Richemont, Blockchain

Richemont wehrt sich mit Blockchain gegen Superfakes

03.02.2026 - 16:44:11

Der Luxuskonzern setzt auf digitale Echtheitszertifikate und juristische Verfolgung, um hochwertige Fälschungen von Marken wie Cartier einzudämmen.

Der Schweizer Luxuskonzern Richemont verstärkt den Kampf gegen fast perfekte Fälschungen. Hinter Marken wie Cartier und Vacheron Constantin setzt der Konzern auf eine mehrgleisige Strategie aus Technologie und rechtlicher Verfolgung. Auslöser sind sogenannte Superfakes, die selbst für Experten kaum noch vom Original zu unterscheiden sind.

Digitale Echtheitszertifikate als Lösung

Im Zentrum der Verteidigung steht die Blockchain-Technologie. Richemont stattet seine Produkte mit digitalen Pässen aus, die jeden Schritt – von der Herstellung bis zum Wiederverkauf – fälschungssicher dokumentieren. Käufer können so die Historie einer Uhr oder eines Schmuckstücks lückenlos überprüfen.

Zusätzlich nutzt der Konzern die Plattform Enquirus. Diese globale Datenbank für gestohlene Luxusgüter erschwert den Handel mit illegalen Waren auf dem Sekundärmarkt. Durch die Vernetzung von Herstellern, Händlern und Behörden entsteht ein digitales Sicherheitsnetz.

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Der harte Kampf gegen Fälscher-Netzwerke

Neben der Technologie geht Richemont rechtlich aggressiv vor. Der Konzern arbeitet mit Strafverfolgungsbehörden zusammen, um Produktionsstätten auszuheben und Vertriebswege in sozialen Medien zu unterbinden. Die Dimension des Problems ist enorm: Allein 2023 beschlagnahmten EU-Behörden gefälschte Waren im Milliardenwert.

Einzelinitiativen reichen nicht aus. Daher drängt Richemont in branchenweiten Bündnissen auf strengere Vorschriften für Online-Marktplätze. Die Frage ist: Können Regulierungen mit der Geschwindigkeit der Fälscher mithalten?

Warum Superfakes den gesamten Markt bedrohen

Superfakes sind keine billigen Kopien mehr. Sie werden mit hochwertigen Materialien und Präzisionsmaschinen gefertigt. Für Kunden wird die Unterscheidung immer schwieriger – das untergräbt das Vertrauen in den gesamten Luxusmarkt.

Der Schaden geht weit über entgangene Umsätze hinaus:
* Der über Jahrzehnte aufgebaute Markenwert wird beschädigt.
* Die Exklusivität schwindet, wenn perfekte Kopien kursieren.
* Teils fließen die Gewinne in organisierte Kriminalität.

Besonders betroffen ist die Schweizer Uhrenindustrie, deren Ruf auf unvergleichlicher Handwerkskunst beruht.

Ein permanentes technologisches Wettrüsten

Der Kampf gegen Produktpiraterie ist für Richemont zu einer Daueraufgabe geworden. Es zeichnet sich ein Wettrüsten ab: Während Fälscher ihre Methoden verfeinern, müssen die Marken mit immer neuen Schutzmechanismen nachziehen.

Zukünftig könnten künstliche Intelligenz zur Mustererkennung oder unsichtbare physikalische Marker in den Produkten zum Einsatz kommen. Der Erfolg von Richemont wird davon abhängen, wie schnell und vernetzt der Konzern auf neue Bedrohungen reagieren kann.

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