Rosenheim: Blaupause für die digitale Verwaltung
21.01.2026 - 03:45:12Rosenheim hat als erste bayerische Stadt seine gesamte Verwaltung in die Cloud verlegt. Das Projekt gilt als Modell für Deutschlands Kommunen.
Die Stadt vollzog einen der umfassendsten IT-Umbauten im öffentlichen Sektor. Bis zum 20. Januar 2026 wurden Kernverwaltung, städtische Betriebe und alle 15 Schulen auf eine einheitliche Microsoft 365-Plattform migriert. Dieser Schritt ist ein zentraler Baustein der „IT- und Digitalisierungsstrategie 2035“ und soll Rosenheim zur Smart City machen. Für andere Kommunen, die mit veralteter Technik kämpfen, könnte der Ansatz wegweisend sein.
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Der Druck zum Handeln war groß: Der Herstellersupport für kritische Systeme wie Windows 10 lief aus. Statt einzelner Updates wählte die Stadt eine Gesamtlösung. Partner war der IT-Dienstleister conet. Die größte Herausforderung war die Integration der Schulen. Hier mussten datenschutzkonforme Schülerkonten und digitale Klassenräume bereitgestellt werden, ohne den Unterricht zu stören. Für die Verwaltungsmitarbeiter schafft die neue Plattform nun einen einheitlichen digitalen Arbeitsplatz.
Der Balanceakt der digitalen Souveränität
Wie behält eine Kommune die Hoheit über sensible Bürgerdaten in der Cloud? Rosenheim verfolgt eine pragmatische Zwei-Säulen-Strategie. Zwar nutzt man die Microsoft-Cloud, doch Back-up und Notfallwiederherstellung laufen über unabhängige Lösungen in deutschen Rechenzentren. Zugriffe werden durch strenge Rollenkonzepte geregelt. Diese Architektur soll maximale Flexibilität bieten – auch für einen möglichen späteren Wechsel zu souveränen Cloud-Alternativen.
Grundstein für die Smart City von morgen
Die neue IT-Infrastruktur ist mehr als ein Effizienzgewinn. Sie ist die technische Basis für digitale Bürgerdienste und die Smart-City-Entwicklung. Ein unmittelbarer Gewinn ist der Digitalisierungsschub an den Schulen. Moderne Plattformen sollen das Lernen verbessern und Schüler auf die digitale Welt vorbereiten. Damit die Stadt langfristig unabhängig bleibt, schulte conet die hauseigenen IT-Mitarbeiter intensiv im Betrieb der neuen Cloud.
„Wir erreichen heute die beste Leistung und Wirtschaftlichkeit und sichern uns gleichzeitig maximale Flexibilität für die Zukunft“, sagt Patricia Rebmann, Leiterin des Digitalisierungsressorts. Der erfolgreiche Abschluss positioniert Rosenheim als Vorreiter und liefert anderen Kommunen einen konkreten Fahrplan für die eigene digitale Transformation.


