Schock-Anrufe: Betrüger erbeuten Vermögen mit Bank-Masche
17.01.2026 - 05:54:12Eine neue Welle raffinierter Telefonbetrugsmasche versetzt Deutschland und Österreich in Alarmbereitschaft. Kriminelle geben sich als IT-Mitarbeiter von Banken aus und erbeuten mit psychologischem Druck und technischen Tricks hohe Summen. Die Polizei warnt eindringlich vor der perfiden Methode.
Die perfide Masche: Von der SMS zum Fernzugriff
Die Täter arbeiten mit einem ausgeklügelten Drehbuch. Oft beginnt alles mit einer gefälschten SMS, die vor einer angeblichen Kontosperrung warnt. Kurz darauf klingelt das Telefon. Auf dem Display erscheint die echte Nummer der Hausbank – gefälscht durch Call ID Spoofing.
Am Apparat meldet sich ein angeblicher IT-Mitarbeiter. Er behauptet, verdächtige Transaktionen oder einen Hackerangriff entdeckt zu haben. Unter diesem Vorwand bauen die Betrüger enormen Druck auf. Sie drängen zum sofortigen Handeln, um einen größeren Schaden abzuwenden.
In der Panik lassen sich viele Opfer dazu verleiten, den Anrufern Fernzugriff auf ihren Computer zu gewähren. Dafür installieren sie auf Anweisung Software wie AnyDesk. Alternativ werden sie aufgefordert, in ihrer Banking-App angebliche „Sicherheitsupdates“ zu bestätigen. In Wahrheit autorisieren sie damit Überweisungen direkt auf Konten der Kriminellen.
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Aktuelle Fälle: Organisierte Banden hinter den Anrufen
Die letzten Tage zeigen das Ausmaß der Bedrohung. Im österreichischen Burgenland nahm die Polizei vier junge Männer fest. Sie hatten eine 53-Jährige telefonisch so unter Druck gesetzt, dass sie ihre Sparbücher auflöste und Bargeld an einen Abholer übergab.
In Deutschland läuft derzeit ein Prozess am Landgericht Leipzig gegen zwei mutmaßliche Bandenmitglieder. Die Gruppe soll bundesweit agiert haben. Ermittlungen deuten darauf hin, dass die Hintermänner aus Callcentern in der Türkei operieren – ein Beleg für die internationale Dimension dieser Kriminalität.
Existenzbedrohende Schäden und psychisches Leid
Die finanziellen Verluste sind oft enorm. In Mainz erbeuteten Täter über 150.000 Euro von einem einzelnen Opfer durch die Fernzugriff-Masche. Im Kreis Offenbach entstand ein Schaden von 98.000 Euro, nachdem das Opfer in der Banking-App auf „System-Updates“ klickte.
Neben dem materiellen Verlust lastet ein schwerer psychischer Schaden auf den Betroffenen. Die Täter zerstören gezielt das Vertrauen in Bankinstitute und erzeugen eine Atmosphäre der Angst. Viele Opfer schämen sich im Nachhinein, auf die Masche hereingefallen zu sein.
So schützen Sie sich: Die wichtigsten Verhaltenstipps
Banken, Sparkassen und die Polizei fordern niemals telefonisch Passwörter, PINs oder TANs an. Das ist die wichtigste Regel.
- Misstrauen bewahren: Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Beenden Sie das Gespräch bei merkwürdigen Aufforderungen sofort.
- Keine Daten preisgeben: Geben Sie niemals vertrauliche Informationen am Telefon weiter.
- Fernzugriff verweigern: Installieren Sie keine Software auf Aufforderung eines Anrufers.
- Anrufer selbst verifizieren: Legen Sie auf und rufen Sie Ihre Bank über die bekannte, offizielle Nummer (z.B. von der Kartenrückseite) zurück.
- Umfeld informieren: Sprechen Sie insbesondere mit älteren Angehörigen über diese Masche.
Wer einen solchen Anruf erhält oder bereits Opfer geworden ist, sollte umgehend die Bank kontaktieren, um Konten zu sperren, und Anzeige bei der Polizei erstatten.
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