Sandisk, Optimus-Relaunch

Sandisk: Optimus-Relaunch und KI-Boom treiben Aktie auf Rekordhoch

20.01.2026 - 12:24:12

Der Flash-Speicherhersteller Sandisk feiert mit seiner neuen Optimus-Serie und der explodierenden KI-Nachfrage einen Börsenrausch. Seit Jahresbeginn legte die Aktie um 70 Prozent zu.

Am Dienstag, dem 20. Januar 2026, kletterte der Kurs auf ein Allzeithoch von über 437 US-Dollar. Analysten sprechen von einem „perfekten Sturm“ aus gelungenem Marken-Relaunch, knappen Lieferketten und einer nie dagewesenen Nachfrage nach Hochleistungsspeichern für KI-Rechenzentren. Seit der Abspaltung von Western Digital im Februar 2025 hat sich der Börsenwert des Unternehmens deutlich erhöht.

Den jüngsten Schub erhielt Sandisk mit der Vorstellung der neuen Sandisk Optimus-Produktfamilie auf der CES Anfang Januar. Die SSD-Linie ersetzt die alten „WD Blue“- und „WD Black“-Namen aus Western-Digital-Zeiten.

Der Relaunch markiert die endgültige psychologische Trennung vom früheren Mutterkonzern. Die Produkte mit ihrem rot-schwarz-weißen Design sollen im ersten Halbjahr 2026 in den Handel kommen.

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KI-Speicher: Ein „unbedienter“ Milliardenmarkt

Die eigentliche Finanzdynamik kommt jedoch aus einem anderen Bereich. Nvidia-Chef Jensen Huang bezeichnete den Bedarf an KI-Speicherlösungen kürzlich als einen riesigen, „unbedienten Markt“. Diese Aussage befeuerte die Kurse reiner Flash-Speicherhersteller wie Sandisk.

Die Nachfrage nach Hochgeschwindigkeits-SSDs für KI-Trainingscluster übersteigt das Angebot bei weitem. Laut Marktforscher von TrendForce könnten die Vertragspreise für Enterprise-SSDs im ersten Quartal 2026 um über 30 Prozent steigen. Sandisk profitiert direkt von dieser Verknappung und der damit verbundenen Preismacht.

Analysten korrigieren Kursziele nach oben

Angesichts der Rallye ziehen Analysten ihre Prognosen massiv nach. Die Investmentbank Benchmark erhöhte ihr Kursziel Mitte Januar von 260 auf 450 US-Dollar. Der Konsens unter 16 Analysten lautet auf „Kaufen“.

Die Gewinnschätzungen für das Geschäftsjahr 2026 wurden deutlich angehoben. Der Gewinn je Aktie (EPS) könnte im Vergleich zum Vorjahr um bis zu 350 Prozent explodieren. Trotz des jüngsten Anstiegs gilt die Bewertung mit dem rund 30-fachen des erwarteten Gewinns im KI-Umfeld noch als attraktiv.

Bewährte Unabhängigkeit

Der aktuelle Erfolg gibt den Befürwortern der Abspaltung von Western Digital recht. Aktivisten wie Elliott Management hatten argumentiert, dass das Flash- und das Festplattengeschäft unterschiedliche Wachstumsprofile haben. Seit der Trennung hat Sandisk die ehemalige Mutter, die mit Festplatten ein solides, aber langsameres Geschäft macht, deutlich outperformed.

Blick nach vorne: Fokus auf Enterprise-Kunden

Die Branche wartet nun auf den Marktstart der Optimus-SSDs. Der primäre Fokus liegt jedoch auf dem Geschäft mit Großkunden. Wichtige Cloud-„Hyperscaler“ qualifizieren derzeit Sandisks neueste Hochkapazitäts-SSDs für den Einsatz. Die Erlöse aus dem Rechenzentrumsgeschäft dürften in den kommenden Quartalsberichten eine Schlüsselrolle spielen.

Langfristig beobachten Investoren den typischen Halbleiterzyklus. Phasen extremer Profitabilität führen im Speichermarkt oft zu Überkapazitäten. Der aktuelle Konsens ist jedoch, dass der Aufbau der KI-Infrastruktur erst am Anfang steht. Für Sandisk und seine neue Optimus-Ära könnte der Höhenflug also noch lange weitergehen.

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