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Samsung fertigt Teslas KI-Chips für 16,5 Milliarden Euro

19.01.2026 - 16:47:11

Tesla sichert sich langfristig die Produktion seiner AI6-Chips bei Samsung und beschleunigt die Entwicklung für autonome Fahrzeuge und Roboter. Die Partnerschaft stärkt beide Unternehmen im Wettbewerb um KI-Hardware.

Tesla und Samsung schmieden eine strategische Allianz, die den Wettlauf um künstliche Intelligenz und autonomes Fahren neu definiert. In einem Milliarden-Deal wird der südkoreanische Konzern die nächste Generation von KI-Prozessoren für Elon Musks Unternehmen bauen.

Der Vertrag über rund 16,5 Milliarden Euro sichert Tesla langfristig die Produktion seiner hauseigenen AI6-Chips. Diese Spezialprozessoren sind das Herzstück für Teslas ehrgeizigste Projekte: die Vollautonomie-Software (Full Self-Driving), den humanoiden Optimus-Roboter und riesige KI-Trainingscluster in den Rechenzentren. Gefertigt werden die Chips ab diesem Jahr in Samsungs nagelneuer Halbleiterfabrik in Taylor, Texas.

Für Samsung ist der Auftrag ein strategischer Coup im harten Wettbewerb mit dem Branchenprimus TSMC. Tesla wiederum diversifiziert damit gezielt seine Lieferkette und verankert die Produktion fortschrittlichster KI-Hardware in den USA. Ein klassischer Win-Win-Deal also?

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Teslas Turbo-Roadmap: Neuer KI-Chip alle neun Monate

Die Dringlichkeit der Partnerschaft wird durch Teslas atemberaubendes Entwicklungstempo klar. Firmenchef Elon Musk kündigte kürzlich an, den Design-Zyklus für künftige Chips radikal zu verkürzen. Statt wie bisher etwa drei Jahre soll die Entwicklung für die Nachfolger AI7, AI8 und AI9 nur noch neun Monate dauern.

Der AI6-Chip, auch Hardware 6 genannt, ist als einheitliche Architektur konzipiert. Sie soll über alle Tesla-Produkte – vom Auto über den Roboter bis zur Cloud – skalieren. Diese Integration soll Leistung steigern und Updates vereinfachen. Hergestellt wird der Chip in Samsungs modernsten 2- und 3-Nanometer-Verfahren. Diese miniaturisierten Strukturen sind entscheidend, um die gewaltigen Rechenanforderungen der KI zu bewältigen.

Teslas erklärtes Ziel ist ehrgeizig: Die eigenen Chips sollen zum meistproduzierten KI-Prozessor der Welt werden. Kann der Konzern dieses Tempo durchhalten?

Samsungs großer Wurf in Texas

Das Milliarden-Geschäft bis 2033 ist eine Lebensversicherung für Samsungs junge US-Fabrik. Es beweist, dass der Konzern technologisch mit der Weltspitze mithalten kann. Branchenkenner führen den Deal auch auf direkte Gespräche zwischen Samsung-Chef Lee Jae-yong und Elon Musk zurück.

Die Kooperation geht weit über den Fahrzeug-Chip hinaus. Samsung soll auch Prozessoren für Teslas Dojo-Supercomputer der dritten Generation fertigen. Diese Rechenmonster trainieren die Autonomie-KI mit Daten aus der Millionen-Flotte. Zudem liefert Samsungs System-LSI-Sparte künftig 5G-Automotive-Modems für Teslas geplante Robotaxis und neue Fahrzeugmodelle.

Die Botschaft ist klar: Samsung wird zum systemkritischen Zulieferer für Teslas gesamte Technologie-Ökosphäre.

Doppel-Strategie gegen Chip-Engpässe

Teslas Entscheidung für eine Dual-Foundry-Strategie mit Samsung und TSMC ist klug. Sie spiegelt die gewaltigen Mengenambitionen wider und schützt vor Lieferketten-Risiken. Während TSMC wohl den Vorgänger AI5 produziert, ist Samsung der Schlüsselpartner für die AI6-Generation und darüber hinaus.

Der Trend zu eigenentwickelter, hochleistungsfähiger Hardware ist in der Automobil- und Robotikbranche gesetzt. Standardprozessoren genügen den Anforderungen autonomer Systeme längst nicht mehr. Doch der Weg ist steinig: Chips für Automobile müssen extremen Sicherheits- und Zuverlässigkeitsstandards wie ISO 26262 genügen – eine viel höhere Hürde als bei Consumer-Elektronik.

Kann Tesla den angepeilten Neun-Monats-Rhythmus wirklich durchhalten? Analysten vermuten eine platformbasierte Strategie, bei der Kernarchitekturen weiterentwickelt und nur gezielt verbessert werden. Der Erfolg dieser Taktik wird entscheidend sein, um den Vorsprung vor traditionellen Autobauern und Tech-Konzernen im KI-Rennen zu halten.

Countdown für die Massenproduktion 2026

Jetzt geht es an die Umsetzung. Die Serienproduktion des AI6-Chips in Texas soll 2026 anlaufen, parallel zum Hochfahren der Fabrik. Erste Muster des AI5 werden ebenfalls 2026 erwartet, doch die ausreichenden Mengen für Fahrzeuge dürften erst 2027 erreicht sein.

Das bedeutet: Neue Modelle wie das erwartete Cybercab könnten zunächst mit aktueller Hardware starten und später auf die leistungsstärkeren AI5- und AI6-Plattformen umgestellt werden.

Die Partnerschaft zwischen Samsung und Tesla wird zu einem bestimmenden Faktor im Kampf um die KI-Vorherrschaft. Mit wachsenden Produktionszahlen und komplexeren KI-Modellen werden Kapazität und Technologie der Halbleiterpartner immer wichtiger. Dieser Deal verankert einen bedeutenden Teil der Zukunft autonomer Technologie in den USA – und setzt neue Maßstäbe für die Zusammenarbeit zwischen Auto-Innovatoren und Chip-Giganten.

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