Singapur, Milliarde

Singapur investiert eine Milliarde Euro in nationale KI-Strategie

25.01.2026 - 17:03:12

Singapur verdoppelt seine KI-Förderung auf über eine Milliarde Euro, um Forschung, Wirtschaftsanwendung und Fachkräfteausbau zu beschleunigen und im globalen Wettbewerb zu bestehen.

Singapur stellt über eine Milliarde Euro bereit, um zur weltweit führenden KI-Nation aufzusteigen. Die Investition soll Forschung, Anwendung und Fachkräfteausbau vorantreiben.

Die Mittel fließen in den neuen Nationalen KI-Forschungs- und Entwicklungsplan (NAIRD), der am Wochenende von Digitalministerin Josephine Teo vorgestellt wurde. Der Fünf-Jahres-Plan mehr als verdoppelt die bisherigen Aufwendungen und ist Kernstück der aktualisierten Nationalen KI-Strategie 2.0. Singapur reagiert damit auf den globalen Wettlauf um künstliche Intelligenz – eine Schlüsseltechnologie für die wirtschaftliche Zukunft der ressourcenarmen Nation.

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Drei Säulen für eine KI-führende Nation

Der Plan ruht auf drei strategischen Pfeilern. Zunächst soll die Grundlagenforschung gestärkt werden. Dafür werden weltweit führende KI-Forschungszentren aufgebaut. Sie sollen langfristige Herausforderungen angehen, insbesondere die Entwicklung ressourcenschonender KI-Systeme. Der hohe Energie- und Wasserverbrauch von Rechenzentren ist für den Stadtstaat ein drängendes Problem.

Der zweite Pfeiler zielt auf angewandte KI-Lösungen für die Wirtschaft. Die Brücke zwischen Wissenschaft und Industrie soll gestärkt werden, um Innovationen in Schlüsselsektoren zu beschleunigen. Die Regierung erwartet praxistaugliche Anwendungen für nationale Herausforderungen.

Die dritte Säule gilt der Fachkräfteentwicklung. Das Programm beginnt bereits in Schulen, etwa mit einer nationalen KI-Olympiade, und reicht bis zu Stipendien und Gastprofessuren. Ziel ist es, die Zahl hochqualifizierter KI-Experten im Land auf 15.000 zu verdreifachen.

Ambitionierte Ziele im globalen Wettbewerb

Die milliardenschwere Initiative ist in Singapurs langfristige Forschungsförderung eingebettet. Die Ausgaben für Forschung und Innovation sollen bei etwa einem Prozent des Bruttoinlandsprodukts stabilisiert werden. Dies unterstreicht, welch transformative Kraft die Regierung der KI beimisst.

Der Vorstoß erfolgt in einer Phase intensivierter globaler Anstrengungen. China und die USA pumpen Milliarden in ihre KI-Programme, auch die Europäische Union hat mit ihrem KI-Gesetz und Förderinitiativen ambitionierte Ziele. Singapur setzt dabei bewusst auf internationale Kooperation. Die neuen Forschungszentren sollen aktiv mit ausländischen Institutionen zusammenarbeiten und Erkenntnisse teilen.

Kann der Stadtstaat mit dieser Strategie im Kreis der globalen KI-Spitze mithalten? Die Betonung „grüner“, ressourceneffizienter KI könnte hier einen Wettbewerbsvorteil bringen. Lösungen für den hohen ökologischen Fußabdruck der Technologie sind weltweit gefragt.

Auf dem Weg zum KI-Architekten

In den nächsten fünf Jahren wird der Fokus auf dem Aufbau der Exzellenzzentren und der Talentpipeline liegen. Entscheidend wird sein, ob die Brücke zwischen akademischer Spitzenforschung und industrieller Anwendung gelingt. Gelingt dies, könnte Singapur nicht nur Nutzer, sondern tatsächlich ein führender Architekt der KI-Revolution werden – mit maßgeschneiderten Lösungen für urbane und ressourcenbeschränkte Volkswirtschaften.

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