SASSA warnt Millionen vor raffinierten Phishing-Angriffen
27.01.2026 - 04:13:12Die südafrikanische Sozialbehörde SASSA ruft Millionen von Sozialhilfeempfängern zu äußerster Vorsicht auf. Eine anhaltende Welle ausgeklügelter Phishing-Betrügereien zielt auf die finanziellen Mittel und persönlichen Daten der vulnerabelsten Bürger des Landes ab. Die Betrüger nutzen gefälschte Warnungen, täuschend echte Webseiten und betrügerische Nachrichten über SMS, WhatsApp und E-Mail, um ein falsches Gefühl der Dringlichkeit zu erzeugen. Oft wird behauptet, die Zahlung sei gesperrt oder Daten müssten „verifiziert“ werden – ein Trick, um an Zugangsdaten zu gelangen. Dieser anhaltende Angriff auf das Sozialsystem unterstreicht den dringenden Bedarf an mehr Aufklärung und besseren Sicherheitsvorkehrungen.
So funktionieren die Betrugsmaschen
Die Methoden der Cyberkriminellen werden immer überzeugender. Ein Hauptvektor sind SMS- oder WhatsApp-Nachrichten, die offiziell von SASSA zu stammen scheinen. Sie behaupten etwa, das Konto sei gesperrt oder es stehe eine nicht existierende „Bonus-Zahlung“ wie ein „R700-Zuschuss“ aus. Enthaltene Links führen auf manipulierte Phishing-Webseiten.
Diese betrügerischen Seiten sind oft täuschend echte Kopien des offiziellen SASSA-Portals. Sie sollen Nutzer dazu bringen, ihre Ausweisnummern, Bankdaten und Karten-PINs preiszugeben. Eine parlamentarische Untersuchung im Februar 2025 deckte mindestens zwei solcher Webseiten auf, die persönliche Daten abgriffen. Mit diesen Informationen können Betrüger die Sozialhilfe auf eigene Konten umleiten. Die einzige offizielle Website für die SRD-Hilfe (Social Relief of Distress) lautet srd.sassa.gov.za.
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Eine weitere verbreitete Masche ist der persönliche Betrug. In einer gemeinsamen Warnung von SASSA und der Postbank im Mai 2025 wurde vor Betrügern gewarnt, die an Wohnungstüren auftauchen. Sie geben sich als SASSA- oder Postbank-Mitarbeiter aus, manchmal in gefälschten Uniformen, und behaupten, es gebe ein Problem mit der Sozialhilfskarte. Überredet der Empfänger, Karte und PIN herauszugeben, wird das Konto innerhalb kürzester Zeit geleert.
Systemische Lücken und verheerende Folgen
Die Hartnäckigkeit dieser Betrugswelle deutet auf grundlegende Sicherheitslücken im Sozialsystem hin. Eine forensische Untersuchung im Auftrag des Sozialministeriums Ende 2024 deckte alarmierende Schwachstellen im SRD-System auf. Demnach wurden sensible Daten wie Ausweisnummern und Bankverbindungen im Online-System nicht verschlüsselt und waren so potenziell für Cyberangriffe offen.
Die Folgen für die Betroffenen sind existenzbedrohend. Der Verlust einer einzigen Monatszahlung kann bedeuten, dass kein Essen gekauft, keine Fahrkarte bezahlt oder keine Rechnung beglichen werden kann. Besonders betroffen sind ältere Menschen und Personen mit geringer digitaler Kompetenz, die betrügerische Nachrichten schwerer erkennen können. Die ständige Betrugsgefahr untergräbt zudem das Vertrauen in das Sozialsystem, das für Millionen Südafrikaner eine lebenswichtige Stütze ist.
So können sich Empfänger schützen
SASSA reagiert mit öffentlichen Warnungen und Aufklärungsmaterial. Die Behörde betont immer wieder: Ein offizieller SASSA-Mitarbeiter wird niemals nach der Karten-PIN fragen oder per SMS, E-Mail oder Social Media nach Bankdaten verlangen. Jede unaufgeforderte Nachricht mit solchen Aufforderungen ist betrügerisch.
Experten raten Empfängern zu gesunder Skepsis. Hilfe von Fremden an Geldautomaten sollte abgelehnt und die Tastatur beim PIN-Eingeben stets abgedeckt werden. Im Zweifelsfall sollte man SASSA direkt über die offizielle kostenfreie Hotline (0800 60 10 11) kontaktieren oder das nächste Büro aufsuchen.
Ausblick: Digitale Sicherheit als Daueraufgabe
Der Kampf gegen den Sozialbetrug bleibt eine Dauerherausforderung. Mit fortschreitender Digitalisierung staatlicher Dienstleistungen wächst das Risiko von Cyberangriffen auf vulnerable Systeme. Die Regierung steht unter Druck, die Empfehlungen aus den Sicherheitsuntersuchungen umzusetzen.
Zukünftig muss der Fokus auf technologischen Lösungen und kontinuierlicher Aufklärung liegen. Die Sicherheitsinfrastruktur der SASSA-Zahlungssysteme muss gestärkt werden – durch vollständige Verschlüsselung sensibler Daten und fortschrittlichere Verifizierungsmethoden wie Biometrie. Gleichzeitig sind nachhaltige Aufklärungskampagnen nötig, um alle Empfänger, besonders ältere Menschen in ländlichen Gebieten, im Erkennen von Betrugsversuchen zu schulen. Der Schutz des sozialen Sicherheitsnetzes hängt von der gemeinsamen Wachsamkeit der Behörde und der Menschen ab, die auf es angewiesen sind.
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