Skolon und Brockhaus ebnen Weg für europäische Bildungsplattform
19.01.2026 - 09:53:12Nordische und deutsche EdTech-Unternehmen schmieden strategische Allianzen – angetrieben vom deutschen Digitalpakt 2.0. Estnische Start-ups starten parallel Pilotprojekte in Berlin.
Skolon und NE Group starten deutsch-schwedische Bildungsoffensive
Ein strategischer Schulterschluss könnte den europäischen Markt für digitale Bildung neu ordnen. Die schwedische Schulplattform Skolon und der schwedische Wissensanbieter NE Group gaben am Montag eine umfassende Partnerschaft bekannt. Kernstück: Die Integration der renommierten, deutschsprachigen Bildungsinhalte von Brockhaus, einer Tochter der NE Group, in die Skolon-Plattform.
„Wir teilen den Ehrgeiz, in Europa Marktführer zu werden“, sagte Skolon-Chef Oliver Lundgren. Für Anna Werntoft, CEO der NE Group, geht es darum, Schulen eine reibungslosere digitale Lernumgebung zu bieten. Die Zusammenarbeit adressiert ein zentrales Problem: die starke Fragmentierung des EdTech-Markts. Deutsche Schulen sollen künftig über eine einzige Oberfläche sowohl hochwertige, lehrplankonforme Inhalte als auch moderne Plattform-Technologie erhalten.
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Estnische EdTech-Pioniere testen Lösungen in Berlin
Die nordisch-deutsche Kooperationswelle reicht bis in den Baltikum. Parallel zum Skolon-Deal starten estnische Bildungsunternehmen wie Koolest Solutions Pilotprojekte in Berlin. Gemeinsam mit Partnern wie Praktikal und Lingvist wollen sie zeigen, wie digitale Lösungen aus Estland – einem Vorreiter in Digitalisierung und Bildung – deutschen Klassenzimmern einen Mehrwert bringen können.
Die Pilotprogramme dienen einem klaren Zweck: Sie sollen deutschen Schulträgern die Interoperabilität und den pädagogischen Nutzen der nordischen Lösungen demonstrieren. Diese suchen derzeit intensiv nach effizienten Wegen, ihre digitale Infrastruktur zu modernisieren.
Fünf Milliarden Euro aus Digitalpakt 2.0 befeuern Nachfrage
Der Zeitpunkt der Allianzen ist kein Zufall. Er hängt direkt mit der jüngsten bildungspolitischen Weichenstellung in Deutschland zusammen. Ende Dezember 2025 einigten sich Bund und Länder auf den Digitalpakt 2.0. Das Nachfolgeprogramm sieht bis 2030 Investitionen von fünf Milliarden Euro in die Schulligitalisierung vor.
Kritisch ist eine weitere Neuerung: Der neue Pakt reduziert die bürokratischen Hürden erheblich. Pauschalen für Schulträger und vereinfachte Antragsverfahren senken die Einstiegsschwelle auch für internationale Anbieter. Analysten sehen nordische Unternehmen, die aus gereiften Digitalmärkten kommen, in einer idealen Position. Sie können die nun erwartete Nachfrage nach erprobten, skalierbaren Lernwerkzeugen bedienen.
Blaupause für einen europäischen Bildungsraum?
Die Entwicklungen deuten auf einen größeren Trend hin: die Suche nach europäischer digitaler Souveränität im Bildungssektor. Durch Partnerschaften, die nordische Innovation mit dem riesigen deutschen Markt verbinden, entstehen Alternativen zu großen, nicht-europäischen Technologieanbietern.
Branchenexperten rechnen für 2026 mit weiterer Konsolidierung und Kooperation. Sobald die Mittel aus dem Digitalpakt 2.0 später im Jahr an den Schulen ankommen, wird die Nachfrage nach integrierten Plattformen steigen. Diese müssen lokale Inhalte wie von Brockhaus mit modernen Nutzererlebnissen wie von Skolon vereinen. Die nordisch-deutsche Achse könnte so zur Blaupause für künftige grenzüberschreitende Kooperationen in der EU werden.
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