Rokid Style: Neue KI-Brillen fordern Meta mit Leichtgewicht heraus
14.01.2026 - 09:53:12Rokid startet mit 38,5 Gramm leichten KI-Brillen einen globalen Angriff auf den Smart-Glasses-Markt. Das chinesische Unternehmen setzt dabei auf ein offenes KI-Ökosystem und einen aggressiven Preis – und stellt sich direkt gegen Metas Ray-Ban-Modelle.
Offenes KI-Ökosystem als strategischer Vorteil
Während sich die meisten Hersteller auf einen einzigen, proprietären Sprachassistenten festlegen, setzt Rokid auf Offenheit. Die Rokid Style unterstützen mehrere große Sprachmodelle, darunter ChatGPT, DeepSeek und Qwen. Nutzer können so frei wählen, mit welcher KI sie interagieren möchten.
„Das ist ein kluger Schachzug“, analysiert ein Marktbeobachter. „Viele Nutzer sind skeptisch, sich in ein geschlossenes Ökosystem einzusperren.“ Zudem sind praktische Dienste wie Google Maps für Navigation und Microsoft KI-Übersetzung für Echtzeit-Sprachhilfe integriert. Das macht die Brille besonders für Reisende und Berufstätige interessant.
Leichtgewicht mit Langzeit-Akku
Das herausragende Merkmal ist das Gewicht: Mit nur 38,5 Gramm sind die Rokid Style deutlich leichter als vergleichbare Modelle von Meta, die etwa 50 Gramm wiegen. Dieser Komfortvorteil könnte eine der größten Hürden für die Alltagstauglichkeit aus dem Weg räumen.
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Erreicht wird dies durch einen konsequenten Verzicht auf ein Display. Statt Augmented-Reality-Bildern vor den Augen konzentriert sich das Gerät vollständig auf Audio- und Sprachinteraktion. Eine Dual-Chip-Architektur sorgt für Effizienz: Ein NXP RT600-Chip übernimmt stromsparende Daueraufgaben, während ein Qualcomm AR1-Prozessor bei anspruchsvollen KI-Berechnungen zuschaltet. Das Ergebnis: bis zu 12 Stunden Nutzung mit einer Akkuladung.
Content-creation mit 4K-Kamera
Für die Aufnahme von Inhalten ist eine 12-Megapixel-Sony-Kamera verbaut, die 4K-Video aufnimmt. Ein großer Vorteil: Die Brille kann bis zu 10 Minuten am Stück filmen – deutlich mehr als die oft auf drei Minuten begrenzte Konkurrenz. Drei Seitenverhältnisse (4:3, 3:4, 9:16) erlauben optimierte Aufnahmen für verschiedene Social-Media-Plattformen.
Aggressive Markteinführung mit Rezept-Option
Der Preis dürfte Meta Kopfzerbrechen bereiten: Die Rokid Style starten bei 299 US-Dollar und unterbieten damit Metas Ray-Ban-Modelle, die bei etwa 379 Dollar beginnen. Besonders bemerkenswert ist die „Prescription-first“-Strategie. Ein „Golden Bundle“ für rund 398 Dollar beinhaltet sogar photochrome Gleitsichtgläser – ein direkter Zugriff auf die Millionen von Brillenträgern weltweit.
Ab dem 19. Januar startet der globale Online-Verkauf. Parallel expandiert Rokid im stationären Handel, mit Präsenzen in exklusiven Kaufhäusern wie Selfridges in London und Pop-up-Stores in Asien. Die „Probier-erst-kauf-dann“-Taktik soll Skepsis gegenüber bildschirmlosen KI-Brillen abbauen.
Wird der Verzicht auf Display zum Risiko?
Die Entscheidung, auf ein visuelles Display zu verzichten, ist mutig – besonders für ein Unternehmen, das bisher mit AR-Headsets bekannt war. Zwar senkt dies Gewicht und Kosten, schränkt aber auch die Nutzung ein. Visuelle Rückmeldungen wie Navigationspfeile oder das private Lesen von Nachrichten entfallen.
Dennoch könnte Rokid mit seiner Strategie den Markt verändern. Sollte sich das offene KI-Ökosystem durchsetzen, dürften andere Hersteller nachziehen. Der Smart-Glasses-Markt könnte sich so von geschlossenen Systemen hin zu flexibleren, nutzerzentrierten Modellen entwickeln. Die erste Farbe Jet Black ist ab Launch erhältlich, Translucent Gray folgt im März 2026.
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