Smartphone-Diebstahl in Kliniken wird zum bundesweiten Problem
03.02.2026 - 07:14:11Patienten in deutschen Krankenhäusern werden zunehmend Opfer von Diebstählen. Täter stehlen gezielt Smartphones, Bargeld und Schmuck aus Patientenzimmern. Die Polizei warnt vor der anhaltenden Gefahr und empfiehlt dringend Vorsichtsmaßnahmen.
Die Täter nutzen die offene Struktur und Anonymität in Kliniken schamlos aus. Sie geben sich als Besucher aus und schlagen in Sekundenschnelle zu – oft genau dann, wenn Patienten zu Untersuchungen unterwegs oder abgelenkt sind. Für die Betroffenen bedeutet der Verlust nicht nur materiellen Schaden, sondern eine massive zusätzliche Belastung in einer ohnehin verletzlichen Situation.
Ein bundesweites Phänomen mit alarmierenden Zahlen
Die Diebstähle sind kein regionales Problem, sondern treten in ganz Deutschland auf. Eine einheitliche Bundesstatistik fehlt, doch Meldungen aus den Ländern zeichnen ein klares Bild:
* In Rheinland-Pfalz registriert die Polizei jährlich über 500 Diebstähle in Krankenhäusern.
* Eine Auswertung des Landeskriminalamtes von 2019 bis 2024 zeigt: Vor allem Einzelpersonen – Patienten, Besucher und Personal – werden bestohlen.
* In Berlin wurden 2018 sogar 1.711 Diebstähle mit dem Tatort „Krankenhaus/Klinik“ erfasst.
Neben persönlichen Gegenständen gerät auch teures medizinisches Gerät ins Visier organisierter Banden. Gestohlene Endoskope oder Ultraschallgeräte im Millionenwert verursachen nicht nur finanzielle Schäden, sondern können auch die Patientenversorgung beeinträchtigen.
So schlagen die Diebe zu: Anonymität und Ablenkung
Die Vorgehensweise der Täter ist simpel, aber effektiv. Sie nutzen den öffentlichen Charakter von Kliniken und die oft fehlenden festen Besuchszeiten aus, um sich unter echte Besucher zu mischen. Patientenzimmer sind häufig unverschlossen – ein idealer Zustand für Diebe.
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Sie warten gezielt auf den richtigen Moment: Sobald ein Patient den Raum für eine Untersuchung oder sogar nur für einen Toilettenbesuch verlässt, schlagen sie zu. Die Polizei berichtet von einer erschreckenden Dreistigkeit: In einigen Fällen wollten sich Tatverdächtige unter falschen Namen sogar in Notaufnahmen einweisen lassen, um an Diebesgut zu gelangen.
Wie können sich Patienten schützen?
Angesichts der anhaltenden Gefahr geben Polizei und Kliniken klare Empfehlungen. Die wichtigste Regel: So wenig Wertsachen wie möglich mitnehmen. Teurer Schmuck oder größere Geldbeträge gehören nicht ins Krankenhaus.
Für unverzichtbare Gegenstände wie Smartphones oder Geldbörsen bieten die meisten Häuser abschließbare Fächer oder Tresore an. Die Polizei rät zudem:
* Wertsachen nie offen liegen lassen.
* Nachttisch oder Schrank auch bei kurzer Abwesenheit absperren.
* Fremde Personen im Zimmer freundlich, aber bestimmt ansprechen.
* Im Verdachtsfall sofort das Klinikpersonal informieren.
Kliniken ihrerseits setzen auf mehr Sicherheitspersonal, Videotechnik und abschließbare Wertfächer, um Diebe abzuschrecken.
Sensibilisierung ist der effektivste Schutz
Experten sind sich einig: Die beste Waffe gegen die Diebe ist Wachsamkeit. Da Täter auf günstige Gelegenheiten angewiesen sind, kann schon das konsequente Verschließen von Türen und Schränken das Risiko deutlich senken.
Kliniken müssen Patienten aktiv über die Risiken aufklären – durch Hinweisschilder oder Informationsbroschüren. Sollte es trotz aller Vorsicht zu einem Diebstahl kommen, ist eine sofortige Meldung an das Personal und eine Anzeige bei der Polizei entscheidend, um die Chance auf eine Ergreifung der Täter zu erhöhen.
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