Rossmann warnt erneut vor gefälschten Gewinnspielen
31.01.2026 - 01:10:11Betrüger locken aktuell mit gefälschten Rossmann-Gewinnspielen nach persönlichen Daten. Die Masche verbreitet sich vor allem über WhatsApp und Facebook und zielt auf Smartphone-Nutzer ab. Die Täter nutzen das Vertrauen in die bekannte Drogeriemarke aus, um an wertvolle Informationen für kriminelle Zwecke zu gelangen.
So funktioniert die dreiste Datenfalle
Die Methode ist alt, aber immer noch erfolgreich. Kriminelle erstellen täuschend echte Nachrichten und Webseiten, die offizielle Rossmann-Aktionen imitieren. Sie versprechen hochwertige Gutscheine oder Produktpakete. Das eigentliche Ziel ist jedoch nicht die Preisvergabe, sondern das Abgreifen von Namen, Adressen und Telefonnummern.
Die gefälschten Links landen oft als Kettenbriefe in Messenger-Chats. Um am „Gewinnspiel“ teilzunehmen, müssen Opfer eine Umfrage ausfüllen oder ein Spiel absolvieren – und anschließend ihre Daten eingeben. Häufig wird auch die Weiterleitung an Freunde verlangt, was die Verbreitung der Masche beschleunigt. Rossmann distanziert sich auf seiner Webseite ausdrücklich von diesen Aktionen.
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Gestohlene Daten sind ein lukratives Geschäft
Hinter den Lockangeboten steckt ein milliardenschwerer Schwarzmarkt. Die erbeuteten Daten werden gebündelt und verkauft. Die Folgen für Betroffene reichen von Spam-Fluten und Werbeanrufen bis zu gezielten Phishing-Angriffen auf Bankdaten. Manchmal führen die Links auch direkt in teure Abofallen.
Einmal im Umlauf, sind die persönlichen Informationen kaum wieder einzufangen. Verbraucherschützer warnen daher eindringlich vor der Teilnahme. Rossmann betont: Das Unternehmen fragt bei echten Gewinnspielen niemals sensible Bankdaten ab.
Fünf Warnsignale für Fake-Gewinnspiele
Nutzer können sich schützen, indem sie auf klare Merkmale achten:
- Die falsche Adresse: Echte Aktionen laufen nur über
rossmann.deoder die offizielle App. Betrüger nutzen ähnlich klingende URLs. - Fehlende Rechtstexte: Seriöse Gewinnspiele haben ein Impressum und klare Teilnahmebedingungen.
- Der fehlende Haken: Echte Social-Media-Profile von Unternehmen sind mit einem blauen Verifizierungshaken gekennzeichnet.
- Der Kettenbrief-Effekt: Die Aufforderung, eine Nachricht weiterzuleiten, ist ein klassisches Betrugsmuster.
- Das zu gute Angebot: Ist der Gewinn zu groß, um wahr zu sein? Dann ist er das meistens auch.
Warum Marken wie Rossmann so attraktive Ziele sind
Die Taktik heißt Brandjacking: Kriminelle kapern den guten Ruf großer Marken. Rossmann ist dabei kein Einzelfall; viele Einzelhändler sind betroffen. Die Angriffe sind über soziale Medien einfach zu verbreiten und skalieren gut. Für die Täter lohnt sich schon eine geringe Erfolgsquote.
Die Strafverfolgung bleibt schwierig, da die Täter oft aus dem Ausland agieren und ihre Spuren im Netz verwischen. Verbraucherschützer raten zu grundsätzlicher Skepsis bei unerwarteten Gewinnbenachrichtigungen. Im Zweifelsfall sollte man immer die offizielle Unternehmens-Webseite direkt aufrufen. Wer auf eine Masche hereinfällt, sollte den Absender blockieren und Freunde warnen.


