Samsung baut KI-Talente mit Universität Madras aus
16.01.2026 - 00:39:12Samsung startet mit der traditionsreichen Universität Madras ein Ausbildungszentrum für 5.000 Studierende in Indien. Der Technologiekonzern reagiert damit auf den akuten Fachkräftemangel in Zukunftstechnologien wie Künstlicher Intelligenz (KI) und Big Data. Für Deutschland und Europa ist dies ein Signal: Der globale Wettlauf um die besten KI-Talente hat eine neue Dynamik erhalten.
Das Samsung Innovation Campus bietet ein maßgeschneidertes Programm, das Theorie und Praxis verbindet. Im Fokus steht ein KI-Kurs mit 270 Stunden Unterricht und einem 80-stündigen Abschlussprojekt. Ähnlich intensive Zertifikatskurse gibt es für Internet der Dinge (IoT) und Big Data mit je 160 Stunden Training plus Projektarbeit. Ein Programmiermodul gipfelt in einem dreitägigen Hackathon.
Diese projektorientierte Ausrichtung soll die Beschäftigungsfähigkeit der Absolventen erhöhen. Sie lernen nicht nur Konzepte, sondern wenden sie auf reale Herausforderungen an. Partner ist der indische Elektronik-Branchenverband ESSCI, der international anerkannte Zertifikate vergibt.
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Nationale Mission mit ehrgeizigen Zielen
Das Projekt in Tamil Nadu ist Teil einer nationalen Offensive. Samsung will 2025 insgesamt 20.000 Studierende in Indien schulen – eine Versechsfachung gegenüber dem Vorjahr. Allein das Ziel in Tamil Nadu (5.000 Personen) macht ein Viertel dieses Plans aus.
Seit dem Start in Indien 2022 hat das Programm bereits 6.500 Personen bis Ende 2024 qualifiziert. Mit der aktuellen Expansion soll die Gesamtzahl bis Ende 2025 auf 26.500 steigen. Das Programm läuft mittlerweile in zehn Bundesstaaten und richtet sich gezielt an unterversorgte und ländliche Gemeinden.
Ein besonderer Fokus liegt auf Geschlechtergerechtigkeit. National stellen Frauen 44 Prozent der Teilnehmer. Neben der technischen Ausbildung umfasst die Initiative auch Soft Skills und Unterstützung bei der Jobvermittlung.
Strategische Partnerschaft im globalen KI-Wettlauf
Die Kooperation fällt in eine Zeit, in der Indien aggressiv den Aufstieg zum globalen KI-Zentrum vorantreibt. Initiativen wie das Samsung Innovation Campus sind entscheidend, um die benötigten Fachkräfte für dieses Ziel zu entwickeln. Durch die Partnerschaft mit der renommierten Universität Madras erschließt sich Samsung ein großes akademisches Netzwerk direkt an der Quelle.
Der Fokus auf praktische Anwendung und industrierelevante Fähigkeiten adressiert eine häufige Kritik an traditionellen Bildungssystemen: Sie hinken dem rasanten technologischen Wandel oft hinterher. Die integrierte Platzierungsunterstützung macht das Programm für Studierende noch attraktiver und eröffnet einen klaren Weg von der Ausbildung in den Beruf.
Dieses Modell der Unternehmens-Akademie-Partnerschaft könnte eine Blaupause für andere Konzerne sein, die zu Indiens digitaler Transformation beitragen und gleichzeitig eigene Talentpools aufbauen wollen. Die Betonung von KI ist hochaktuell. Samsung hat eine positive Geschäftsprognose für Indien 2026 angekündigt, angetrieben von einer beschleunigten Strategie zur KI-Integration in allen Produktlinien – von Mobilgeräten bis zu Haushaltsgeräten. Der Aufbau eines robusten Ökosystems von KI-versierten Ingenieuren in Indien ist integraler Bestandteil dieser Strategie.
Erste Kohorte startet unmittelbar
Die erste Gruppe von 50 Studierenden verschiedener Fachrichtungen wie Informatik, Handel und Betriebswirtschaft beginnt nun mit ihrer KI-Ausbildung. Nach der Pilotphase an der Universität Madras wird das Programm auf angeschlossene Colleges ausgeweitet, um die Reichweite in Tamil Nadu deutlich zu vergrößern.
Hochschulvertreter planen bereits, diese Zertifikatskurse auf alle Zweige der Universität auszudehnen. Dies zeigt eine starke institutionelle Unterstützung und eine langfristige Vision für die Partnerschaft. Samsungs Angebot, die ausgebildeten Studierenden bei der Jobsuche zu unterstützen, ist ein entscheidender Faktor, um den Erfolg des Programms in konkrete Karrierewege zu übersetzen.
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