SeniorAktiv-75plus: So soll die Generation 75+ länger selbstständig bleiben
08.01.2026 - 05:44:12Das Gesundheitswesen setzt 2026 verstärkt auf Prävention für Hochbetagte. Hintergrund sind die neue „Aktivrente“ und drängende demografische Prognosen. Im Fokus steht dabei das zertifizierte Programm SeniorAktiv-75plus. Es soll Pflegebedürftigkeit durch gezielte Interventionen verzögern.
Mehr als nur Gymnastik: Das bio-psycho-soziale Konzept
„SeniorAktiv-75plus“ ist von der Zentralen Prüfstelle Prävention (ZPP) zertifiziert und wird von Krankenkassen gefördert. Es richtet sich speziell an Menschen ab 75, die noch ohne Gehhilfen mobil sind, aber erste Einschränkungen spüren.
Der Ansatz kombiniert körperliches Training mit sozialer Komponente. Geübt werden Kraft, Koordination und Gleichgewicht für alltägliche Bewegungen wie Treppensteigen. Gleichzeitig soll die Gruppendynamik der Vereinsamung entgegenwirken – einem großen Risikofaktor für den Abbau im Alter.
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Politisches Signal: Die neue „Aktivrente“
Die politische Großwetterlage unterstreicht die Dringlichkeit solcher Programme. Seit Januar gilt die „Aktivrente“. Sie erlaubt es Rentnern, bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei hinzuzuverdienen.
Diese Regelung setzt körperliche Fitness voraus. Programme wie SeniorAktiv-75plus liefern dafür das Rüstzeug. Gesundheitsökonomen betonen: Jeder Monat, den ein Senior länger selbstständig lebt, entlastet das Solidarsystem finanziell erheblich.
So sieht das Training in der Praxis aus
Die Nachfrage nach qualifizierten Kursleitern ist zu Jahresbeginn sprunghaft gestiegen. Die Ausbildung ist streng standardisiert und umfasst drei Kernbereiche:
- Sturzprophylaxe: Training der Balance, um Stolpern abzufangen.
- Dual-Tasking: Gleichzeitiges Lösen motorischer und kognitiver Aufgaben (z.B. Gehen und Rechnen).
- Alltagskraft: Gezieltes Üben für sicheres Aufstehen ohne Hilfe.
Der Erfolg liegt in der Niedrigschwelligkeit. Die Übungen sind auch bei leichten Einschränkungen sicher durchführbar, was die Abbruchquote gering hält.
Ein Paradigmenwechsel für das Gesundheitssystem
Branchenbeobachter sehen in der Fokussierung auf die Generation 75+ einen notwendigen Schritt. Bislang lag der Präventionsschwerpunkt oft auf den „jungen Alten“ zwischen 60 und 70.
Internationale Studien zeigen: Selbst bei über 90-Jährigen kann gezieltes Training die Mobilität noch deutlich verbessern. Die Zertifizierung von Programmen wie SeniorAktiv-75plus ist ein Schlüssel, um die Lücke zwischen „noch fit“ und „pflegebedürftig“ zu schließen. Kritiker mahnen jedoch, dass das Angebot in ländlichen Regionen noch nicht flächendeckend verfügbar ist.
Der nächste Schritt: Digitale Unterstützung
Für 2026 wird erwartet, dass analoge Kurse zunehmend digitale Hilfen erhalten. Erste Pilotprojekte testen „Mini-Habits“ – kleine, alltagsintegrierte Übungen, die per App oder Smartwatch erinnert werden.
Solche Hybrid-Modelle könnten die Trainingsfrequenz zwischen den wöchentlichen Treffen erhöhen. Sollte sich der Trend fortsetzen, könnte 2026 das Jahr werden, in dem die Prävention für Hochaltrige endgültig aus der Nische tritt.
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