Serve Robotics: 2.000 Roboter erobern US-Bürgersteige
19.01.2026 - 04:52:12Autonome Lieferroboter rollen durch immer mehr US-Städte – und könnten bald auch Europa erreichen. Das kalifornische Unternehmen Serve Robotics hat seine Flotte binnen eines Jahres verzwanzigfacht und dominiert nun den Markt. Eine Blaupause für die Logistik der Zukunft?
Serve Robotics, ein 2021 von Uber abgespaltenes Unternehmen, startet mit voller Kraft ins Jahr 2026. Über 2.000 autonome Lieferroboter sind bereits im Einsatz. Sie navigieren auf Bürgersteigen in Metropolen wie Los Angeles, Miami und Chicago. Getrieben von Partnerschaften mit Uber Eats und DoorDash, deckt Serve damit mehr als 80 Prozent des US-Lebensmittel-Lieferservices ab. Das Ziel: Die „letzte Meile“ der Zustellung effizienter, günstiger und umweltfreundlicher zu machen.
Die Technologie hinter dem Boom
Der Erfolg basiert auf hochentwickelter Robotertechnik. Die neueste Generation erreicht Autonomie-Level 4. Das bedeutet: In definierten Gebieten benötigen die Roboter keinen menschlichen Eingriff. Angetrieben von KI und Nvidia-Hardware, erfassen Kameras und LiDAR-Sensoren die Umgebung in Echtzeit. So weichen sie Hindernissen aus und fahren sicher an Fußgängern vorbei.
Autonome Lieferroboter beruhen auf komplexen KI-Systemen – und die EU-KI-Verordnung stellt dafür seit August 2024 konkrete Regeln auf. Kennzeichnungspflichten, Risikoklassifizierung und ausführliche Dokumentationsanforderungen betreffen sowohl Entwickler als auch Betreiber. Unser kostenloses E‑Book erklärt praxisnah, welche Pflichten für autonome Systeme gelten, wie Sie Ihr System korrekt klassifizieren und welche Schritte nötig sind, um Bußgelder und Markthürden zu vermeiden. Kostenlosen Leitfaden zur EU‑KI‑Verordnung herunterladen
Ein Roboter trägt bis zu neun Kilogramm und fährt maximal 18 Kilometer pro Stunde. Die elektrisch betriebene Flotte stößt keine Emissionen aus und entlastet so den Stadtverkehr. Serve gibt eine Erfolgsquote von 99,8 Prozent bei Zustellungen an. Das unterstreicht die Zuverlässigkeit im Alltagsbetrieb.
Vom Pilotprojekt zum nationalen Netzwerk
Die Expansion verlief rasant. 2025 startete der Dienst in zahlreichen Großstädten, darunter Atlanta, Dallas und Chicago. Gegen Jahresende kamen Fort Lauderdale und Alexandria (Virginia) hinzu. Weitere Städte sollen im Frühjahr 2026 folgen.
Diese geografische Diversifizierung ist strategisch entscheidend. Serve baut ein vernetztes, landesweites System auf. Eine zentrale KI-Plattform steuert die gesamte Flotte und lernt mit jeder Fahrt dazu. Seit 2022 haben die Roboter über 100.000 Bestellungen ausgeliefert. Die gesammelten Daten schärfen fortlaufend die autonomen Fähigkeiten.
Marktführer mit großen Ambitionen
Der Markt für autonome Zustellung gilt als Milliardengeschäft. Serve sieht sich in einer Führungsposition gegenüber Wettbewerbern wie Starship Technologies und Nuro. Besonders die fortschrittliche Navigation und das skalierbare Netzwerk werden als Stärken genannt.
Auf der Technologiemesse CES 2026 lobte Nvidia-CEO Jensen Huang Serve Robotics als Vorzeigebeispiel für „physische KI“. Dies lenkte erneut Investorinnen-Aufmerksamkeit auf das Unternehmen. Der Fokus liegt aktuell auf dem Wachstum und der Senkung der Stückkosten. Langfristig peilt Serve Kosten von nur einem US-Dollar pro Zustellung an – deutlich weniger als bei menschlichen Fahrerinnen.
Wohin rollt die Zukunft?
Das Geschäft soll breiter werden. Neben Restaurantessen will Serve bald auch Lebensmittel, Convenience-Produkte und Pakete ausliefern. Die Vision: Autonome Lieferroboter sollen so alltäglich werden wie Briefkästen und die lokale Logistik grundlegend verändern.
Für 2026 stehen weitere Markteintritte und eine höhere Auslastung der vorhandenen Flotte im Fokus. Mit einer starken Roboterzahl, leistungsfähiger KI und mächtigen Partnern gestaltet Serve die Zukunft der Stadtzustellung aktiv mit. Die erfolgreiche Skalierung ist ein entscheidender Schritt hin zu einem automatisierten, effizienten und nachhaltigen Liefer-Ökosystem. Die Frage ist nicht mehr, ob solche Roboter kommen, sondern wann sie auch in deutschen Innenstädten rollen werden.
PS: Wenn autonome Zustellsysteme nach Europa kommen, gelten Übergangsfristen und umfangreiche Dokumentationspflichten – das kann für Entwickler, Städte und Logistikpartner schnell zur Herausforderung werden. Unser kostenloser Umsetzungsleitfaden zur EU‑KI‑Verordnung zeigt konkret, welche Schritte jetzt nötig sind: von Kennzeichnung über Risikoklassen bis zur technischen Dokumentation, damit Ihr System marktgerecht bleibt und Haftungsrisiken minimiert. Jetzt kostenlosen Umsetzungsleitfaden zur KI‑Verordnung sichern


