Singapurs Polizei fasst 217 Verdächtige in landesweiter Anti-Betrugsaktion
30.01.2026 - 17:30:12Singapur geht mit einer Großoffensive gegen Betrugsnetzwerke vor. Bei einer zweiwöchigen, landesweiten Razzia nahmen die Behörden 217 Personen ins Visier, die mit über 700 Betrugsfällen in Verbindung stehen. Der Schaden für die Opfer beläuft sich auf umgerechnet rund 5,2 Millionen Euro.
Die koordinierte Aktion der Polizei fand zwischen dem 16. und 29. Januar statt. Unter den 139 männlichen und 78 weiblichen Verdächtigen sind Personen im Alter von 16 bis 83 Jahren. Sie werden verdächtigt, entweder als Haupttäter oder als sogenannte Geldkuriere an den Betrugssystemen beteiligt gewesen zu sein. Diese Geldkuriere stellen ihre Bankkonten zur Verfügung, um illegal erbeutetes Geld weiterzuleiten und so die Spuren zu verwischen.
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Die über 700 aufgeklärten Fälle decken ein breites Spektrat an Betrugsmethoden ab. Dazu zählen klassische E-Commerce-Betrügereien, bei denen bezahlte Waren nie geliefert werden, und falsche Jobangebote, die Bewerber um Vorauszahlungen prellen.
Ebenso vertreten waren Investmentbetrug mit angeblichen Hochrendite-Produkten, Mietbetrug sowie betrügerische Anrufe von angeblichen Regierungsbeamten. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf Vorwürfe des Betrugs, der Geldwäsche und des Betriebs unerlaubter Zahlungsdienste.
Schärfere Strafen als Abschreckung
Die Razzia ist eine der ersten großen Aktionen seit der drastischen Verschärfung der Strafen für Betrugsdelikte in Singapur. Seit dem 30. Dezember 2025 drohen Haupttätern und Anwerbern für Betrugsringe neben Gefängnis und Geldstrafen nun auch obligatorische Prügelstrafen von sechs bis 24 Stockhieben.
Auch Geldkurieren, die durch Geldwäsche helfen oder Zugangsdaten wie Singpass-Kennungen bereitstellen, können mit bis zu zwölf Stockhieben bestraft werden. Die Höchststrafe für Betrug liegt bei zehn Jahren Haft, für Geldwäsche bei zehn Jahren Haft oder einer Geldstrafe von umgerechnet bis zu 340.000 Euro.
Kampf gegen die Infrastruktur der Kriminalität
Die aktuelle Großrazzia ist Teil einer umfassenden Strategie Singapurs gegen Cyberkriminalität. Parallel gehen die Behörden gegen die Infrastruktur der Betrüger vor. Erst kürzlich wurden 52 Personen verdächtigt, gezielt SIM-Karten registriert und an Syndikate verkauft zu haben, um Anonymität zu wahren.
Der Druck auf Tech-Plattformen steigt: Die Regulierungsbehörden wiesen Meta kürzlich an, die Betrugsbekämpfung auf Facebook zu verstärken, etwa durch den möglichen Einsatz von Gesichtserkennung gegen Identitätsdiebstahl.
Die Ermittlungen gegen die 217 Verdächtigen laufen. Die Polizei warnt die Öffentlichkeit weiterhin vor Wachsamkeit und appelliert, verdächtige Vorfälle zu melden. Die Botschaft der Behörden ist klar: Jede Person, die in solche Straftaten verwickelt ist, wird zur Verantwortung gezogen.
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