Saarland, Förderung

Saarland verdoppelt Förderung für Meister und Unternehmensnachfolger

24.01.2026 - 02:45:12

Das Saarland erhöht die Prämie für Meisterabsolventen auf 2.000 Euro und zahlt 2.500 Euro für Betriebsgründung oder -übernahme, um den Mittelstand zu stärken.

Das Saarland geht mit einem massiven finanziellen Anreiz gegen den Fachkräftemangel und die drohende Nachfolgekrise im Mittelstand vor. Ab sofort erhalten Absolventen von Meister- und Fortbildungsprüfungen 2.000 Euro Aufstiegsbonus – doppelt so viel wie bisher. Neu ist ein Gründer- und Nachfolgebonus von 2.500 Euro für die Übernahme oder Neugründung eines Betriebs.

Verdoppelter Bonus als Signal für berufliche Bildung

Die Verdopplung des Aufstiegsbonus auf 2.000 Euro ist ein klares Bekenntnis zur Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung. Die Prämie honoriert den erfolgreichen Abschluss von Meisterprüfungen oder gleichwertigen Fortbildungen in gewerblich-technischen und kaufmännischen Berufen. Sie gilt rückwirkend für alle, die ihre Prämie ab dem 1. Januar 2026 absolvieren.

„Beruflicher Aufstieg verdient Anerkennung und konkrete Unterstützung“, so die Botschaft der Landesregierung. Die Handwerkskammer des Saarlandes begrüßt die Maßnahme als wichtige Starthilfe. Das gesamte Förderprogramm wurde zudem bis Ende 2028 verlängert und bietet so langfristige Planungssicherheit.

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2.500 Euro für Gründer und Betriebsnachfolger

Die zweite Säule des Pakets ist der neue Gründer- und Nachfolgebonus in Höhe von 2.500 Euro. Er richtet sich gezielt an Meisterabsolventen, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagen. Gefördert werden drei Wege: die komplette Neugründung, die Übernahme eines bestehenden Betriebs oder der Erwerb einer Sperrminorität von mindestens 25 Prozent.

Die Dringlichkeit ist groß: Allein im saarländischen Handwerk stehen in den nächsten fünf Jahren etwa 2.000 Betriebe zur Übergabe an. Ohne Nachfolger droht die Stilllegung gesunder Unternehmen und der Verlust von Arbeitsplätzen. Der Bonus soll einen zusätzlichen finanziellen Anreiz schaffen, diese Verantwortung zu übernehmen. In Kombination mit dem Aufstiegsbonus bedeutet das eine Starthilfe von bis zu 4.500 Euro.

Strategie gegen Fachkräftemangel und für KMU

Hinter den Prämien steckt eine klare Strategie. Sie sollen einen positiven Kreislauf in Gang setzen: Attraktivere Weiterbildungen führen zu mehr hochqualifizierten Absolventen. Diese werden durch die Gründungsprämien motiviert, Betriebe zu übernehmen oder zu gründen. So werden Arbeitsplätze gesichert, Innovation gefördert und der Fachkräftebedarf langfristig gedeckt.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) betont, dass die Maßnahmen die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten saarländischen Wirtschaft stärken. Es geht um nicht weniger als den Erhalt des wirtschaftlichen Rückgrats der Region: der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU).

Saarland folgt bundesweitem Trend

Mit seiner Initiative steht das Saarland nicht allein. Bundesländer wie Bayern oder Rheinland-Pfalz setzen seit Jahren auf ähnliche Instrumente, um die berufliche Bildung zu stärken. Die Höhe der Prämien variiert dabei meist zwischen 1.000 und 3.000 Euro.

Die Nachfolgeproblematik ist ein deutschlandweites Phänomen. In den kommenden Jahren stehen bundesweit Hunderttausende Betriebe vor dem Generationswechsel. Da familieninterne Lösungen seltener werden, steigt der Bedarf an externen Nachfolgern aus den Reihen der Meisterabsolventen. Der saarländische Nachfolgebonus ergänzt dabei bestehende Förderprogramme von KfW oder BAFA.

Langfristiger Impuls für den Mittelstand

Experten erwarten, dass die finanziellen Anreize die Gründungsdynamik im Saarland spürbar beleben werden. Besonders im Handwerk könnte es zu mehr Betriebsübergaben an junge Meisterinnen und Meister kommen.

Die Ausrichtung der Programme bis Ende 2028 gibt angehenden Gründern verlässliche Perspektiven. Wer heute eine Weiterbildung beginnt, kann mit den Boni bei Abschluss rechnen. Wirtschaftsverbände haben den Impuls einstimmig begrüßt. Ob die Maßnahme Schule macht und als Vorbild für andere Regionen dient, wird die Entwicklung der Gründungsstatistiken in den kommenden Jahren zeigen.

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