Singapur und Südkorea entwickeln Sicherheits-Standard für autonome Schiffe
08.01.2026 - 05:23:12Singapur – Zwei führende Seefahrtsnationen schmieden eine Allianz für die Zukunft der Schifffahrt. Die Verteidigungsbehörde DSTA aus Singapur und der Koreanische Register (KR) aus Südkorea haben eine Partnerschaft vereinbart, um gemeinsam einen Sicherheitsrahmen für unbemannte Schiffe zu entwickeln. Das Ziel: international gültige Standards für künstliche Intelligenz (KI) auf See zu setzen.
Ein Benchmark für KI-Kapitäne
Im Zentrum der Zusammenarbeit steht das „Gehirn“ autonomer Schiffe. Die Partner entwickeln ein gemeinsames Prüfverfahren, um die KI-basierten Wahrnehmungssysteme von Unmanned Surface Vessels (USVs) zu bewerten. Diese Algorithmen entscheiden, wie ein Schiff seine Umgebung „sieht“, Hindernisse erkennt und navigiert.
Die Kooperation vereint komplementäre Stärken: Singapurs DSTA bringt Expertise in Systemtechnik und Verteidigungsanwendungen ein. Der Koreanische Register steuert seine globale Autorität in maritimer Zertifizierung und Sicherheitsnormen bei. Gemeinsam wollen sie eine rigorose Testmethodik schaffen, die die Zuverlässigkeit autonomer Systeme für den realen Einsatz nachweist.
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„Es geht darum, Vertrauen zu schaffen“, so die Kernaussage der Partner. Der entwickelte Rahmen soll nicht nur technische Assessments umfassen, sondern auch umfassende Sicherheitsrichtlinien liefern – eine potenzielle Blaupause für die globale Zertifizierung.
Die Lücke zwischen Innovation und Regulierung schließen
Die maritimen Vorschriften hinken dem rasanten Technologiefortschritt hinterher. Ohne standardisierte Methoden zur Sicherheitsüberprüfung von KI-Systemen fällt es Aufsichtsbehörden schwer, eine breite kommerzielle Zulassung zu erteilen. Genau hier setzt die Partnerschaft an.
Der geplante Prüfrahmen soll kritische Szenarien abdecken: Wie verhalten sich die KI-Systeme bei unvorhersehbarem Wetter oder in hochfrequentierten Gewässern wie der Singapurstraße oder um die koreanische Halbinsel? Eine wissenschaftlich fundierte Methodik soll Regulierern, Versicherern und Hafenbetreibern die nötige Sicherheit geben.
Strategische Allianz maritimer Leader
Das Abkommen unterstreicht die vertiefte Zusammenarbeit zweier maritimer Schwergewichte Asiens. Beide Nationen verfolgen aggressive Strategien für autonome Schifffahrt und Smart Ports.
Für den globalen Umschlaghub Singapur passt die Partnerschaft perfekt in die „Smart Nation“-Vision. Die sichere Integration von USVs in die überlasteten Hafenwege könnte die operative Effizienz und Sicherheit deutlich steigern. Die Marine des Stadtstaats setzt bereits unbemannte Boote für Küstenpatrouillen ein.
Südkorea, eine globale Macht im Schiffbau, sieht in autonomen Standards einen Schlüssel für seine industrielle Zukunft. Die Beteiligung des Koreanischen Registers stellt sicher, dass die technischen Normen auch für Werften praktisch umsetzbar sind.
Ein künftiger globaler Standard?
Die Implikationen reichen weit über die bilaterale Zusammenarbeit hinaus. Während die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO) an einem verbindlichen Code für autonome Schiffe arbeitet, könnten die von DSTA und KR erarbeiteten Modelle wertvolle Vorarbeit leisten.
Experten sehen in einem vertrauenswürdigen Zertifizierungsprozess den Schlüssel, um von Experimenten zu skalierbaren kommerziellen Operationen zu gelangen. Das würde Logistikketten und maritime Überwachung revolutionieren. Die maritime Welt wird genau beobachten, ob der Rahmen aus Singapur und Südkorea zum Goldstandard für die Schiffe von morgen wird.
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