Richtech Robotics sichert sich 38,7 Millionen Euro für KI-Offensive
29.01.2026 - 07:54:12Richtech Robotics erhält frisches Kapital für seine Expansionspläne im KI- und Robotik-Sektor. Das Unternehmen schloss eine Privatplatzierung über 38,7 Millionen Euro ab – nur Tage nach Bekanntgabe einer wichtigen Partnerschaft mit Microsoft. Die Mittel sollen in Hardware-Entwicklung und Lagerbestände fließen.
Finanzspritze für Wachstum und Partnerschaft
Das an der Nasdaq notierte Unternehmen verkaufte 8,5 Millionen Aktien der Klasse B an einen institutionellen Investor zum Preis von 4,553 Dollar je Stück. Die Bruttoerlöse belaufen sich auf rund 38,7 Millionen Euro vor Gebühren. Die Transaktion wurde von Rodman & Renshaw vermittelt und am 29. Januar 2026 abgeschlossen.
„Die Nettoerlöse werden vorrangig für den Aufbau von Roboter-Hardware-Beständen und die Weiterentwicklung unserer Produktkandidaten verwendet“, so das Unternehmen. Diese strategische Finanzierung stärkt die Bilanz und gibt Richtech Spielraum, seine Operations hochzuskalieren. Besonders bedeutsam ist der Zeitpunkt: Die Kapitalerhöhung folgt unmittelbar auf die Ankündigung einer Kollaboration mit Microsoft.
KI-Partnerschaft mit Microsoft als Game-Changer
Am 27. Januar hatte Richtech die Zusammenarbeit mit dem Tech-Riesen bekannt gegeben. Kern der Partnerschaft ist die Nutzung der Microsoft AI Co-Innovation Labs, um agentische KI-Fähigkeiten in Richtechs Roboter zu integrieren – angetrieben von Azure AI.
Seit August 2024 gelten neue Regeln für KI‑Systeme – viele Unternehmen riskieren ohne Vorbereitung Bußgelder oder operative Einschränkungen. Hersteller von KI‑gestützten Robotern müssen jetzt Kennzeichnungspflichten, Risikoklassen und umfangreiche Dokumentationsauflagen beachten. Der kostenlose Umsetzungsleitfaden zur EU‑KI‑Verordnung erklärt kompakt, welche Schritte Entwickler, Anbieter und Anwender jetzt gehen müssen – inklusive praktischer Checklisten für die Produktdokumentation und Umsetzungs-FAQs. Jetzt kostenlosen KI‑Verordnung‑Leitfaden herunterladen
Im Fokus steht zunächst der ADAM-Roboter, ein vielseitiger Roboter-Koch und -Barkeeper. Er soll mit adaptiver Intelligenz ausgestattet werden, darunter erweiterte Bilderkennung, Spracherkennung und autonomes Entscheidungsvermögen. Ziel ist es, dass Roboter komplexe, kontextbezogene Interaktionen in physischen Umgebungen meistern – und etwa auf Tageszeit, Wetter oder Kundenpräferenzen reagieren.
Die frischen 38,7 Millionen Euro liefern nun das finanzielle Fundament, um die notwendige Hardware und Infrastruktur für diese anspruchsvollen, KI-gesteuerten Operationen aufzubauen. So schließt sich die Lücke zwischen cloud-basierter Intelligenz und physischer Automatisierung.
Marktstrategie zwischen Nische und Vision
Die Finanzierung stärkt Richtechs Position in einem dynamischen Robotik-Markt. Das Unternehmen baut sein Portfolio gezielt aus. Auf der CES 2026 stellte es jüngst seinen mobilen humanoiden Roboter Dex vor. Der Markt für humanoide Roboter könnte bis 2030 von geschätzt 2,92 Milliarden Euro (2025) auf über 15 Milliarden Euro explodieren.
Doch die Branche steckt noch in einer Schlüsselphase. Laut der Marktanalysefirma Gartner werden bis 2028 weltweit weniger als 20 Unternehmen humanoide Roboter im großen Maßstab einsetzen. Spezialisierte, polyfunktionale Roboter wie ADAM dürften für die meisten Unternehmen auf absehbare Zeit die rentablere Investition sein.
Richtech verfolgt mit seiner Doppelstrategie – spezialisierte Serviceroboter einerseits, explorative humanoide Plattformen andererseits – einen ausgewogenen Ansatz. Das jetzt gesicherte Kapital erlaubt es dem Unternehmen, beide Pfade parallel zu verfolgen.
Ausblick: Wettbewerbsvorteil durch KI und Kapital
Mit der frischen Finanzierung und der Microsoft-Partnerschaft ist Richtech gut aufgestellt, um seine Wachstumsambitionen zu beschleunigen. Die Mittel ermöglichen die Hochskalierung der Produktion, um die erwartete Nachfrage nach intelligenteren Automatisierungslösungen zu bedienen.
Für Analysten ist die Kombination aus strategischer KI-Allianz und signifikanter Kapitalspritze ein klarer Wettbewerbsvorteil. Richtech kann seine Mission, zuverlässige Automatisierung mit kontinuierlicher, KI-getriebener Verbesserung in Branchen wie Gastronomie, Einzelhandel, Logistik und Fertigung zu liefern, nun aggressiver verfolgen. Die kommenden Monate werden zeigen, wie das Unternehmen diese Gelegenheit nutzt, um technologische Fortschritte in Marktanteile und Umsatzwachstum umzumünzen.
PS: KI‑Regeln betreffen direkt Ihre Produkt‑Roadmap und können Release‑Pläne beeinflussen, wenn Übergangsfristen übersehen werden. Dieser Gratis‑Guide fasst die wichtigsten Fristen, Risikoklassen und Nachweispflichten kompakt zusammen, damit Sie Ihre Azure‑AI‑Integration rechtssicher planen können. Praktische Vorlagen helfen beim Risikomanagement, der Dokumentation von Trainingsdaten und der Vorbereitung auf Audits. KI‑Verordnung: Gratis‑Leitfaden jetzt sichern


