Schmerztherapie, Krise

Schmerztherapie in der Krise: Millionen Deutsche warten auf Hilfe

26.01.2026 - 03:42:12

Experten warnen vor dem Kollaps der spezialisierten Schmerzversorgung. Während eine ganzheitliche Behandlung als Goldstandard gilt, gefährdet die geplante Krankenhausreform knapp 370 Kliniken. Für rund 23 Millionen Betroffene wird die Lage dramatisch.

Die interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie (IMST) gilt als bester Weg, um chronische Schmerzen zu behandeln. Sie kombiniert Medizin, Psychologie und Physiotherapie. Doch der Zugang dazu ist für viele Patienten in Deutschland blockiert. Lange Wartezeiten und jetzt eine drohende Reform lassen Fachleute Alarm schlagen.

Die multimodale Therapie bricht mit einem veralteten Ansatz. Sie versteht Schmerz nicht als rein körperliches Symptom, sondern als komplexes Wechselspiel aus biologischen, psychischen und sozialen Faktoren. Die Behandlung setzt daher an mehreren Stellen gleichzeitig an.

Ein Team aus Ärzten, Psychotherapeuten und Physiotherapeuten erstellt individuelle Pläne. Dazu gehören eine sorgfältige Medikamenteneinstellung, psychologische Strategien zur Schmerzbewältigung und aktive Bewegungstherapien. Ziel ist es, den Teufelskreis aus Schmerz, Angst und sozialem Rückzug zu durchbrechen.

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Die Psyche als Schlüsselfaktor

Chronischer Schmerz verändert das Gehirn. Ein sogenanntes Schmerzgedächtnis entsteht. Das Nervensystem wird überempfindlich und sendet Signale, auch ohne akute körperliche Ursache. Psychischer Stress oder depressive Verstimmungen können diese Wahrnehmung massiv verstärken.

Umgekehrt führt der anhaltende Schmerz häufig in die Isolation. „Psychotherapie ist deshalb kein optionales Add-on, sondern fundamental“, betonen Experten. Behandlungen, die diesen Aspekt ignorieren, seien zum Scheitern verurteilt und könnten die Chronifizierung sogar beschleunigen.

Digitale Helfer: Apps auf Rezept als Brückenlösung

Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) sollen Versorgungslücken schließen. Diese „Apps auf Rezept“ bieten Patienten digitale Schmerztagebücher, angeleitete Entspannungsübungen oder Therapiemodule. Sie können Wartezeiten überbrücken und Behandlungserfolge stabilisieren.

Experten sehen darin eine wertvolle Ergänzung – aber keinen Ersatz für die persönliche Therapie. Die gesetzliche Grundlage für die DiGA wurde mit dem Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) geschaffen. Ihre Integration in ein Gesamtkonzept bleibt jedoch entscheidend.

Reform bedroht Versorgung: Kliniken vor dem Aus

Die größte aktuelle Gefahr geht von der geplanten Krankenhausreform aus. Sie sieht keine eigenständige Leistungsgruppe für die Schmerzmedizin vor. Für die knapp 370 spezialisierten Kliniken in Deutschland könnte das das Aus bedeuten.

Die Folgen wären verheerend. Die Wartezeiten, die heute schon Monate betragen, würden sich weiter verlängern. Experten befürchten einen Rückbau interdisziplinärer Angebote aus wirtschaftlichen Gründen. Die volkswirtschaftlichen Kosten sind immens: Chronische Schmerzen verursachen in Deutschland jährlich geschätzte 38 Milliarden Euro durch Arbeitsausfälle und Frühverrentungen.

Appell an die Politik: Jetzt handeln!

Der dringende Appell der Fachwelt an die Politik ist eindeutig: Die Schmerzmedizin muss umgehend in der Krankenhausreform verankert werden. Nur so lassen sich die spezialisierten Kliniken erhalten.

Zukunftsfähige Versorgung braucht eine bessere Vernetzung von ambulanten und stationären Angeboten. Der intelligente Einsatz digitaler Tools und personalisierte Medizin können weitere Bausteine sein. Das übergeordnete Ziel bleibt, jedem Betroffenen zeitnah Zugang zu einer wirksamen, ganzheitlichen Therapie zu ermöglichen.

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