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Serve Robotics startet mit 2.000 Lieferrobotern durch

16.01.2026 - 18:33:12

Serve Robotics hat die größte Flotte autonomer Lieferroboter in den USA aktiviert. Die KI-gesteuerten Fahrzeuge beliefern Partner wie Uber Eats und sollen die Logistik revolutionieren.

Serve Robotics hat die größte Flotte autonomer Gehweg-Roboter der USA aktiviert. Die 2.000 KI-gesteuerten Fahrzeuge beliefern Kunden von Uber Eats und DoorDash.

Das kalifornische Unternehmen, ein früheres Uber-Spin-off, erreichte diesen Meilenstein zum Jahresende 2025. Die Roboter sind seit Januar 2026 in sieben US-Metropolen im Einsatz. Sie sollen die teure und ineffiziente „letzte Meile“ der Lieferkette revolutionieren. Der Markt für autonome Zustellung wird bis 2030 auf Hunderte Milliarden Dollar geschätzt.

Technologischer Quantensprung der dritten Generation

Herzstück der Expansion ist der Gen 3-Roboter. Er stellt einen deutlichen Technologiesprung dar. Das Fahrzeug erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von rund 18 km/h – eine Steigerung um 60 Prozent. Mit einer Akkuladung schafft es bis zu 14 Betriebsstunden und 77 Kilometer.

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Der Frachtraum ist 15 Prozent voluminöser und fasst vier 16-Zoll-Pizzen. Eine verbesserte Federung schützt die Ware, während höhere Wasserdichtigkeit den Einsatz bei verschiedenen Wetterlagen erlaubt. Die Sicherheit wird durch einen erweiterten Sensorsatz und eine 40 Prozent schnellere Notbremsfunktion gewährleistet. Die Rechenleistung liefert ein NVIDIA Jetson Orin-Modul. Es ermöglicht fünfmal schnellere, KI-gesteuerte Navigationsentscheidungen mit Level-4-Autonomie.

Breiter Rollout in sieben US-Metropolen

Es handelt sich nicht um einen begrenzten Pilotversuch, sondern um einen breit angelegten Kommerzialisierungs-Schritt. Die Roboter sind in Los Angeles, Atlanta, Dallas-Fort Worth, Miami, Chicago, Fort Lauderdale und Alexandria, Virginia, unterwegs. Weitere Städte sollen Anfang 2026 folgen.

Die Strategie zielt auf dicht besiedelte Stadtviertel, wo die Nachfrage nach Essenslieferungen hoch ist und der Autoverkehr ineffizient wird. Die elektrischen Roboter ersetzen Kurzstrecken-Fahrten und sollen so Staus und Emissionen reduzieren. Serve hat bereits über 100.000 Lieferungen für Partner wie Uber Eats, DoorDash und 7-Eleven abgeschlossen.

Finanzielle Herausforderungen trotz Wachstumskurs

Die Aktivierung der Flotte ist ein Wendepunkt für Serve Robotics. Das Unternehmen rechnet für 2026 mit einer Verzehnfachung seiner Einnahmen, sobald die Roboter voll in die Netzwerke der Partner integriert sind. Das Skalieren ist entscheidend für das langfristige Ziel: Die Kosten einer Lieferung auf unter einen Dollar zu drücken.

Doch der Weg dorthin ist teuer. Der Betrieb einer Roboterflotte ist kapitalintensiv. Hohe Betriebskosten führten 2025 zu erheblichen Verlusten. Dennoch genießt das Unternehmen als Pionier der physischen KI Aufmerksamkeit. Jüngste Anerkennungen auf der CES 2026 beflügelten die Anlegerstimmung und trieben den Aktienkurs in den ersten Januarwochen deutlich nach oben.

Testjahr für die Zukunft der autonomen Logistik

Mit 2.000 Robotern steht Serve an der Spitze des Wandels hin zur automatisierten Logistik. Die Partnerschaft mit Uber Eats bietet eine riesige Plattform, um die Wirtschaftlichkeit der Technologie im großen Maßstab zu beweisen. Das Jahr 2026 wird zur Nagelprobe: Können die Effizienzgewinne die hohen Betriebs- und Herstellungskosten überkompensieren?

Eine erfolgreiche Integration in den Alltag der Großstädte könnte die Akzeptanz für solche Technologien landesweit beschleunigen. Gewöhnen sich Verbraucher erst einmal an die maschinelle Zustellung, ebnet das den Weg für weitere Innovationen. Die Leistung der Gen-3-Flotte wird genau beobachtet – als Indikator für die Zukunft der Automatisierung in der Dienstleistungswirtschaft.

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