Selbstoptimierung, Fitness

Selbstoptimierung: Wenn mentale Fitness zum Zwang wird

04.02.2026 - 07:13:12

Experten warnen vor dem Übergang von Achtsamkeit zu behandlungsbedürftigen Zwängen, die durch gesellschaftlichen Leistungsdruck und Perfektionismus getrieben werden.

Der Wunsch nach mentaler Stärke kann in einen schädlichen Optimierungswahn umschlagen. Experten warnen vor dem schleichenden Übergang von gesunder Achtsamkeit zu behandlungsbedürftigen Zwängen.

Der schmale Grat zwischen Marotte und Zwang

Grundsätzlich ist das Streben nach mentaler Fitness positiv. Doch der gesellschaftliche Druck, immer leistungsfähiger zu sein, treibt viele ins Extreme. Vor allem junge Menschen fühlen sich durch Social-Media-Ideale einem enormen Konkurrenzkampf ausgesetzt.

Wann wird es problematisch? Psychologen sehen pathologische Züge, wenn das Verhalten mit hohem Leidensdruck verbunden ist und den Alltag dominiert. Nimmt die mentale Fitness mehr Raum ein als soziale Kontakte oder die Arbeit, ist das ein Alarmzeichen.

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Vom Ritual zur Zwangsstörung

Bei einer Zwangsstörung zwingen sich Betroffene zu sinnlos empfundenen Handlungen, um Angst zu vermeiden. Schätzungsweise zwei bis drei Prozent der Bevölkerung sind im Laufe ihres Lebens betroffen.

Der Übergang ist schleichend: Eine nützliche Achtsamkeitsübung kann sich zum starren Ritual entwickeln. Entscheidend für die Diagnose sind der massive Leidensdruck und die stark eingeschränkte Lebensqualität.

Orthorexie: Die zwanghafte „gesunde“ Ernährung

Ein verwandtes Phänomen ist Orthorexia nervosa – die krankhafte Fixierung auf „gesunde“ Ernährung. Betroffene verbringen exzessiv Zeit mit Nährwert-Recherchen und meiden „ungesunde“ Lebensmittel strikt.

Das geht weit über normales Gesundheitsbewusstsein hinaus. Es kann zu sozialem Rückzug und schweren Schuldgefühlen führen. Experten diskutieren Orthorexie als ernstes Krankheitsbild, das zu Mangelernährung und psychischen Belastungen führen kann.

Gesellschaftlicher Druck als Treiber

Fachleute sehen einen klaren Zusammenhang: Die moderne Leistungsgesellschaft suggeriert, jeder sei allein für sein Glück verantwortlich. Das erhöht den Druck zur permanenten Selbstverbesserung.

Studien deuten auf einen Anstieg des Perfektionismus bei jungen Menschen hin. Als Ursachen gelten:
* Gestiegene Erwartungen
* Unsichere Zukunftsaussichten
* Verstärkter Wettbewerbsdruck

Psychiater beobachten eine Zunahme von Befindlichkeitsstörungen, die oft mit Stress zusammenhängen. Der Lifestyle wird so zum Risikofaktor.

Die Suche nach einer gesunden Balance

Fachleute fordern ein Umdenken. Statt endloser Selbstoptimierung sei eine gesunde Balance entscheidend. Dazu gehört, die eigenen Ziele kritisch zu hinterfragen und Perfektion als unerreichbares Ideal zu akzeptieren.

Die Zukunft erfordert mehr Aufklärung über die Gefahren. Präventive Ansätze könnten helfen, problematische Entwicklungen früh zu erkennen. Letztlich geht es darum, achtsam zu sein – ohne in einen schädlichen Zwang zu verfallen. Therapien wie die kognitive Verhaltenstherapie können Betroffenen helfen, aus dem Teufelskreis auszubrechen.

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