartphones. Gestiegene Neupreise treiben mehr Verbraucher auf den Second-Hand-Markt – und erhöhen die Zahl potenzieller Opfer.
Die Professionalisierung der Täter ist besorgniserregend. Gefälschte Webseiten sind makellos programmiert, haben HTTPS-Zertifikate und nutzen das exakte Design der echten Plattformen. Die psychologische Komponente ist entscheidend: Durch die Vortäuschung von Sicherheitsmechanismen wird das Misstrauen der Opfer gezielt ausgeschaltet. Zusätzlicher Zeitdruck soll schnelles Handeln erzwingen.
Was Verkäufer jetzt tun können
- Kommunikation niemals auf externe Kanäle wie WhatsApp verlagern
- Zahlungen ausschließlich über die offiziellen, in die Apps integrierten Funktionen durchführen
- Keine externen Links anklicken oder QR-Codes von Unbekannten scannen
- Bei Vorkasse-Zahlungen durch Dritte extrem misstrauisch sein
Wer Opfer geworden ist, sollte sofort die Bank informieren, das Konto sperren lassen und Strafanzeige bei der Polizei erstatten. Die Plattformbetreiber arbeiten zwar an besseren Filtern, doch der menschliche Faktor bleibt das schwächste Glied in der Sicherheitskette.
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