Salzburg verschärft Jagd auf leerstehende Wohnungen
12.01.2026 - 00:55:12Die Stadt erhöht den Druck auf Eigentümer leerstehender Immobilien. Mit der nahenden Frist zur Meldung der Leerstandsabgabe Mitte Februar kündigt das Wohnressort striktere Kontrollen an. Ziel ist es, mehr Wohnraum in einem der teuersten Märkte Österreichs zu mobilisieren.
Für Eigentümer tickt die Uhr: Bis zum 15. Februar müssen die Erklärungen zur Wohnungsleerstandsabgabe für das Vorjahr eingereicht sein. Die Stadt nutzt den Termin für eine offensive Kampagne – und warnt vor schärferen Überprüfungen.
Die Abgabe fällt an, wenn eine Wohnung länger als 26 Wochen im Jahr unbewohnt bleibt. Die Tarife sind gestaffelt und können für große Neubauwohnungen bis zu 5.000 Euro pro Jahr betragen. Bisherige Einnahmen blieben jedoch hinter den Erwartungen zurück: Rund 42.000 Euro im letzten Jahr deuten aus Sicht der Stadt auf eine hohe Dunkelziffer hin.
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Datenabgleich entlarvt „Scheinbewohner“
Ein zentraler Hebel der neuen Strategie ist der technologische Abgleich von Daten. Die Behörden wollen Verbrauchsdaten konsequenter nutzen, um echten Leerstand aufzuspüren.
Stromzähler, die über Monate kaum Verbrauch anzeigen, obwohl eine Person gemeldet ist, werden zum Alarmzeichen. Ins Visier geraten vor allem Wohnungen, die offiziell als Hauptwohnsitz geführt werden, faktisch aber als Kapitalanlage leerstehen oder nur sporadisch als „Festspielwohnung“ genutzt werden. Eine kürzlich abgeschlossene Studie soll im Frühjahr in konkrete Handlungsanweisungen fließen.
Förderung als zweites Standbein
Parallel zur strengeren Ahndung setzt die Politik auf Anreize. Seit Anfang Januar ist die Antragstellung für die Salzburger Wohnbauförderung wieder geöffnet.
Das Land hat die Fördertöpfe neu justiert, um insbesondere Eigentumsbildung und Nachverdichtung zu unterstützen. Die Kombination aus Förderung für die Schaffung von Wohnraum und Strafzahlung für Leerstand bildet den Kern der aktuellen Strategie. Die Richtlinien sehen unter anderem nicht rückzahlbare Einmalzuschüsse vor.
Ein Kampf gegen Windmühlen?
Die Salzburger Maßnahmen stehen exemplarisch für ein bundesweites Problem. Die Stadt gilt als Testlabor für die Wirksamkeit solcher Abgaben unter extremen Marktbedingungen.
Interessenvertretungen der Eigentümer äußern Skepsis. Sie argumentieren, bürokratische Hürden und Renovierungsstaus seien oft die wahren Gründe für Leerstand, nicht bloße Spekulation. Kritiker monieren zudem, die Abgabehöhe sei für wohlhabende Investoren zu niedrig, um wirklich wehzutun – eine Grenze, an der die Stadt durch Landes- und Bundesrecht gebunden ist.
Die größte Herausforderung bleibt die Diskrepanz zwischen gemeldeten und tatsächlich verfügbaren Wohnungen. Während offizielle Register nur wenige Dutzend abgabepflichtige Einheiten ausweisen, gehen Schätzungen von Raumplanern von einer viel höheren Zahl aus.
Der nächste entscheidende Meilenstein folgt im Mai. Dann soll ein detaillierter Amtsbericht vorliegen, der die Grundlage für mögliche weitere politische Initiativen bilden könnte. Für den Salzburger Immobilienmarkt bleibt 2026 ein Jahr der regulatorischen Weichenstellungen.
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