Santander-Kunden, Visier

Santander-Kunden im Visier: Neue Phishing-Welle und gefährliche Festgeld-Fallen

24.01.2026 - 04:01:12

Cyberkriminelle nutzen gefälschte Kontosperr-Drohungen und unseriöse Festgeldangebote, um an Daten und Geld zu gelangen. Die BaFin warnt vor den professionellen Betrugsmaschen.

Eine neue Welle raffinierter Betrugsversuche zielt aktuell auf Kunden der Santander Bank ab. Cyberkriminelle nutzen gefälschte Kontosperr-Drohungen und unseriöse Festgeld-Angebote, um an sensible Daten und Geld zu gelangen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnte erst kürzlich eindringlich vor diesen Machenschaften.

Gefälschte Dringlichkeit: Die Kontosperr-Masche

Die Betrüger setzen auf Angst und Zeitdruck. In täuschend echten E-Mails oder SMS behaupten sie, es habe verdächtige Aktivitäten gegeben oder ein Sicherheitszertifikat laufe ab. Um eine angebliche Sperrung zu verhindern, sollen die Empfänger über einen Link ihre Daten „aktualisieren“. Dieser führt jedoch auf perfekt nachgebaute Phishing-Seiten, die Logos und Design der echten Santander-Website kopieren. Das Ziel ist klar: die Erbeutung von Online-Banking-Zugangsdaten, persönlichen Informationen und Kreditkartendaten. Die Professionalität dieser Fälschungen ist so hoch, dass Rechtschreibfehler als Erkennungsmerkmal oft ausbleiben.

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BaFin warnt vor neuen Festgeld-Fallen

Die Kriminellen werden immer erfinderischer. Am 16. Januar 2026 warnte die BaFin explizit vor einer neuen Masche: Betrüger versenden E-Mails von der Adresse bancosantander.es-kundenservice@outlook.com und locken mit verlockenden Festgeld-Angeboten. Hier geht es nicht mehr nur um gestohlene Passwörter, sondern direkt um Geld. Anleger sollen mit hohen Zinsen versprochenen Summen zu Überweisungen auf Konten der Täter verleitet werden. Dieser Identitätsdiebstahl zeigt, wie flexibel Markennamen für komplexe Finanzbetrügereien missbraucht werden.

So enttarnen Sie die Betrüger

Trotz guter Fälschungen bleiben Schwachstellen. Ein entscheidender Hinweis ist die Absenderadresse. Seriöse Banken kommunizieren niemals über allgemeine Free-Mail-Dienste wie Outlook. Weitere Alarmzeichen sind eine unpersönliche Anrede („Sehr geehrter Kunde“), eine drohende, drängende Sprache und ultimative Handlungsfristen. Bewegen Sie den Mauszeiger über Links, um die echte Ziel-URL zu prüfen – sie weicht bei Betrug immer von der offiziellen Bank-Domain ab. Vorsicht ist auch bei Aufforderungen geboten, unbekannte „Sicherheits-Apps“ außerhalb der offiziellen Stores zu installieren.

Cyberkriminalität auf dem Vormarsch

Die Angriffe auf Santander-Kunden sind kein Einzelfall, sondern Teil eines Trends. Das Bundeskriminalamt (BKA) verzeichnet einen deutlichen Anstieg von Cyberkriminalität, besonders im Finanzbereich. Banken investieren zwar Millionen in Sicherheitstechnik, doch die wachsame Skepsis der Kunden bleibt die wichtigste Abwehr. Die Täter passen ihre Methoden ständig an – Verbraucher müssen informiert bleiben.

Das sollten Betroffene jetzt tun

Verdächtige Nachrichten sofort und ohne Klick löschen! Falls bereits Daten eingegeben wurden, ist schnelles Handeln entscheidend: Kontaktieren Sie umgehend die offizielle Santander-Hotline, um Banking-Zugang und Karten sperren zu lassen. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Als Prävention gilt: Tippen Sie die Bank-Webadresse immer manuell ein oder nutzen Sie die offizielle App. Gespeicherte Lesezeichen können manipuliert sein. Die goldene Regel lautet: Echte Banken fordern niemals per E-Mail oder SMS zur Preisgabe von Passwörtern oder TANs auf.

@ boerse-global.de