Rio, Tinto

Rio Tinto Aktie: Starkes Momentum

22.01.2026 - 11:27:33

Rio Tinto meldet kräftiges Produktionswachstum im Schlussquartal und bestätigt frühe Gespräche mit Glencore, was den Aktienkurs auf ein neues Rekordniveau treibt.

Starke Produktionszahlen und Fusionsspekulationen haben den Kurs von Rio Tinto auf ein neues Jahreshoch getrieben. Der Bergbaukonzern überzeugte mit einem kräftigen Schub im Eisenerz- und Kupfergeschäft, während Berichte über mögliche Gespräche mit Glencore zusätzlichen Rückenwind geben. Entscheidend ist nun, wie belastbar dieses operative Momentum ist.

Kurs und Treiber der Rally

Die Aktie legte gestern an der London Stock Exchange um 4,61 % auf 6.641 GBX zu. Im Tagesverlauf wurde ein neues 52‑Wochen-Hoch bei 6.676 GBX markiert. Die Marktkapitalisierung stieg damit auf rund 103,1 Mrd. Pfund.

Auslöser der Rally sind vor allem:

  • ein starkes viertes Quartal im Eisenerzgeschäft,
  • deutlich besser als erwartete Kupferproduktion,
  • sowie Berichte über frühe Fusionsgespräche mit Glencore.

Diese Kombination aus operativer Stärke und möglicher Branchenkonsolidierung sorgt aktuell für erhöhte Aufmerksamkeit.

Die Zahlen im Überblick

Rio Tinto meldete für das vierte Quartal 2025 eine deutliche Belebung des Geschäfts, insbesondere im Kernsegment Eisenerz.

  • Eisenerz-Produktion Q4: +4 % auf 89,7 Mio. Tonnen
  • Eisenerz-Verschiffungen Q4: +7 % auf 91,3 Mio. Tonnen
  • Eisenerz-Verschiffungen Gesamtjahr 2025: 326,2 Mio. Tonnen (–1 % zum Vorjahr)
  • Kupferproduktion 2025: 883.000 Tonnen (+11 %, über der Prognose von 860.000–875.000 Tonnen)
  • Bauxitproduktion: Rekordwert von 62,4 Mio. Tonnen (+6 %)
  • Aluminiumproduktion: 3,38 Mio. Tonnen (+3 %)
  • Aktienkurs 1 Monat: +5,82 %

Trotz eines leichten Rückgangs der Eisenerzverschiffungen im Gesamtjahr zeigt das starke Schlussquartal, dass das Unternehmen frühere witterungsbedingte Störungen operativ weitgehend kompensieren konnte.

Kupfer: Oyu Tolgoi als Wachstumstreiber

Besonders dynamisch entwickelt sich der Kupferbereich. Die Produktion stieg 2025 um 11 % auf 883.000 Tonnen und übertraf damit die eigene Zielspanne. Haupttreiber ist die mongolische Mine Oyu Tolgoi, in der nach Abschluss komplexer Untertagearbeiten ein deutlicher Produktionssprung gelang: Das Output-Plus lag hier bei 57 % gegenüber dem Vorjahr.

Zusätzliche Unterstützung kam aus Chile: Die Escondida-Mine steuerte 348.000 Tonnen Kupferkonzentrat bei, ein Zuwachs von 5,7 %. Analysten von Jefferies hoben diese operative Stärke im Kupfersegment gestern explizit hervor.

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Fusionsfantasie mit Glencore

Parallel zu den Produktionszahlen heizen M&A-Spekulationen die Fantasie an. Medienberichten zufolge befinden sich Rio Tinto und Glencore in frühen Gesprächen über eine mögliche Fusion. Ein solcher Zusammenschluss würde den weltweit größten Bergbaukonzern schaffen.

Regulatorische Hürden wären allerdings erheblich. Beobachter rechnen mit intensiver Prüfung durch Wettbewerbsbehörden, insbesondere in China. Zudem könnten der Verkauf von Kohleaktiva oder andere Auflagen Voraussetzung für eine Genehmigung sein. Dass derartige Gespräche überhaupt geführt werden, wird im Markt als Hinweis gewertet, dass das Management Bewertungsreserven im aktuellen Kursumfeld sieht.

Bewertung, Kursziele und Ausblick

Mit dem Sprung auf ein neues 52‑Wochen-Hoch passen Analysten ihre Modelle an:

  • JPMorgan: „Overweight“ mit Kursziel 6.950 GBX
  • UBS: „Hold“ mit Kursziel 5.800 GBX
  • Konsens laut MarketBeat: überwiegend „Hold“, der Durchschnitt der Kursziele liegt bei 5.570 GBX und wurde vom aktuellen Kurs inzwischen übertroffen.

Der Markt blickt zudem auf die Ausschüttungspolitik. Die Dividendenrendite liegt derzeit bei rund 4,5 %. Morningstar sieht den fairen Wert bei 6.200 GBX, womit die Aktie aus dieser Perspektive mit einem Aufschlag gehandelt wird – getragen von der jüngsten operativen Stärke und den Fusionsspekulationen.

Die Produktionsprognose für 2026 bleibt unverändert. Für die weitere Kursentwicklung dürften vor allem zwei Faktoren entscheidend sein: ob Rio Tinto die hohe operative Effizienz im neuen Jahr bestätigen kann und wie konkret sich die Gespräche mit Glencore weiterentwickeln.

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