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Serve Robotics übernimmt Diligent Robotics für Gesundheitsmarkt

21.01.2026 - 00:25:12

Serve Robotics erwirbt mit Diligent Robotics einen Anbieter von Krankenhausrobotern und erschließt damit den wachsenden Markt für klinische Automatisierung.

Serve Robotics expandiert mit einer 29-Millionen-Euro-Übernahme vom Gehweg in die Krankenhausflure. Das Unternehmen will seine KI-Plattform für Innenräume nutzbar machen.

REDWOOD CITY/KALIFORNIEN – 21. Januar 2026 – Der autonome Lieferdienst Serve Robotics (Nasdaq: SERV) dringt in den Gesundheitssektor vor. Das Unternehmen gab heute eine definitive Vereinbarung zur Übernahme von Diligent Robotics bekannt. Das Startup ist ein Pionier für KI-gesteuerte Roboter-Assistenten in Krankenhäusern. Der aktienbasierte Deal ist rund 29 Millionen Euro wert. Für die Aktionäre von Diligent sind bei Erreichen bestimmter Meilensteine bis zu 5,3 Millionen Euro zusätzlich möglich. Der Abschluss wird für das erste Quartal 2026 erwartet.

Strategischer Sprung in die Krankenhaus-Automatisierung

Bisher ist Serve Robotics vor allem für seine flotten Lieferroboter bekannt. Über 2.000 dieser Gefährte sind bereits in US-Großstädten unterwegs, etwa für Uber Eats oder 7-Eleven. Sie navigieren autonom auf Bürgersteigen.

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Mit der Übernahme des in Austin ansässigen Unternehmens Diligent betritt Serve nun ein völlig neues Feld: die Automatisierung in Krankenhäusern. Diligent hat den Roboter „Moxi“ entwickelt. Dieser soll das klinische Personal entlasten, indem er nicht-patientenbezogene Aufgaben übernimmt. Dazu gehören das Liefern von Medikamenten, der Transport von Labormustern oder das Herbeischaffen von Material aus der Zentralversorgung.

„Moxi“ ist bereits in über 25 US-Krankenhäusern im Einsatz. Fast 100 Einheiten haben dort mehr als 1,25 Millionen autonome Lieferungen absolviert. Die Roboter können Türen öffnen und Aufzüge benutzen – eine Fähigkeit, die über die der aktuellen Serve-Bots deutlich hinausgeht.

Synergien zwischen Draußen und Drinnen

Der strategische Kern der Übernahme liegt in der gemeinsamen Technologiebasis. Serve will seine umfangreichen Erfahrungen und Daten aus dem Außeneinsatz nutzen, um die Navigationsfähigkeiten der Indoor-Roboter zu verbessern. Die KI-Modelle, die mit belebten Gehwegen und Kreuzungen zurechtkommen, sollen für die dynamischen und oft überfüllten Krankenhausflure adaptiert werden.

„Die Komplexität eines Krankenhauses ist in mancher Hinsicht größer als die einer Stadt“, könnte ein Serve-Ingenieur erklären. „Aber die grundlegenden Herausforderungen der Wahrnehmung und Entscheidungsfindung sind ähnlich.“

Wachstumsmarkt mit klaren Zahlen

Für Serve ist dies ein gezielter Schritt, um das Wachstum zu beschleunigen und neue Märkte zu erschließen. Das Unternehmen rechnet damit, dass jedes Krankenhaus mit „Moxi“-Robotern jährlich zwischen 200.000 und 400.000 Euro Umsatz generieren kann.

Marktbeobachter sehen die Transaktion positiv. Serve Robotics wurde zuletzt von einigen Analysten als Top-Pick im Bereich „Physical AI“ für 2026 genannt. Die Übernahme festigt diese Position. Nach Bekanntgabe des Deals stieg der Aktienkurs von Serve im After-Hours-Handel leicht an.

Zwei Teams, eine Vision

Diligent Robotics wird als Tochtergesellschaft von Serve weitergeführt. CEO Andrea Thomaz bleibt an der Spitze des Teams. Die Integration zielt darauf ab, eine vereinheitlichte Autonomie-Plattform zu schaffen, die sowohl im Freien als auch in Innenräumen skaliert werden kann.

Für Serve geht es bei dieser Akquisition um mehr als nur einen neuen Markt. Es ist ein Test für die Anpassungsfähigkeit der eigenen Kerntechnologie. Gelingt der Sprung vom Bürgersteig in den Krankenhausflur, könnte dies die Tür zu zahlreichen weiteren Anwendungen öffnen. Serve positioniert sich damit an der Schnittstelle zweier Welten – und will zum führenden Anbieter für Roboterlösungen in der physischen Welt werden.

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