Rocket Lab Aktie: Kontrakte und Verkäufe
06.01.2026 - 21:45:31Rocket Lab meldet seinen größten Auftrag aller Zeiten – und gleichzeitig trennt sich der CEO von einem dicken Aktienpaket. Wachstumssignal oder Warnlampe? Im Zentrum steht ein Rüstungsdeal in dreistelliger Millionenhöhe, der dem Kurs neuen Schwung gibt, während Insider die hohen Bewertungen zum Kasse machen nutzen.
Rüstungsdeal als Wachstumsschub
Auslöser der aktuellen Stärke ist ein neuer Verteidigungsauftrag der US-Regierung. Rocket Lab soll 18 Satelliten für die Raketenabwehr entwickeln und bauen. Das Vertragsvolumen liegt bei rund 816 Millionen US‑Dollar – der bislang größte Einzelauftrag der Unternehmensgeschichte.
Damit wächst der Auftragsbestand deutlich und die Positionierung im Verteidigungssektor gewinnt an Gewicht. Der Markt honoriert diese Perspektive: Die Aktie notiert aktuell bei 78,14 US‑Dollar und damit auf einem neuen 52‑Wochen-Hoch. Gegenüber dem 52‑Wochentief von 16,37 US‑Dollar hat sich der Kurs in weniger als einem Jahr mehr als vervierfacht.
Technisch ist der Trend klar aufwärts gerichtet. Die Notierung liegt spürbar über dem 50‑Tage-Durchschnitt von 56,41 US‑Dollar sowie über den längerfristigen Durchschnitten. Der RSI von 85,1 signalisiert allerdings eine kurzfristig überkaufte Situation, was auf ein erhöhtes Rückschlagsrisiko hindeutet.
Institutionen kaufen, CEO verkauft
Parallel zur Vertragsmeldung zeigen sich zwei gegensätzliche Ströme im Aktienregister. Auf der einen Seite bauen Institutionelle ihre Positionen aus. Hennion & Walsh Asset Management hat seinen Bestand um 17 % erhöht und hält nun 131.514 Aktien im Wert von rund 6,3 Millionen US‑Dollar.
Auf der anderen Seite nutzen Insider die Kursrally zur Gewinnmitnahme. CEO Peter Beck hat 1,56 Millionen Aktien veräußert und damit etwa 89,7 Millionen US‑Dollar erlöst. In den vergangenen 90 Tagen summierten sich die Insiderverkäufe auf 2,73 Millionen Aktien mit einem Volumen von rund 152 Millionen US‑Dollar.
Marktbeobachter können diese Konstellation unterschiedlich lesen: Während professionelle Investoren offenbar auf weiteres Wachstum setzen, sichert das Management Teile seines buchhalterischen Vermögens in bar ab und nutzt die hohen Bewertungen konsequent.
Fundamentaldaten im Aufwind
Operativ zeigt Rocket Lab ein klares Wachstumstempo. Im letzten berichteten Quartal erzielte das Unternehmen Umsätze von 155,08 Millionen US‑Dollar, ein Plus von 48 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auf Zwölfmonatsbasis liegt das Umsatzwachstum sogar über 52 %.
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Auch ergebnisseitig gibt es Fortschritte. Der Verlust je Aktie lag bei −0,03 US‑Dollar und damit besser als die von Analysten erwarteten −0,05 US‑Dollar. Diese positive Überraschung hat in den vergangenen drei Monaten zu nach oben angepassten Prognosen geführt: Die Konsensschätzungen für Umsatz und Ergebnis im kommenden Geschäftsjahr wurden um mehr als 13 % angehoben.
Wesentliche Treiber sind der wachsende Auftragsbestand – nun zusätzlich gestützt durch den 816‑Millionen‑Vertrag – und die schrittweise Skalierung des Geschäftsmodells rund um Trägerraketen und Satellitenservices.
Technischer Ausblick und Risikofaktoren
Aus technischer Sicht erfüllt die Aktie derzeit Kriterien des sogenannten „Minervini Trend Template“, also eines ausgeprägten Momentum-Setups mit klarer Aufwärtstendenz. Die 30‑Tage-Volatilität von annualisiert rund 94 % zeigt aber, dass die Schwankungsbreiten hoch sind.
Auffällig ist zudem die starke Kursbeschleunigung: In den vergangenen 30 Tagen legte der Titel um gut 50 % zu, in den letzten zwölf Monaten um über 170 %. Der Abstand zum 50‑Tage-Durchschnitt von rund 38 % und zum 200‑Tage-Durchschnitt von mehr als 70 % unterstreicht, dass die Aktie kurzfristig deutlich „vorgelaufen“ ist.
Für die weitere Entwicklung dürften drei Punkte entscheidend sein: die konkrete Umsetzung des 816‑Millionen‑Vertrags, die Bestätigung des hohen Umsatzwachstums in den kommenden Quartalen und das Ausmaß weiterer Insidertransaktionen. Gelingt es Rocket Lab, die neuen Aufträge planmäßig zu liefern und das Wachstumstempo zu halten, stützt dies die aktuelle Bewertung – größere Verzögerungen oder eine Abkühlung der Nachfrage könnten dagegen in einem technisch überdehnten Marktumfeld schnell zu schärferen Korrekturen führen.
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