Siedlungswerk, Wohnbau-Offensive

Siedlungswerk startet Wohnbau-Offensive in Tirol

29.11.2025 - 03:49:12

Das Österreichische Siedlungswerk (ÖSW) will den Tiroler Immobilienmarkt aufmischen. Nur einen Tag nach der gestrigen Ankündigung dominiert die aggressive Expansionsstrategie die Gespräche in der heimischen Bau- und Immobilienbranche. Die Botschaft ist klar: Tirol braucht mehr leistbaren Wohnraum – und Wien schickt jetzt die Verstärkung.

Während private Bauträger wegen hoher Zinsen und Baukosten auf die Bremse treten, startet der gemeinnützige Bauträger einen antizyklischen Wachstumskurs. Die Marktführerschaft der Neuen Heimat Tirol steht zur Disposition.

ÖSW-Generaldirektor Wolfgang Wahlmüller und Vorstand Markus Fichta reisten gestern persönlich nach Innsbruck. Gemeinsam mit den TSW-Vorständen Stefan Konecny und Michael Fischer stellten sie die Pläne vor: “durchstarten” und “groß mitmischen” im Tiroler Markt.

Die Strategie setzt auf gebündelte Ressourcen. Technisches Know-how aus der Bundeszentrale trifft auf lokale Marktkompetenz. Synergien in Projektentwicklung und Finanzierung sollen auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten mietgünstigen Wohnraum möglich machen.

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Bislang dominierte die Neue Heimat Tirol den geförderten Wohnbau. Doch die neue Allianz aus Wiener Finanzstärke und Tiroler Netzwerk könnte die Kräfteverhältnisse deutlich verschieben.

Mehr als nur Wohnungen bauen

Die TSW-Vorstände Konecny und Fischer setzen auf nachhaltige Quartiersentwicklung. Weg vom reinen Objektbau, hin zu kompletten Lebensräumen mit integrierter Infrastruktur.

Das Konzept “Wohnen mit Herz für Tirol” umfasst:

  • Geförderte Mietwohnungen zur Verkürzung der Wartelisten
  • Integration von Kindergärten und Seniorenwohnen
  • Nachhaltige Bauweise mit Fokus auf leistbare Mieten

Der Zeitpunkt könnte besser nicht sein. Die Tiroler Landesregierung hatte kürzlich die Wohnbauförderungsrichtlinien angepasst, um den gemeinnützigen Bau anzukurbeln. Das Siedlungswerk positioniert sich ideal, um diese Fördertöpfe für Großprojekte zu nutzen.

Branche reagiert aufmerksam

“Neue Konkurrenz am Bau” titelte gestern die Tiroler Tageszeitung. Branchenexperten werten den Vorstoß als notwendige Belebung des Wettbewerbs. Während gewerbliche Bauträger für 2025 einen Rückgang der Neubauleistung verzeichneten, füllen die Gemeinnützigen nun diese Lücke.

Die Finanzstärke des ÖSW-Konzerns ermöglicht Grundstücksakquisitionen und Projektentwicklungen, die für kleinere Genossenschaften derzeit zu riskant wären. Was bedeutet das konkret? Mehr Dynamik bei Grundstückspreisen und Bauvergaben – und spürbaren Druck auf die etablierte Neue Heimat Tirol.

Der bisherige Platzhirsch legte 2024 noch Rekordbilanzen vor. Nun muss er sich auf einen Mitbewerber einstellen, der nicht nur Kapital, sondern mit Konecny und Fischer auch tiefgreifende lokale Vernetzung mitbringt.

Die nächsten Schritte

Für 2026 ist mit dem Spatenstich mehrerer Großprojekte zu rechnen. Marktbeobachter erwarten verstärkte Grundstückssicherungen in den Ballungsräumen Innsbruck, Kufstein und im Inntal.

Die Wohnbauoffensive könnte als Katalysator für die gesamte Branche wirken. Andere Träger dürften gezwungen sein, ihre Projektpipelines zu beschleunigen. Ob das Siedlungswerk seine Marktanteile tatsächlich signifikant ausbauen kann, hängt von der schnellen Realisierung der angekündigten Projekte ab.

Eines ist seit gestern jedoch sicher: Der Tiroler Wohnbaumarkt ist wieder in Bewegung geraten. Und für Wohnungssuchende bedeutet mehr Wettbewerb in der Regel innovativere Konzepte und stärkeren Fokus auf Kostenkontrolle. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Offensive hält, was sie verspricht.

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