Smartphone-Betrüger, Maschen

Smartphone-Betrüger perfektionieren ihre Maschen

20.01.2026 - 08:17:12

Cyberkriminelle nutzen gefälschte Tech-Support-Anrufe, SMS-Phishing und WhatsApp-Angriffe, um an Daten und Geld zu gelangen. Verbraucherschützer warnen vor den raffinierteren Methoden.

Eine aggressive Betrugswelle zielt derzeit auf Smartphone-Nutzer in Deutschland ab. Cyberkriminelle kombinieren gefälschte Tech-Support-Anrufe, SMS-Phishing und ausgeklügelte Messenger-Angriffe, um an Geld und Daten zu gelangen. Verbraucherschützer und Behörden warnen eindringlich vor den immer raffinierteren Methoden.

Vorsicht vor gefälschten Tech-Support-Anrufen

Besonders perfide sind Betrüger, die sich als Mitarbeiter von Microsoft oder anderen IT-Firmen ausgeben. Sie kontaktieren Opfer unaufgefordert oder locken sie mit alarmierenden Pop-up-Meldungen am Bildschirm zur Kontaktaufnahme. Am Telefon überreden sie dann zur Installation einer Fernwartungssoftware.

Diese gibt den Kriminellen vollen Zugriff auf das Smartphone oder den Computer. Anschließend spionieren sie Passwörter aus oder sperren das Gerät, um ein Lösegeld zu erpressen. Die Polizei betont: Seriöse Unternehmen rufen niemals unaufgefordert wegen angeblicher Sicherheitsprobleme an.

Die Flut gefälschter Nachrichten per SMS und E-Mail

Parallel dazu rollt eine massive Phishing-Welle über das Land. Aktuelle Warnungen der Verbraucherzentralen betreffen unter anderem:
* Gefälschte PayPal-SMS: Sie täuschen eine Kontosperrung vor, um auf betrügerische Webseiten zu locken.
* Falsche AOK- oder Spotify-Mails: Sie locken mit angeblichen Rückerstattungen oder Zahlungsproblemen.
* Betrügerische Paketbenachrichtigungen
* Der „Hallo Mama/Papa“-Trick, bei dem sich Täter als Kind in Not ausgeben.

Die Nachrichten zielen darauf ab, durch geklickte Links Zugangsdaten abzugreifen.

Messenger-Funktionen als neues Einfallstor

Die Angreifer nutzen gezielt Features beliebter Apps aus. Eine neue Masche namens „GhostPairing“ missbraucht die „Verbundene Geräte“-Funktion von WhatsApp.

Opfer klicken auf einen getarnten Link – und koppeln unwissentlich das Gerät eines Betrügers mit ihrem Konto. Die Kriminellen können dann alle Chats mitlesen und das Konto für weitere Betrugsversuche missbrauchen. Dieser Angriff kommt komplett ohne Passwort-Diebstahl aus.

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Typische Warnsignale für Betrugsversuche sind:
* Unpersönliche Anreden wie „Sehr geehrter Kunde“
* Die Erzeugung von akutem Zeitdruck
* Drohungen mit sofortigen Kontosperrungen
* Merkwürdige oder offensichtlich gefälschte Absenderadressen

Warum die Maschen so erfolgreich sind

Der Erfolg basiert auf Social Engineering – der psychologischen Manipulation. Täter spielen gezielt mit Emotionen:
* Angst vor einem gehackten Konto oder Datenverlust
* Vertrauen in bekannte Marken wie PayPal oder die Bank
* Neugier auf eine Rückerstattung oder Paketbenachrichtigung

Durch erzeugten Stress schalten sie das rationale Denken ihrer Opfer aus. Das Smartphone ist das ideale Ziel, da es Bankdaten, Kommunikation und persönliche Informationen bündelt.

Ein Wettrüsten zwischen Betrug und Abwehr

Experten rechnen mit einer weiteren Zunahme der Angriffe. Künstliche Intelligenz könnte künftig noch personalisiertere und überzeugendere Betrugsnachrichten ermöglichen.

Gleichzeitig rüsten Anbieter auf:
* Die Deutsche Telekom plant für dieses Jahr „Branded Calls“. Dabei wird der verifizierte Name eines anrufenden Unternehmens direkt auf dem Display angezeigt, um Fälschungen zu erschweren.
* SMS-Firewalls sollen betrügerische Nachrichten besser herausfiltern.
* Smartphone-Hersteller arbeiten an KI-gestützten Sicherheitsfunktionen, die etwa einen Diebstahl an Bewegungsmustern erkennen.

Die wichtigste Schutzmaßnahme bleibt die Wachsamkeit der Nutzer: Bei unerwarteten Nachrichten oder Anrufen gilt grundsätzliches Misstrauen. Keine Links klicken, keine persönlichen Daten preisgeben und keine Software auf Anforderung Fremder installieren.

@ boerse-global.de