Skydio und Globalstar ebnen Weg für 5G-Drohnen
08.01.2026 - 05:24:12Die Ergebnisse des gemeinsamen Flugtests wurden Mitte Dezember 2025 veröffentlicht. Im Fokus stand die Schaffung einer sicheren und deterministischen Verbindung für Drohnen im Einsatz. Genutzt wurde dafür Globalstars lizenziertes Band n53-Spektrum in Kombination mit der privaten 5G-Plattform XCOM RAN.
Das Ziel: Die Grenzen ungelizenzierter Frequenzen wie WLAN überwinden. Diese leiden in dichten städtischen Umgebungen oft unter Interferenzen. Auch öffentliche Mobilfunknetze bieten nicht immer den nötigen stabilen Uplink für Echtzeit-Videostreams. Der Test bewies, dass die Skydio X10-Drohne zuverlässig steuerbar blieb und gleichzeitig hochauflösende Videos übertragen konnte – eine Grundvoraussetzung für Feuerwehr, Polizei und Industrieinspekteure.
In Einsätzen mit Drohnen kann eine instabile oder unsichere Verbindung lebensgefährlich sein. Viele Organisationen sind auf Cyber-Bedrohungen nicht vorbereitet – vor allem, wenn kritische Echtzeit-Daten über private Funknetze laufen. Ein kostenloser Leitfaden zeigt praxisnahe Schutzmaßnahmen für Unternehmen und Einsatzkräfte: von Risikoanalyse über Netzwerksegmentierung bis zu einfachen Kontrollen für sichere private 5G‑Deployments. Cyber-Security-Leitfaden jetzt herunterladen
Schnelle Integration und hohe Datenraten
Ein Erfolgsfaktor war die schnelle Integration. Skydios Ingenieure nutzten ein bereits in Globalstars Ökosystem unterstütztes Modul, um die Band n53-Fähigkeiten rasch einzubinden. Diese “Plug-and-Play”-Lösung beschleunigte den Weg vom Labor zum realen Flugtest.
Die XCOM RAN-Architektur erwies sich als entscheidend. Sie ist für hohe Uplink-Kapazitäten ausgelegt und hielt die Verbindung selbst in schwierigen Umgebungen stabil. Für autonome Drohnen, die große Datenmengen in Echtzeit an eine Leitstelle senden müssen, ist diese Leistung unverzichtbar. Globalstar sieht darin eine Validierung für das “Internet der bewegten Dinge” – ein Schritt weg von Smartphone-Notdiensten hin zur Industrierobotik.
Neue Möglichkeiten für Rettungsdienste und Industrie
Die Technologie hat direkte Auswirkungen auf den Katastrophenschutz. Polizei und Feuerwehr setzen zunehmend auf Drohnen für die Lageerkundung. In chaotischen Einsätzen können überlastete Netze jedoch die Flugsicherheit und Videoqualität gefährden.
Ein privates 5G-Netz auf lizenziertem Spektrum verspricht eine interferenzfreie Verbindung. Diese Zuverlässigkeit könnte Einsatzkräften helfen, Missionen schneller und sicherer durchzuführen. Doch ist das nur der Anfang? Die Anwendungen reichen weit über den Rettungsdienst hinaus.
Auch für die Inspektion von Stromnetzen, die Überwachung von Baustellen oder andere industrielle Anwendungen, bei denen Datensicherheit und Stabilität entscheidend sind, ist die Technologie interessant. Private 5G-Netze könnten sich so zum Standard in der autonomen Drohnen-Infrastruktur entwickeln.
Strategische Partnerschaft in einem wachsenden Markt
Die Kooperation fällt in eine Zeit, in der Satelliten- und terrestrische Netze immer enger verzahnt werden. Für Globalstar bedeutet der Test eine strategische Erweiterung seines Band n53-Ökosystems, das bisher vor allem in Mobilgeräten zum Einsatz kam. Der Schritt in die komplexe Welt des autonomen Flugs zeigt die Vielseitigkeit der Spektrumsressourcen.
Für Skydio, den größten Drohnenhersteller der USA, stärkt die Partnerschaft die Ausrichtung auf anspruchsvolle Geschäfts- und Regierungskunden. Die Kompatibilität mit privaten 5G-Lösungen stellt sicher, dass ihre Plattformen flexibel an verschiedene Konnektivitätsbedürfnisse angepasst werden können.
Beide Unternehmen planen, weitere Anwendungsfälle zu erkunden – etwa Indoor-Einsätze, wo GPS und herkömmliche Signale oft versagen. Da sich die regulatorischen Rahmenbedingungen für Flüge außerhalb der Sichtweite (BVLOS) weiterentwickeln, könnte die deterministische Konnektivität durch Band n53 und XCOM RAN entscheidend für Zertifizierungen und erweiterte Einsatzmöglichkeiten werden. Die Diskussionen in Fachkreisen unterstreichen die anhaltende Bedeutung dieses technischen Meilensteins für 2026.
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