Rokid Ai Glasses: KI-Brille für 299 Euro will den Massenmarkt erobern
19.01.2026 - 03:00:12KI wird tragbar: Das chinesische Tech-Unternehmen Rokid bringt mit den „Ai Glasses Style“ eine smarte Brille für den Alltag auf den Markt. Für umgerechnet 299 Euro bietet das Modell eine sprachgesteuerte KI-Assistenz ohne Display und stellt sich damit direkt gegen etablierte Player wie Meta. Der Fokus liegt auf Design, Komfort und einem offenen KI-Ökosystem.
Die Strategie ist klar: Hochtechnologie soll sich nahtlos in den Alltag integrieren. Die Brille verzichtet bewusst auf ein eingebautes Display. Stattdessen kommuniziert der Nutzer per Sprache mit der KI. Mit einem Leichtgewicht von nur 38,5 Gramm – deutlich weniger als vergleichbare Modelle – und umfangreicher Unterstützung für Korrektionsgläser zielt Rokid auf den Dauereinsatz ab. Historische Hürden für die Massenakzeptanz smarter Brillen sollen so beseitigt werden.
Ein entscheidender Unterschied zu Konkurrenzprodukten ist die offene Philosophie. Während andere Hersteller Nutzer oft an ein proprietäres KI-Modell binden, unterstützt Rokid mehrere führende KI-Engines wie ChatGPT, DeepSeek und Qwen. Die Brille wählt für jede Anfrage automatisch die passendste KI aus. Diese Flexibilität soll das Gerät zukunftssicher machen.
Seit August 2024 gelten neue EU‑Regeln für KI‑Systeme — Hersteller und Anbieter riskieren sonst Bußgelder, Marktverbote und umfangreiche Dokumentationspflichten. Der kostenlose Umsetzungsleitfaden erklärt verständlich Kennzeichnungspflichten, Risikoklassen, erforderliche technische Dokumentation und Übergangsfristen für Geräte mit integrierten KI‑Funktionen. Ideal für Produktmanager, Entwickler und Händler, die Smart‑Glass‑Projekte EU‑konform aufsetzen möchten. Enthält praxisnahe Checklisten für die Umsetzung. KI‑Verordnung: Umsetzungsleitfaden herunterladen
Die Integration etablierter Dienste wie Google Maps für Navigation und Microsoft AI Translation unterstreicht den praktischen Nutzen. Die Echtzeit-Übersetzung für 89 Sprachen macht die Brille zu einem globalen Werkzeug. Die Interaktion erfolgt multimodal: per Sprachbefehl, physischen Tasten am Bügel oder sogar durch Kopfnicken zum Annehmen eines Anrufs.
Leistung im klassischen Design
Unter der klassischen, unauffälligen Fassade arbeitet eine ausgeklügelte Dual-Chip-Architektur. Ein sparsamer NXP RT600-Chip übernimmt Daueraufgaben, während ein leistungsstarker Qualcomm AR1-Chip intensive KI- und Bildverarbeitungsprozesse bewältigt. Diese effiziente Aufteilung ermöglicht eine Akkulaufzeit von bis zu zwölf Stunden im Alltagsbetrieb.
Für Content-Creator ist eine 12-MP-Sony-Sensor verbaut, der 4K-Bilder und -Videos aufnimmt. Das Gerät unterstützt verschiedene Seitenverhältnisse (3:4, 4:3, 9:16) und kann bis zu zehn Minuten am Stück filmen. Das Gestell besteht aus hochwertigen Materialien wie Titanlegierungen im Flugzeugbau-Standard und luftgepolsterten Silikon-Nasenpads.
Angriffspreis und globale Verfügbarkeit
Mit dem Einführungspreis von 299 Euro geht Rokid in die Offensive. Ein „Golden Bundle“ inklusive selbsttönender Korrektionsgläser kostet 398 Euro. Über einen globalen Online-Service verspricht das Unternehmen, individuelle Gläser innerhalb von sieben bis zehn Tagen auszuliefern. Sehbehinderte Nutzer erhalten einen Zuschuss von 20 Euro.
Diese Preisstrategie könnte den jungen Markt für Smart Glasses durcheinanderwirbeln. Rokid setzt nicht auf Augmented-Reality-Displays, sondern auf praktische KI-Assistenz im unauffälligen Design. Damit spricht das Unternehmen jene an, die KI unkompliziert nutzen wollen, ohne als „Technik-Freak“ aufzufallen. Parallel zum Online-Start expandiert Rokid mit stationären Verkaufsstellen in Premium-Einkaufszonen in Asien und Europa.
Der Weg in die Mainstream-Ära
Der weltweite Start der Rokid Ai Glasses markiert einen Wendepunkt für tragbare Computer. Erhältlich ist die Brille zunächst in Jet Black, eine transparent-graue Version folgt im März 2026. Der Erfolg wird davon abhängen, wie überzeugend die alltäglichen Vorteile sind: ob die Brille als hilfreicher Begleiter für Navigation, Kommunikation und Informationsbeschaffung im Alltag ankommt.
Die offene Plattform könnte sich als großer Vorteil erweisen, da sie schnelle Anpassungen und Innovationen erlaubt. Wenn sich Verbraucher an den ständigen Dialog mit KI gewöhnen, könnten Geräte wie die Rokid Style den Sprung von der Nischen-Neuheit zum unverzichtbaren Alltagsgegenstand schaffen – und damit jenen „iPhone-Moment“ für KI-Brillen einläuten, auf den die Branche lange gewartet hat.
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