Samsung, Naox

Samsung und Naox machen Hirngesundheit zum CES-Trend

07.01.2026 - 13:42:12

Während die CES 2026 in Las Vegas läuft, revolutionieren neue Wearables und Studien die mentale Gesundheitsvorsorge. Die Zeit einfacher Gehirnjogging-Apps ist vorbei.

Zwei Entwicklungen dominieren die Schlagzeilen: die Integration klinischer Neuro-Überwachung in Alltagsgeräte und bahnbrechende Erkenntnisse über die „inneren Uhren“ unseres Gehirns. Neue Daten zeigen: Mentale Schnelligkeit ist kein statisches Talent, sondern ein dynamischer Prozess. Er lässt sich durch Technologie und biometrische Faktoren gezielt optimieren.

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Eine Studie von Rutgers Health im Journal Nature Communications liefert eine neue Erklärung. Demnach arbeitet das Gehirn nicht mit einer einzigen Geschwindigkeit.

Es nutzt verschiedene „intrinsische neuronale Zeitskalen“ (INTs). Sensorische Areale reagieren blitzschnell, während assoziative Regionen für Entscheidungen langsamer takten. Die hohe kognitive Leistung entsteht nicht durch reines Tempo, sondern durch die effiziente Synchronisation dieser Systeme.

Das verändert den Ansatz für mentales Training grundlegend. Statt das Gehirn nur auf Geschwindigkeit zu trimmen, müssen Methoden nun das Wechseln zwischen diesen Zeitfenstern fördern. Eine Störung in diesem Timing-System könnte auch kognitive Defizite bei psychischen Erkrankungen erklären.

CES 2026: Vom Fitness-Tracker zum Neuro-Wächter

Auf der Technikmesse verschiebt sich der Fokus von Fitness hin zur „Cognitive Resilience“ – der kognitiven Widerstandsfähigkeit. Wearables werden zu Hirnscannern für den Alltag.

Samsungs „Brain Health“-Offensive

Samsung kündigt einen eigenen „Brain Health“-Dienst an. Das System nutzt Daten von Smartphone und Wearable – wie Gangart, Stimme und Schlaf –, um subtile Veränderungen der kognitiven Funktion zu erkennen.

Ziel ist es, frühe Anzeichen für eine verlangsamte Verarbeitung oder Demenz zu identifizieren, bevor klinische Symptome auftreten. Die Plattform soll dann personalisierte Gehirntrainings vorschlagen.

EEG für jedermann: Naox Wave Ohrhörer

Das französische Unternehmen Naox demokratisiert die Elektroenzephalografie (EEG). Die „Naox Wave“-Ohrhörer integrieren EEG-Sensoren direkt in kabellose In-Ear-Kopfhörer.

„Diese Technologie könnte für das Gehirn das leisten, was Herzfrequenzsensoren vor zehn Jahren für die Kardiologie taten“, sagt Berater Mathieu Letombe. Die Geräte messen Wachsamkeit, Fokus und mentale Ermüdung in Echtzeit. Nutzer können so ihre Arbeit an ihre aktuelle Verarbeitungsgeschwindigkeit anpassen.

Der Turbo-Effekt: Bewegung alle 3,5 Stunden

Abseits der High-Tech-Gadgets unterstreicht eine neue Studie die biologische Basis. Schon moderate Bewegung alle 3,5 Stunden kann die kognitive Verarbeitung signifikant beschleunigen.

Die Häufigkeit ist dabei wichtiger als die Intensität. Probanden mit regelmäßigen „Mikro-Bewegungen“ zeigten eine Verarbeitungsgeschwindigkeit, die einem um vier Jahre jüngeren Gehirn entsprach.

Auf der CES zeigen Withings und Abbott, wie sich dieser Zusammenhang nutzen lässt. Durch die Integration von Glukosedaten in die Withings-App wird der Einfluss des Stoffwechsels auf „Brain Fog“ sichtbar. Stabile Blutzuckerwerte sind der Treibstoff für mentale Klarheit.

Der objektive Beweis: Neuroplastizität messbar machen

Bisher war die Wirksamkeit von Gehirntraining schwer nachweisbar. Die Arbeit von Cumulus Neuroscience könnte das ändern. Das Unternehmen validierte eine Methode, Neuroplastizität mit einem trockenen EEG-Headset objektiv zu messen.

Über visuell evozierte Potenziale (VEP) zeigt sich, wie das Gehirn auf Reize reagiert und sich anpasst. „Dies ermöglicht es, die Wirksamkeit kognitiver Interventionen verlässlich zu messen“, sagt Brian Murphy, wissenschaftlicher Leiter bei Cumulus. Gehirntraining basiert damit nicht mehr auf subjektivem Gefühl, sondern auf harten Daten.

Wohin führt die Reise?

Die Kombination aus Grundlagenforschung und neuer Sensorik deutet auf einen Wendepunkt hin. Mentale Schnelligkeit wird zum messbaren Gesundheitswert – ähnlich wie Blutdruck.

Wenn der Kopfhörer für Musik warnt, dass die Verarbeitungskapazität sinkt, wird präventives Handeln zur natürlichen Reaktion. Kritisch bleibt die Datensicherheit. Die lokale Datenverarbeitung auf dem Gerät wird zum entscheidenden Kaufargument für Privatsphäre-bewusste Nutzer.

Für 2026 sind Software-Updates zu erwarten, die die neue Hardware nutzen. Große Gesundheits-Apps könnten noch in diesem Jahr „Kognitive Tagesformen“ einführen – eine morgendliche Prognose der mentalen Leistungsfähigkeit basierend auf Schlaf und nächtlicher Hirnaktivität.

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