Samsung und SK Hynix brechen alle Rekorde dank KI-Boom
30.01.2026 - 08:37:11Die südkoreanischen Tech-Giganten Samsung Electronics und SK Hynix melden historische Gewinne. Getrieben wird der Boom von der globalen Gier nach Speicherchips für Künstliche Intelligenz.
Seoul – Der KI-Tsunami spült beispiellose Summen in die Kassen der weltweit führenden Speicherchip-Hersteller. Im Wettrennen um die beste Hardware für generative KI und riesige Rechenzentren sind Hochleistungsspeicher zum entscheidenden Engpass geworden. Die Folge: Preisexplosionen und Rekordgewinne für die südkoreanischen Marktführer.
Samsung: Gewinne verdreifachen sich im Rekordquartal
Samsung Electronics durchbrach im vierten Quartal 2025 alle bisherigen Schallmauern. Der operative Gewinn verdreifachte sich beinahe und erreichte ein Rekordhoch von 20,1 Billionen Won (rund 13,7 Milliarden Euro). Der Gesamtumsatz kletterte zeitgleich auf 93,8 Billionen Won.
Die treibende Kraft hinter diesem Wachstumsschub war eindeutig das Halbleitergeschäft. Die Device-Solutions-Sparte war für über 80 Prozent des Gesamtgewinns in den Schlussmonaten 2025 verantwortlich. Insbesondere das Geschäft mit High-Bandwidth Memory (HBM) – dem Spezial-DRAM für KI-Modelle – trieb die Zahlen in nie gesehene Höhen. Für das Gesamtjahr 2025 verbuchte Samsung einen Umsatz von 333,6 Billionen Won bei einem operativen Gewinn von 43,6 Billionen Won.
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SK Hynix: Historischer Jahresgewinn und Führung im HBM‑Markt
In einer historischen Zäsur überflügelte SK Hynix im Geschäftsjahr 2025 sogar den größeren Rivalen Samsung beim Jahresgewinn. Das Unternehmen meldete einen Rekordgewinn von 47,2 Billionen Won (etwa 35,4 Milliarden Euro) bei einem Umsatz von 97,15 Billionen Won. Das entspricht einer nahezu Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr.
Der Erfolg ist kein Zufall, sondern Resultat einer frühen und dominanten Position im lukrativen HBM‑Markt. SK Hynix ist ein Hauptlieferant für Chips des KI‑Beschleuniger‑Pioniers Nvidia. Diese strategische Platzierung zahlte sich mit dem generative‑AI‑Explosion voll aus. Im vierten Quartal erreichte die operative Marge sogar sagenhafte 58 Prozent. Der Umsatz mit HBM‑Chips hat sich 2025 mehr als verdoppelt.
Marktdynamik: Hyper‑Bull‑Phase für KI‑Speicher
Die aktuelle Marktsituation ist ein Lehrbuchbeispiel für Nachfrage, die das Angebot bei weitem übersteigt. Der Run auf KI‑Kapazitäten hat die Preise für HBM‑Chips in nur einem Quartal um 40 bis 50 Prozent in die Höhe getrieben. Experten sprechen von einer „Megacycle“, die alle bisherigen Boom‑Phasen der Branche in den Schatten stellt.
Während SK Hynix dank seiner HBM‑Fokussierung die Jahresgewinnkrone errang, holte sich Samsung im vierten Quartal den Titel des umsatzstärksten Speicherchip‑Anbieters zurück. Ein klares Zeichen für das Comeback des Konzerns, der im HBM‑Geschäft zuletzt aufgeholt hat.
Ausblick: Anhaltendes Wachstum und erbitterter Wettbewerb
Beide Unternehmen rechnen damit, dass die goldenen Zeiten des KI‑Booms auch 2026 anhalten. Die Branche wandelt sich: Statt zyklischer Schwankungen dominieren nun langfristige Verträge für maßgeschneiderte Produkte wie HBM.
Samsung kündigte an, noch im laufenden Quartal mit der Auslieferung der nächsten Chip‑Generation HBM4 zu beginnen. Das Ziel ist klar: die technologische Führung im High‑End‑Markt zurückzuerobern. Analysten erwarten, dass diese fortschrittlichen Chips zunächst an Schlüsselkunden wie Nvidia gehen.
Die Rekordgewinne markieren einen fundamentalen Wandel in der Halbleiterlandschaft. Die Nachfrage nach Hochleistungsspeicher wird mit der Weiterentwicklung der KI weiter wachsen – und die zentrale Rolle von Samsung und SK Hynix zementieren. Einige Prognosen aus der Wertpapierbranche sehen die kombinierten Betriebsgewinne beider Konzerne 2026 sogar auf bis zu 330 Billionen Won steigen. Eine Summe, die den Gesamtgewinn des restlichen südkoreanischen Unternehmenssektors in den Schatten stellen könnte.
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