Samsung, Software-Support

Samsung streicht Software-Support für 42 beliebte Galaxy-Modelle

31.12.2025 - 14:10:12

Samsung stellt den Software-Support für 42 beliebte Modelle ein, darunter Flaggschiffe von 2020. Nutzer müssen mit erhöhten Sicherheitsrisiken rechnen.

Samsung stellt den Software-Support für Dutzende beliebte Smartphones und Tablets ein. Ab sofort erhalten 42 Modelle keine Sicherheits-Updates mehr. Betroffen sind ehemalige Flaggschiffe wie die Galaxy S20-Serie und die letzten Galaxy Note 20-Modelle.

Für Millionen Nutzer bedeutet das ein klares Sicherheitsrisiko. Ungeschlossene Lücken im Android-System und in Samsungs One UI machen die Geräte anfälliger für Angriffe. Besitzer sollten besonders bei Banking-Apps vorsichtig sein.

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Diese Galaxy-Modelle sind betroffen

Die Streichliste ist lang und trifft vor allem Geräte aus den Jahren 2020 und 2021. Die Update-Garantie für diese Generationen ist nun unwiderruflich abgelaufen.

  • Flaggschiffe: Die gesamte Galaxy S20-Serie, einschließlich des S20 FE, sowie das Galaxy Note 20 und Note 20 Ultra.
  • Mittelklasse: Beliebte Modelle wie das Galaxy A51, A71 und deren 5G-Varianten.
  • Tablets: Unter anderem das Galaxy Tab S7 FE und das Tab S6 Lite (2020/2022).

Gerade Mittelklasse-Smartphones werden oft über Jahre weitergereicht. Die tatsächliche Zahl der betroffenen Nutzer dürfte daher sehr hoch sein.

Doppeltes Problem: Auch Google-Updates stocken

Die Lage verschärft sich durch ein zweites Problem. Berichten zufolge erhalten viele Samsung-Geräte seit Monaten keine aktuellen Google Play System-Updates mehr. Diese Sicherheits-Patches für zentrale Android-Komponenten kommen direkt von Google.

Experten warnen vor der gefährlichen Kombination: Ohne Hersteller-Updates und mit veralteten Google-Komponenten wird das Gerät zum leichten Ziel für Malware und Phishing-Angriffe. Selbst neuere Samsung-Modelle hinken bei diesen Updates oft hinterher – bei den jetzt abgekündigten ist keine Besserung mehr zu erwarten.

Warum Samsung den Support jetzt einstellt

Hinter dem massiven Schnitt steckt eine einfache Logik der Branche. Mit dem Ende der Produktion einer Modellreihe beginnt der Countdown für den garantierten Support. Für die betroffenen Geräte endet nun der vertraglich zugesicherte Zeitraum von vier Jahren Sicherheits-Updates.

Aus Samsungs Sicht ist die Pflege von über 40 alten Hardware-Konfigurationen ein enormer Aufwand. Die Entwickler-Ressourcen werden dringend für neue Projekte wie die Galaxy S26-Serie und KI-Funktionen in One UI 8 benötigt.

Geplanter Verschleiß oder notwendiger Schnitt?

Die Reaktionen auf den Support-Stopp sind gespalten. Marktbeobachter sehen darin einen notwendigen Schritt, um im harten Wettbewerb mit Apple und Xiaomi mithalten zu können.

Kritiker und Verbraucherschützer hingegen sprechen von geplanter Obsoleszenz. Sie fordern viel längere Update-Garantien für funktionierende Hardware – eine Forderung, die auch in der EU zunehmend Gehör findet. Immerhin: Bei aktuellen Modellen ab der S24-Serie garantiert Samsung bereits sieben Jahre Updates.

Was Besitzer jetzt tun können

Für Nutzer der betroffenen Modelle bleiben nur wenige Optionen. Die Weiternutzung geschieht auf eigenes Risiko. Sicherheitsexperten raten dringend davon ab, sensible Apps für Banking oder Bezahlen weiterzuverwenden.

Der Markt reagiert bereits: Auf Re-Commerce-Plattformen sind die Ankaufspreise für Geräte wie das S20 oder Note 20 in den letzten Tagen spürbar gefallen. Für ein Upgrade könnte der Januar interessant werden. Mit der erwarteten Vorstellung der S26-Serie dürften die Preise für die länger unterstützten S24- und S25-Modelle weiter sinken.

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