Schnäppchenjäger haben am deutschen Aktienmarkt am Dienstag für Entlastung gesorgt.
01.04.2025 - 14:22:35Aktien Frankfurt: Hoffen auf Erholung - Schnäppchenjäger führen Regie
Der Dax DE0008469008 gewann am Nachmittag 1,24 Prozent auf 22.538 Punkte. Damit unternahm er einen Stabilisierungsversuch, nachdem am Vortag einmla mehr Zollsorgen das Bild geprägt hatten.
Im Fokus am Markt steht ein großes Zollpaket, das US-Präsident Donald Trump am Mittwoch ankündigen will. Das könnte die internationalen Handelskonflikte weiter verschärfen. Viel Negatives sei in den Kursen inzwischen aber eingepreist, sagten Börsianer. Einige Schnäppchenjäger, die die starke Kursentwicklung im ersten Quartal verpasst hätten, griffen nun zu.
Der MDax DE0008467416 der mittelgroßen Unternehmen legte am Dienstag um 1,39 Prozent auf 27.773 Punkte zu. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 stand 1 Prozent höher.
Im Dax zogen die Titel von Adidas DE000A1EWWW0 um 3,1 Prozent an. Analysten verwiesen auf Signale des Sportartikelkonzerns zum ersten Quartal und bestätigte Ziele für 2025. Die Zuversicht des Managements resultiere aus der starken Dynamik der Marke Adidas und den gut gefüllten Auftragsbüchern, schrieben die Experten der Investmentbank Stifel.
Thyssenkrupp DE0007500001 bauten im MDax ihre tags zuvor schon hohen Kursgewinne um 9,7 Prozent aus. Das Rüstungsgeschäft der Marine Sparte treibt die Titel seit einiger Zeit an. Aktienexperte Andreas Lipkow sieht zudem die geplanten US-Strafzölle als positiven Faktor. Sie könnten zu höheren internationalen Stahlpreisen führen, wodurch es zu einer grundlegenden Neuordnung auf dem Stahlmarkt kommen könnte. Andere Stahlaktien wie Salzgitter DE0006202005 und Klöckner & Co DE000KC01000 zogen vor diesem Hintergrund ebenfalls kräftig an.
Die Papiere des Touristikkonzerns Tui DE000TUAG505 gewannen 4 Prozent, nachdem Hauck Aufhäuser Investment Banking die Bewertung mit "Buy" aufgenommen hatte.
Die im Kleinwerteindex SDax DE0009653386 notierten Vorzüge des Medizin- und Sicherheitstechnik-Anbieters Drägerwerk DE0005550636 setzten ihre Aufwärtstendenz seit Mitte März mit einem Kurszuwachs von 7,6 Prozent fort. Das Analysehaus Warburg Research hatte das Kursziel von 55 auf 85 Euro erhöht.