SharpaWave, Roboterhand

SharpaWave: Roboterhand mit menschlichem Feingefühl revolutioniert Automation

18.01.2026 - 23:04:12

Die SharpaWave-Hand von Sharpa Robotics kombiniert hochauflösende Sensorik mit feinmotorischer Präzision und ermöglicht Humanoiden komplexe Aufgaben wie Papierfalten oder Tischtennis.

Eine Roboterhand, die Papierwindmühlen baut und Tischtennis spielt, setzt neue Maßstäbe für Geschicklichkeit. Das singapurische Unternehmen Sharpa Robotics hat auf der CES 2026 mit seiner SharpaWave-Hand demonstriert, wie weit die robotische Feinmotorik bereits fortgeschritten ist. Integriert in den humanoiden Vollkörperroboter „North“, bewältigte die Hand komplexe Aufgaben, die bisher eine große Hürde für autonome Systeme darstellten. Die erfolgreiche Massenproduktion der Komponente könnte der Schlüssel für breitenwirksame, vielseitige Roboter sein.

Die Technik hinter dem menschlichen Tastsinn

Der entscheidende Durchbruch liegt in einem patentierten Sensorsystem namens „Dynamic Tactile Array“ (DTA). Diese Technologie vereint hochauflösende Miniaturkameras in den Fingerspitzen mit über 1.000 taktilen Sensorelementen. Das System „sieht das Fühlen“: Es erkennt winzige Verformungen der künstlichen Haut und erreicht so eine Druckempfindlichkeit von 0,005 Newton. Dadurch kann die Hand ein rohes Ei ebenso sicher greifen wie schwere Werkzeuge.

Mit 22 aktiven Freiheitsgraden imitiert der Aufbau die komplexe Biomechanik der menschlichen Hand. Diese „isomorphe Architektur“ ermöglicht feinmotorische Präzision. Ein besonderer Coup: Die Ingenieure haben den klassischen Zielkonflikt zwischen Kraft und Geschwindigkeit überwunden. Die SharpaWave erzeugt eine Fingerspitzenkraft von über 20 Newton und kann dennoch Gesten mit mehr als vier Bewegungen pro Sekunde ausführen.

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Vom Einzelteil zum autonomen Humanoiden

Die eigentliche Bewährungsprobe bestand der Greifer im humanoiden Roboter „North“ auf der CES. In einer Live-Demo führte der Roboter autonom über 30 Einzelschritte aus, um eine filigrane Papierwindmühle zu bauen – eine Aufgabe, die anhaltende Hand-Auge-Koordination und äußerst behutsames Hantieren erfordert.

Weitere Vorführungen, bei denen „North“ Karten austeilte und Tischtennis mit einer Reaktionszeit von 0,02 Sekunden spielte, unterstreichen die Fähigkeit zu kontaktintensiver Manipulation. Dies sind keine isolierten Tricks, sondern das Ergebnis integrierter Hochleistungshardware, neuronaler Steuerungsmodelle und fortschrittlicher Sensorik. Der Roboter nimmt seine Umgebung fundamental neu wahr und interagiert mit ihr.

Robust und wartungsfreundlich für den Praxiseinsatz

Für den Einsatz in der realen Welt hat Sharpa Robotics besonderen Wert auf Haltbarkeit und Servicefreundlichkeit gelegt. Die Hand hat Zertifizierungstests von einer Million Greifzyklen ohne Ausfall absolviert. Ihr modularer Aufbau erlaubt den Austausch einzelner Finger, was Ausfallzeiten und Reparaturkosten im Vergleich zu monolithischen Designs deutlich senkt.

Zur Beschleunigung von Entwicklung und Integration liefert Sharpa eine umfangreiche, plattformübergreifende Entwicklungsumgebung mit. Dazu gehört die Steuerungssoftware SharpaPilot sowie hochpräzise Simulationsmodelle für etablierte Robotik-Plattformen wie ROS. Forscher und Entwickler können so die Hand leichter in eigene Systeme einbinden.

Marktimpuls für die nächste Robotergeneration

Der Erfolg der SharpaWave fällt in eine Phase des Umbruchs. Die Automationsbranche sucht nach flexiblen, intelligenten Systemen, die über einfache Greifer hinausgehen. Die Nachfrage nach KI-gesteuerter Robotik für Logistik, Fertigung und perspektivisch auch häusliche Umgebungen wächst.

Mit ihrem Fokus auf hochauflösende visuell-taktile Sensorik setzt sich die SharpaWave von Mitbewerbern ab. Diese sensorische Präzision gilt als entscheidender Enabler für die nächste Generation von Humanoiden, die Seite an Seite mit Menschen arbeiten sollen. Die Massenproduktion einer so geschickten Komponente könnte den Weg für eine Ära der „Physical AI“ ebnen, in der Roboter die physische Welt mit annähernd menschlicher Geschicklichkeit begreifen und gestalten.

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