Rubikon-Modell, Neujahrsvorsätze

Rubikon-Modell: Warum Ihre Neujahrsvorsätze jetzt scheitern

09.01.2026 - 12:44:11

Psychologisches Modell zeigt, dass Motivation allein nicht ausreicht. Entscheidend ist der Übergang vom Wunsch zur verbindlichen Absicht mit konkreten Plänen.

Neun Tage nach Neujahr geben viele ihre guten Vorsätze bereits auf. Experten sehen den Grund dafür in einem klassischen Fehler: Sie verwechseln Motivation mit tatsächlichem Handlungswillen. Das bewährte Rubikon-Modell der Handlungsphasen erklärt, warum der Schritt vom Wunsch zur Tat so oft misslingt.

Genau hier setzt das Rubikon-Modell an. Entwickelt von den Psychologen Heinz Heckhausen und Peter M. Gollwitzer, beschreibt es vier psychologische Phasen, die jeder durchlaufen muss, um ein Ziel zu erreichen. Der namensgebende Fluss Rubikon markiert den Punkt, an dem aus einem Wunsch eine verbindliche Absicht wird.

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Die Volitions-Lücke: Wenn der Wille nicht zum Handeln reicht

Vage Ziele und fehlende Struktur sind die Hauptgründe für das frühe Scheitern. Die reine Motivation – also der Wunsch, etwas zu ändern – reicht nicht aus. Entscheidend ist die Volition, die willentliche Umsetzungskraft.

Die vier Phasen zum Ziel

1. Die Abwägephase: Was will ich wirklich?

Hier geht es ums Abwägen. Welcher Wunsch ist mir am wichtigsten? Was spricht dafür, was dagegen? In dieser motivationalen Phase ist eine nüchterne, realistische Betrachtung entscheidend. Der häufigste Fehler: Man überspringt diese Phase und stürzt sich unvorbereitet in ein Vorhaben.

2. Der Rubikon-Übergang: Die Entscheidung fällt

Sobald die Wahl getroffen ist, wird der Rubikon überschritten. Aus einem vagen „Ich möchte“ wird ein klares „Ich werde“. Diese Entscheidung ist unwiderruflich. Das Gehirn schaltet um: Es blendet plötzlich Zweifel aus und fokussiert sich nur noch auf die Frage, wie das Ziel erreicht werden kann.

3. Die Handlungsphase: Die Umsetzung beginnt

Jetzt wird gehandelt. Die Qualität dieser Phase hängt direkt von der Vorbereitung ab. Je konkreter der Plan in Phase 2 war, desto leichter fällt jetzt die Ausführung. Es geht nur noch ums Machen.

4. Die Bewertungsphase: Habe ich es geschafft?

Ist die Handlung abgeschlossen, wird das Ergebnis bewertet. Wurde das Ziel erreicht? Diese Phase ist wichtig für künftige Projekte und entscheidet darüber, ob nachjustiert werden muss.

Der Geheimtipp: „Wenn-Dann“-Pläne

Ein zentrales Werkzeug für die Phase nach dem Rubikon-Übergang sind Implementierungsintentionen, besser bekannt als „Wenn-Dann“-Pläne.
Die Formel ist simpel: „Wenn Situation X eintritt, dann führe ich Verhalten Y aus.“

Forschungsergebnisse belegen die Wirksamkeit. Solche Pläne automatisieren die Entscheidung. Statt bei Müdigkeit oder Ablenkung erneut Willenskraft aufbringen zu müssen, folgt man einfach dem vorformulierten Plan. Das entlastet das Gehirn und erhöht die Erfolgschancen erheblich.

Struktur schlägt blanken Willen

Die aktuelle Rückbesinnung auf das Rubikon-Modell spiegelt einen Trend wider: Weg von der „Hustle Culture“, die nur auf Durchhaltevermögen setzt, hin zu durchdachten Systemen.
In einer Welt voller Ablenkungen ist Aufmerksamkeit knapp. Das Modell hilft, diese Ressource zu schützen. Nach dem Überschreiten des Rubikons schirmt ein „geschlossenes Mindset“ den Plan vor störenden Zweifeln und Alternativen ab. Wer ständig seine Entscheidung hinterfragt, kommt nie in den Handlungsfluss.

Fazit: Haben Sie Ihren Rubikon schon überschritten?

Wer seine Vorsätze für dieses Jahr noch retten will, sollte eine einfache Frage stellen: Habe ich den Rubikon wirklich überschritten oder wäge ich immer noch ab?
Der Erfolg hängt weniger davon ab, wie sehr man etwas will, sondern ob ein konkreterPlan für die Hindernisse des Alltags bereitliegt. Diejenigen, die diese Struktur haben, werden ihre Ziele mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit erreichen.

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