Seagate, NAS-Systeme

Seagate bringt 32-TB-Festplatte für NAS-Systeme auf den Markt

23.01.2026 - 10:23:12

Seagate bringt mit der IronWolf Pro 32 TB die weltweit größte NAS-Festplatte auf den Markt, um die wachsende Datenflut durch KI und Videoanalysen zu bewältigen.

Seagate hat die weltweite Auslieferung seiner bislang größten NAS-Festplatte gestartet. Die IronWolf Pro 32 TB durchbricht die magische 30-TB-Grenze und richtet sich an Unternehmen, Kreativprofis und Rechenzentren. Der Start erfolgt zu einem kritischen Zeitpunkt: Die Nachfrage nach Speicherplatz explodiert durch Künstliche Intelligenz und hochauflösende Videoanalysen.

Mit einem UVP von 850 Euro positioniert sich das Modell als Premium-Lösung für Netzwerkspeicher. Parallel führt Seagate auch 32-TB-Varianten der SkyHawk AI– und Exos-Serien ein. Das komplette Portfolio-Update soll der wachsenden Datenflut Herr werden – eine Entwicklung, die vor allem durch KI-getriebene Anwendungen beschleunigt wird.

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Durchbruch mit bewährter CMR-Technologie

Das entscheidende Merkmal der neuen IronWolf Pro ist die Nutzung konventioneller magnetischer Aufzeichnung (CMR). Während die Branche höhere Kapazitäten oft durch Shingled Magnetic Recording (SMR) erreicht – was Schreibgeschwindigkeiten beeinträchtigen kann – bleibt die neue 32-TB-Festplatte für den anspruchsvollen 24/7-Betrieb in NAS-Umgebungen optimiert.

Technische Spezifikationen zeigen eine Drehzahl von 7.200 U/min und einen 512-MB-Cache. Die maximale Übertragungsrate liegt bei 285 MB/s. Im heliumgefüllten 3,5-Zoll-Gehäuse arbeiten zehn Platten, jede mit einer Dichte von 3,2 TB. Dieser technische Sprung gelingt durch Seagates Mozaic 3+-Plattform, die komponenten der wärmeunterstützten magnetischen Aufzeichnung (HAMR) nutzt.

„Die Beibehaltung von CMR ist für den NAS-Markt entscheidend“, erklärt ein Branchenanalyst. „Konsistente Schreibgeschwindigkeiten und schnelles RAID-Rebuilding sind nicht verhandelbar.“ Die Festplatte ist für eine jährliche Arbeitslast von 550 TB ausgelegt und bietet eine mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen (MTBF) von 2,5 Millionen Stunden. Dazu kommen fünf Jahre Garantie und drei Jahre Datenrettungsdienst.

KI und Videoanalysen treiben Nachfrage

Der Launch kommt zum richtigen Zeitpunkt. Laut Seagate erwarten über 75 Prozent der Organisationen, dass ihre Videodatenmengen sich in den nächsten fünf Jahren verdoppeln werden. Grund ist die Integration von KI in Videoworkflows, die exponentiell mehr Speicher für Metadaten, Annotationen und hochbitratiges Footage erfordert.

Die IronWolf Pro 32 TB zielt speziell auf „On-Premise-KI-Modelltraining“ und anspruchsvolle Kreativ-Workflows ab. Für Videoproduktionsfirmen bedeutet das: Ein Standard-8-Bay-NAS mit den neuen Laufwerken erreicht nun eine Rohkapazität von 256 TB – eine Größenordnung, die bisher Rack-Servern vorbehalten war.

Neben der IronWolf Pro bringt Seagate die SkyHawk AI 32 TB (700 Euro) für Videoüberwachungssysteme und die Exos X32 (730 Euro) für Hyperscale-Rechenzentren auf den Markt. Die Preisstrategie unterstreicht den Premium-Status der IronWolf Pro, die durch AgileArray-Firmware Vibrationen in Mehrfachgehäusen reduziert.

Marktreaktion und nächste Schritte

Seit der Einführung Mitte Januar sind die Festplatten bei großen Händlern und autorisierten Distributoren erhältlich. Die Lagerbestände scheinen stabil, obwohl die Nachfrage von Unternehmenskunden stark ist.

Der Launch fällt mit positiven Signalen an der Börse zusammen. Die Aktie von Seagate Technology Holdings (STX) notiert nahe Allzeithochs. Investoren honorieren offenbar die erfolgreiche Umsetzung der Roadmap für Massenkapazitäten. Der Rollout der 32-TB-Laufwerke gilt als Bestätigung der Mozaic-3+-Technologie, die in früheren Jahren noch Fragen zu Ausbeute und Serienproduktion aufwarf.

Mit den 32-TB-Laufwerken im Markt richtet sich der Branchenblick bereits auf die nächsten Meilensteine. Experten sehen eine realistische Entwicklung hin zu 40 TB und 50 TB noch in diesem Jahrzehnt. Für Unternehmen, denen die Laufwerksschächte ausgehen, bietet die IronWolf Pro 32 TB eine sofortige Lösung: mehr Speicherdichte ohne zusätzlichen physischen Platz. Trotz des hohen Einzelpreises bleibt das Kosten-pro-Terabyte-Verhältnis wettbewerbsfähig – und sichert der Festplatte ihre Relevanz im Zeitalter massiver Datengenerierung.

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