Rigetti Computing Aktie: Indien-Deal stützt
04.02.2026 - 19:27:33Die Rigetti Computing Aktie legte am Dienstag um 2,8 Prozent auf 18,21 US-Dollar zu – ein Versuch der Stabilisierung nach einem schwachen Januar mit rund 18 Prozent Minus. Im Fokus steht ein millionenschwerer Auftrag aus Indien, der dem Quantencomputer-Spezialisten internationale Glaubwürdigkeit verschafft. Doch die Freude wird durch eine Verzögerung bei der Produkteinführung gedämpft.
Indien-Auftrag als Referenzprojekt
Am 20. Januar sicherte sich Rigetti einen Großauftrag über 8,4 Millionen US-Dollar vom Centre for Development of Advanced Computing (C-DAC), einer führenden Forschungseinrichtung des indischen Ministeriums für Elektronik und Informationstechnologie. Das Unternehmen wird einen 108-Qubit-Quantencomputer nach Bengaluru liefern, die Installation ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant.
Der Deal bestätigt Rigettis proprietäre Chiplet-Architektur auf internationaler Ebene und zeigt, dass die Technologie für hybride Quanten-Klassik-Systeme nachgefragt wird. Für ein Unternehmen, das sich gegen etablierte Konkurrenten wie IonQ behaupten muss, ist ein staatlicher Referenzkunde von strategischem Wert.
Roadmap-Verzögerung bremst Euphorie
Die positive Nachricht wird jedoch durch eine operative Anpassung konterkariert. Am 9. Januar verschob Rigetti die Markteinführung seines Cepheus-1-108Q-Systems auf Ende des ersten Quartals 2026 – später als ursprünglich angekündigt. Als Grund nannte das Unternehmen die notwendige Optimierung der Performance. Diese Verzögerung trug maßgeblich zur Schwäche der Aktie im Januar bei.
Die Frage ist nun, ob Rigetti die überarbeitete Frist einhalten kann. Das Vertrauen der Investoren hängt stark davon ab, dass die Auslieferung des Systems planmäßig erfolgt und die technischen Versprechen eingelöst werden.
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Verschärfter Wettbewerb
Der Quantencomputer-Sektor bleibt hart umkämpft. Anfang Februar kündigte Konkurrent IonQ eine Übernahme im Wert von 1,8 Milliarden US-Dollar an, um die Chip-Fertigung ins eigene Haus zu holen – ein Schritt, der die vertikale Integration im Markt vorantreibt. Rigetti muss nun beweisen, dass sein Geschäftsmodell mithalten kann.
Das Handelsvolumen der Aktie lag am Dienstag bei rund 30,5 Millionen Stück, leicht unter dem Durchschnitt. Die Marke von 18 US-Dollar wird technisch beobachtet, nachdem der Titel seit Jahresbeginn fast 23 Prozent verloren hat.
Nächste Quartalsausgabe entscheidend
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Rigetti den selbst gesetzten Zeitplan für das Cepheus-System einhält. Zudem richten sich die Blicke auf den nächsten Quartalsbericht, der Aufschluss über die Cashflow-Situation und den Fortschritt beim Indien-Projekt geben wird. Erst dann lässt sich beurteilen, ob der aktuelle Kurs eine Basis für eine Erholung bietet oder weiterer Druck droht.
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