SIM-Karten: Globale Offensive gegen anonyme Mobilfunknummern
23.01.2026 - 16:23:13Singapur und Indonesien verschärfen die Registrierung drastisch – Nutzer müssen sich auf strenge Obergrenzen und biometrische Kontrollen einstellen. Eine weltweite Welle neuer Vorschriften beendet die Ära der anonymen Mobilfunknummer. Regierungen gehen gegen digitalen Betrug vor und zwingen Verbraucher sowie Unternehmen zum Umdenken.
Singapur setzt Obergrenze für Vertrags-SIMs
Singapur schließt ein Schlupfloch für Kriminelle. Ab dem 28. Februar 2026 darf eine Person maximal zehn Vertrags-SIM-Karten über alle Netzbetreiber hinweg besitzen. Bisher galt ein Limit von zehn Karten pro Anbieter – ein System, das von sogenannten „SIM-Mulis“ ausgenutzt wurde. Sie kauften Karten in Massen und lieferten sie an kriminelle Syndikate, die die Nummern für Betrug und illegale Geldverleiher-Geschäfte nutzten.
Bestandskunden mit mehr als zehn Karten dürfen diese behalten, erhalten aber keine neuen mehr. Die Regelung betrifft nur Privatkunden; Firmenverträge sind ausgenommen. Die Behörden Infocomm Media Development Authority (IMDA) und die Polizei wollen so die Infrastruktur für Betrug zerschlagen.
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Indonesien führt biometrische Pflicht ein
Indonesien geht noch einen Schritt weiter. Ein neues Ministerialdekret schreibt für jede Neuregistrierung die nationale Identifikationsnummer und biometrische Gesichtsdaten vor. Ausländer müssen Pass und Aufenthaltserlaubnis vorlegen.
Zudem gilt eine strenge Obergrenze: Jeder Kunde darf nur noch maximal drei Prepaid-Karten pro Anbieter besitzen. Diese Maßnahme soll Identitätsdiebstahl und den massenhaften Missbrauch von Nummern für Spam und Betrug unterbinden. Alle neuen SIM-Karten werden zunächst inaktiv verkauft und erst nach erfolgreicher biometrischer Prüfung freigeschaltet. Nutzer erhalten zudem das Recht, alle auf ihren Namen registrierten Nummern einzusehen und unbekannte sperren zu lassen.
Tipps für den Umgang mit den neuen Limits
Für Vielnutzer, die SIM-Karten für Beruf, Privates oder Reisen verwenden, wird die Verwaltung komplexer. Die Lösung heißt eSIM-Technologie. Diese digitale, ins Gerät eingebaute SIM erlaubt es, mehrere Nummern auf einem Smartphone zu speichern und flexibel zu wechseln.
- SIM-Bestand prüfen: Nutzen Sie neue Selbstauskunft-Tools, wie in Indonesien eingeführt, um alle auf Ihren Namen registrierten Nummern zu überprüfen. Melden Sie ungenutzte Karten umgehend ab.
- Auf eSIMs umstellen: Konsolidieren Sie physische Karten auf eSIM-Profile. Moderne Smartphones unterstützen mehrere aktive eSIMs gleichzeitig – ideal zur Trennung von Beruf und Privatleben oder für lokale Datentarife im Ausland.
- Nummern priorisieren und portieren: Bei Überschreitung der Limits müssen Sie ausmisten. Wichtige Zweitnummern können auf VoIP-Dienste (Internet-Telefonie) portiert werden, um einen SIM-Slot freizumachen.
- Die Details kennen: Die Regeln für Prepaid und Postpaid unterscheiden sich oft. Firmenkunden oder reine Daten-SIMs sind häufig ausgenommen, wie in Singapur. Informieren Sie sich genau über die lokalen Vorschriften.
Globaler Trend zu mehr Kontrolle
Die Maßnahmen sind Teil eines internationalen Trends. Staaten wie Mauretanien und Malawi setzen ebenfalls auf biometrische SIM-Registrierung, um jede Mobilfunknummer einer überprüfbaren Identität zuzuordnen. Das Ziel ist mehr nationale Sicherheit.
Für Verbraucher bedeutet das Ende der Anonymität zwar aufwändigere Registrierungsprozesse, aber auch weniger Betrugsversuche und unerwünschte Anrufe. Die Botschaft der Regulierer ist klar: Die Ära der anonymen Wegwerf-SIM ist vorbei. Wer proaktiv seine registrierten Nummern überprüft und auf flexible Technologien wie eSIM setzt, ist für diese sicherere Mobilfunkwelt gewappnet.
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