Samsung treibt Satelliten-Kommunikation für Smartphones voran
20.01.2026 - 20:23:12Samsung festigt seine Vorreiterrolle bei der direkten Satelliten-Kommunikation für Smartphones. Eine erfolgreiche Live-Demonstration der 5G-NTN-Technologie ebnet den Weg für den Massenmarkt – und könnte die Mobilfunkbranche grundlegend verändern.
Vom Nischen- zum Standard-Feature
Die Ära, in der Mobilfunk ausschließlich auf terrestrische Masten angewiesen ist, neigt sich dem Ende zu. Samsung Electronics hat kürzlich einen Meilenstein für die direkte Satelliten-Kommunikation (Direct-to-Cell) erreicht. Ein erfolgreicher End-to-End-Test mit einem kommerziellen Samsung-Modem beweist: Die Technologie ist bereit, aus dem Notfall-Backup ein vollwertiges Kommunikationsmittel zu werden. Das Ziel ist klar: eine lückenlose globale Abdeckung, auch in entlegenen Regionen.
„Dieser Fortschritt markiert einen Wendepunkt für die gesamte Mobilfunkbranche“, analysieren Marktbeobachter. Die erfolgreiche Validierung von Samsungs Technologie wird den kommerziellen Rollout beschleunigen und das Fundament für hybride Netzwerke sowie die Innovationen des kommenden 6G-Standards legen.
Live-Demo beweist Alltagstauglichkeit
Auf der CES in Las Vegas zeigte Samsung Anfang Januar 2026 gemeinsam mit Keysight Technologies, was die nächste Generation kann: eine stabile 5G-NR-NTN-Verbindung über Satellit. Der Clou? Es kam ein seriennaher Samsung-Modem-Chipsatz zum Einsatz. Die Demonstration validierte den 3GPP Release-19-n252-Frequenzbereich, eine S-Band-Frequenz, die künftig von vielen Satellitenkonstellationen im niedrigen Erdorbit (LEO) genutzt werden soll.
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Doch Samsung ging noch weiter. Gezeigt wurde auch nahtlose Satelliten-zu-Satelliten-Mobilität. Das bedeutet: Ein Gerät kann die Verbindung halten, während es zwischen verschiedenen Satelliten wechselt – eine Grundvoraussetzung für kontinuierlichen Service unterwegs. Die Zusammenarbeit mit Keysight bewies zudem die herstellerübergreifende Interoperabilität, ein Schlüssel für ein zuverlässiges, globales NTN-Ökosystem.
Exynos-Modems als technologische Basis
Die Ambitionen des südkoreanischen Tech-Riesen fußen auf seiner Expertise in der Halbleiterfertigung. Während frühere Tests noch auf das Exynos 5300 Modem setzten, arbeitet das Unternehmen bereits an leistungsfähigeren Nachfolgern wie dem erwarteten Exynos Modem 5410. Diese Chips sollen nicht nur Notfall-SMS, sondern umfassende Zwei-Wege-Kommunikation ermöglichen.
Das Ziel sind HD-Bilder und Videos, die direkt über den Satellitenlink geteilt werden können. Gerüchten zufolge könnten kommende Top-Modelle wie die Galaxy S26-Serie sogar Satelliten-Sprachtelefonie und Videoanrufe in geringer Qualität unterstützen. Durch die Integration der NTN-Technologie direkt in den Modem-Chip entfällt zudem ein separater, stromhungriger Antennen-Chip. Das gibt Geräteherstellern mehr Gestaltungsspielraum.
Erster Praxistest bereits in Europa
Noch bevor die nächste Modem-Generation marktreif ist, findet Samsungs Technologie bereits praktische Anwendung. Seit Mitte Januar 2026 bietet der ukrainische Mobilfunkanbieter Kyivstar den „Starlink Direct to Cell“-Dienst für kompatible Samsung-Galaxy-Smartphones an. Es ist das erste Mal in Europa, dass ein Mobilfunkanbieter Satelliten-Konnektivität für normale Smartphone-Nutzer in einem 4G-Netz ermöglicht.
Nutzer können in Gebieten ohne herkömmlichen Mobilfunkempfang SMS versenden und empfangen. Das Smartphone erkennt das Kyivstar-SpaceX-Satellitennetzwerk automatisch und baut eine Verbindung auf. Dieser reale Einsatz demonstriert eindrucksvoll den Nutzen der Technologie für die Kommunikations-Resilienz, besonders in Krisengebieten oder nach Naturkatastrophen.
Wettlauf um die Vorherrschaft im All
Das Jahr 2026 wird in der Branche als Wendepunkt gesehen, an dem Satelliten-Konnektivität vom Nischenfeature zur notwendigen Ausstattung von Flaggschiff-Smartphones wird. Samsung positioniert sich damit stark in einem Wettbewerbsfeld, in dem auch Apple mit seinen satellitengestützten Notruffunktionen aktiv ist. Samsungs Strategie zielt jedoch darauf ab, über reine Notfallfunktionen hinauszugehen und robuste Zwei-Wege-Kommunikation zu etablieren.
Die Mainstream-Einführung durch einen Major wie Samsung dürfte den Innovationsdruck auf die gesamte Industrie und insbesondere auf Telekom-Anbieter erhöhen. Für den Endnutzer könnte die Grenze zwischen terrestrischem und nicht-terrestrischem Service zunehmend verschwimmen. Ein entscheidender Schritt, um Milliarden Menschen in abgelegenen Regionen zu erreichen.
Der Weg in die hypervernetzte 6G-Ära
Samsung treibt die NTN-Entwicklung weiter voran, um fundamentale Bausteine für das 6G-Zeitalter zu legen. Die Vision ist ein nahtloses „Internet of Everything“ (IoE), in dem Satelliten-Kommunikation eine tragende Rolle spielt – sei es für autonome Fahrzeuge oder urbane Luftmobilität.
Die erfolgreiche Validierung der wichtigsten NR-NTN-Frequenzbänder n252, n255 und n256 schafft eine stabile Plattform für Modem-Hersteller, Satellitenbetreiber und Gerätebauer. Verbraucher können erwarten, dass Satelliten-Konnektivität in den kommenden Jahren zum Standard in High-End-Smartphones wird. Mit weiterer Reife der Technologie und dem Ausbau der Satelliten-Konstellationen werden die Dienste leistungsfähiger und erschwinglicher. Das Ziel ist klar: die letzten weißen Flecken auf der Kommunikations-Landkarte zu tilgen.
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