Ricoh, HR-Chefin

Ricoh setzt mit neuer HR-Chefin auf Umbruch in Osteuropa

08.01.2026 - 08:02:12

Ricoh stärkt die Personalstrategie in Mittel- und Osteuropa mit der Ernennung von Elisabeth Teipen zur HR-Direktorin. Sie soll die digitale Transformation vorantreiben und lokale Märkte mit globalen Zielen verbinden.

Ricoh stärkt seine Personalstrategie für Mittel- und Osteuropa. Das Unternehmen hat die erfahrene Managerin Elisabeth Teipen zur neuen HR-Direktorin für die Region berufen. Die Ernennung unterstreicht den wachsenden Stellenwert der Personalarbeit für die digitale Transformation.

Die 53-jährige Teipen übernimmt die Verantwortung für die gesamte Personalstrategie im CEE-Raum (Central and Eastern Europe). Sie tritt die Position rückwirkend zum 2. Januar 2026 an und soll die Lücke zwischen lokalen operativen Erfordernissen und globalen Strategiezielen schließen. In ihrer Doppelrolle berichtet sie sowohl an den globalen Chief People Officer, Michael Vavakis, als auch an den CEE-CEO Mark Taylor.

Diese moderne Matrix-Struktur soll gewährleisten, dass die Talententwicklung konsistent verläuft, ohne an Agilität in den lokalen Märkten zu verlieren. Zu Teipens explizitem Auftrag gehört die Steuerung von Transformationsprozessen. Damit reagiert Ricoh auf den eigenen Wandel vom traditionellen Hardware-Anbieter zum digitalen Dienstleister.

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Eine Managerin mit Format für komplexe Märkte

Elisabeth Teipen bringt langjährige Erfahrung aus der Industrie mit. Die letzten zwölf Jahre verbrachte sie beim Automobilzulieferer Continental, zuletzt als Personalchefin der Reifensparte für die EMEA-Region (Europa, Naher Osten und Afrika). Ihr Profil passt damit ideal zum heterogenen CEE-Markt.

Ihre Expertise geht über reine Personalverwaltung hinaus. Besonders wertvoll für Ricoh dürfte ihre starke Erfahrung in der Integration von Fusionen und Übernahmen (M&A) sein. Zudem kennt sie sich in der Zusammenarbeit mit Betriebsräten und in stark regulierten Arbeitsumfeldern aus – eine Schlüsselkompetenz für die unterschiedlichen Arbeitsrechtssysteme in Osteuropa.

Ihr Arbeitssitz in Hannover bietet eine strategisch günstige Lage als Drehscheibe zwischen westeuropäischer Konzernzentrale und osteuropäischen Tochtergesellschaften. Der Konzern beschreibt ihren Führungsstil als „mitarbeiterorientiert“ und „wertebasiert“.

Synchronisierte Personalstrategie für Kernmärkte

Die Neubesetzung in der CEE-Region ist Teil einer größeren Neuaufstellung der HR-Führung in den deutschsprachigen und osteuropäischen Märkten. Parallel zu Teipens Ernennung hat Ricoh die Führung in Deutschland dauerhaft besetzt: Seit November 2025 ist Lena Orbeyi feste HR-Direktorin und Leiterin der Rechtsabteilung für Deutschland. Sie sitzt auch im deutschen Management Board.

Diese synchronisierte Erneuerung der Führungsspitze zeigt einen koordinierten Kraftakt. Ricoh stabilisiert damit das Personalmanagement in seinen wichtigsten europäischen Wachstumsmärkten. Die enge Verzahnung der Rollen ist entscheidend, da der deutsche Markt oft als Vorlage oder Partner für Initiativen in den östlichen Nachbarländern dient.

HR wird zum strategischen Business-Partner

Der strategische Wechsel bei Ricoh spiegelt einen breiteren Trend in der CEE-Region wider. Personalabteilungen entwickeln sich von administrativen Support-Einheiten zu strategischen Geschäftspartnern. Die Bezeichnung „Chief People Officer“ statt „Personalchef“ steht exemplarisch für diesen Wandel hin zu Kultur, Talentgewinnung und Mitarbeitererfahrung.

Die größten Herausforderungen für Unternehmen in Osteuropa sind 2026 der angespannte Arbeitsmarkt und die Qualifikationslücke durch die digitale Transformation. Die Fähigkeit, bestehende Belegschaften umzuschulen und digitalaffine Talente anzuziehen, wird zum Wettbewerbsvorteil.

Die Berufung einer Führungskraft mit Schwerpunkt auf Organisationsentwicklung zeigt, dass Ricoh die strukturelle Evolution seiner Belegschaft priorisiert. In einer Region mit spürbarem Lohnanstieg und verschärftem Talentwettbewerb sind robuste Bindungs- und Entwicklungsprogramme eine defensive wie offensive Notwendigkeit.

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