SFG, Fokus

SFG startet 2026 mit Fokus auf Digitalisierung und Startups

05.01.2026 - 18:30:12

Die Steirische Wirtschaftsförderung (SFG) hat heute ihr neues Förderportfolio vorgestellt. Im Zentrum stehen die Doppel-Transformation zur Nachhaltigkeit und massive Unterstützung für junge Unternehmen. Damit reagiert das Land auf den europäischen Wettbewerb und strengere Klimavorgaben.

Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP) setzt den Kurs einer investitionsfreundlichen Politik fort. Parallel treten Entlastungen bei den Energiekosten in Kraft. Für Unternehmen sinkt die Elektrizitätsabgabe auf 0,82 Cent je Kilowattstunde – eine direkte Erleichterung für die energieintensive Industrie.

Das überarbeitete Programm „Spitzen!Leistung 2025+“ bildet das Herzstück. Es soll die „Twin-Transition“ beschleunigen – die untrennbare Verknüpfung von Digitalisierung und ökologischer Nachhaltigkeit. Unternehmen, die mit KI ihre Energieeffizienz steigern, können mit höheren Fördersätzen rechnen.

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Die steirischen Cluster-Organisationen sollen als Vermittler agieren. Sie helfen Betrieben, Potenziale zu identifizieren und den Zugang zu Fördermitteln zu finden. Dieser Schritt gilt als essenziell, um die Exportfähigkeit angesichts des europäischen „Clean Industrial Deal“ zu sichern.

Frisches Kapital für Gründer und regionale Betriebe

Besonderes Augenmerk liegt 2026 auf dem Gründungsökosystem. Das programma „Start!Klar“ wurde mit frischen Mitteln ausgestattet und richtet sich an innovative Kleinunternehmen bis fünf Jahre nach der Gründung.

  • Gefördert werden Investitionen in Maschinen, Anlagen und Büroausstattung.
  • Auch immaterielle Leistungen wie Strategieberatung werden unterstützt.
  • Ein Fokus liegt auf der Vorbereitung der ersten großen Finanzierungsrunden.

Ergänzend dazu stärkt „Lebens!Nah“ die Nahversorgung. Hier geht es um die Digitalisierung von Vertrieb und Marketing für traditionelle Gewerbebetriebe in der Fläche. Innovation soll nicht nur in den High-Tech-Labors von Graz stattfinden.

Investitionen trotz angespannter Haushalte

Die neuen Programme sind in ein herausforderndes Umfeld eingebettet. Eibinger-Miedl betont: Öffentliche Haushalte stehen unter Konsolidierungsdruck, aber Investitionen in die Wirtschaft sind von Kürzungen ausgenommen. Die Devise lautet „Leistung statt Gratismentalität“.

Aus Regierungskreisen heißt es, man halte trotz strikter Schuldenregeln an der offensiven Förderung fest. Nur wachstumsfördernde Impulse könnten mittelfristig die Steuereinnahmen sichern. Forderungen nach neuen Substanzsteuern erteilte die Landesrätin erneut eine Absage.

Steiermark im europäischen Wettbewerb

Die Maßnahmen sind Teil der „Wirtschaftsstrategie Steiermark 2030“. Das Bundesland positioniert sich als „Green Tech Valley“. Die SFG agiert als zentrale Anlaufstelle – ein strategischer Vorteil gegenüber Regionen mit einem Flickenteppich an Zuständigkeiten.

Doch ein großes Risiko bleibt: der Fachkräftemangel. Er könnte die Wirksamkeit der Investitionsförderungen bremsen. Die SFG versucht mit Qualifizierungsoffensiven gegenzusteuern, doch Branchenvertreter fordern weitere Anstrengungen.

Mit dem heutigen Startschuss beginnt für viele Unternehmen die Antragsphase. Besonders die Fördertöpfe für Digitalisierung und Energieeffizienz dürften stark nachgefragt werden. Die SFG hat eine weitere Digitalisierung und Beschleunigung der Abläufe angekündigt. In den kommenden Wochen werden Details zu Initiativen wie „Cyber!Sicher“ und der Exportoffensive „Welt!Markt“ erwartet.

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