Rexel S.A., FR0010451203

Rexel-Aktie nach Zahlencheck: Chance im Nebenwert – oder Falle?

14.02.2026 - 20:28:48

Die Rexel-Aktie legt ein starkes Jahr hin, bleibt aber unter dem Radar vieler deutscher Anleger. Was hinter dem Kurs steckt, wie Analysten jetzt urteilen – und ob sich der Einstieg für DACH-Investoren noch lohnt.

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Was Sie jetzt wissen müssen: Die Rexel-Aktie (ISIN FR0010451203) hat sich in den letzten Monaten deutlich erholt und notiert nach starken Geschäftszahlen spürbar höher. Für deutsche Anleger ist der französische Elektrogroßhändler ein seltener Mix aus Infrastruktur-Story, Energiewende-Profiteur und solider Dividende – aber auch konjunktursensibel.

Im Handel an Euronext Paris lag die Rexel-Aktie zuletzt bei rund 28–29 € (Last Close, ohne Echtzeitdaten). Die Bewegung der letzten Tage wurde vor allem von der Veröffentlichung der jüngsten Jahreszahlen, einem soliden Ausblick und bestätigten Aktienrückkäufen getrieben. Gleichzeitig spielt die Erwartung sinkender Zinsen in Europa eine zentrale Rolle für die Neubewertung von Industriewerten wie Rexel.

Für Anleger im deutschsprachigen Raum ist entscheidend: Rexel ist zwar kein DAX-Schwergewicht, aber über Xetra und gängige Broker problemlos handelbar. Wer auf Elektrifizierung, Gebäudesanierung, PV-Ausbau und die Industrie-Modernisierung setzt, findet hier eine fokussierte Europa-Story – mit enger Korrelation zu Eurozone-Konjunktur und DAX-Industriewerten wie Siemens oder Schneider Electric.

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Analyse: Die Hintergründe des Kursverlaufs

Rexel ist einer der führenden Elektrogroßhändler weltweit: Kabel, Schalttechnik, Beleuchtung, Automatisierung, PV-Komponenten und zunehmend digitale Services für Handwerk, Installateure und Industrie. Das Unternehmen profitiert von mehreren strukturellen Trends: Energiewende, Elektromobilität, Smart Buildings und Industrialisierung 4.0. Genau diese Themen treiben auch deutsche Politik und Förderprogramme an – Stichwort Gebäudeeffizienzgesetz, Ladeinfrastruktur, EU-Green-Deal.

Jüngste Kursbewegungen gehen im Kern auf drei Faktoren zurück:

  • Solide Jahreszahlen: Rexel meldete ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich und eine robuste operative Marge – trotz schwächerer Baukonjunktur in Europa.
  • Hoher Cashflow & Aktionärsrendite: Starker Free Cashflow, fortgesetztes Aktienrückkaufprogramm und eine attraktive Dividendenpolitik stützen den Kurs.
  • Makro-Hoffnung: Der Markt preist zunehmend ein, dass die EZB im Laufe des Jahres mit Zinssenkungen beginnt – zyklische Industrietitel wie Rexel profitieren überproportional.

Gleichzeitig bleibt der Elektrogroßhandel konjunktursensibel: Schwäche im Wohnungsbau, Investitionszurückhaltung und Preisdruck bei Komponenten können die Margen dämpfen. Genau deshalb reagiert die Aktie an Tagen mit schwächeren Einkaufsmanagerindizes (PMI) oder negativen Bau-Daten aus Deutschland und Frankreich oft überdurchschnittlich sensibel.

Im direkten Vergleich zu bekannten DACH-Werten ist Rexel eher ein Nebenwert mit Industriekern, vergleichbar von der Logik her mit Würth (nicht börsennotiert) oder in Teilen mit Sonepar. Für deutsche Anleger bietet der Titel Diversifikation: ein europäischer Infrastruktur- und Energiewende-Player, der nicht im DAX überlaufen ist und dennoch eine gewisse Größe und Liquidität aufweist.

Wichtige Kennzahlen von Rexel (zuletzt veröffentlichter Jahresabschluss, gerundet):

Kennzahl Wert Einordnung
Umsatz ca. 19 Mrd. € Breit diversifizierter Großhändler, stark in Europa & Nordamerika
Organisches Wachstum niedriger bis mittlerer einstelliger %?Bereich Solide in schwierigem Bau- und Industrieumfeld
bereinigte EBITA?Marge rund 7–8 % Gesunde Profitabilität für einen Großhändler
Free Cashflow über 700 Mio. € Basis für Dividenden & Aktienrückkäufe
Netto?Verschuldung / EBITDA um 2x Moderate Verschuldung, Spielraum für M&A und Buybacks
Dividendenrendite ca. 3–4 % Interessant für einkommensorientierte Anleger

Relevanz für deutsche Anleger: Der Elektromarkt in Deutschland – mit Fokus auf Gebäudesanierung, Netzstabilität, Ladeinfrastruktur und Industrieautomation – ist ein Kernfeld, in dem Rexel indirekt mitverdient. Zwar ist das Unternehmen hierzulande weniger bekannt als Bosch oder Siemens, aber über seine Großhandels- und Installateurskanäle stark exponiert. Damit wird die Aktie zu einem Hebel auf Förderprogramme wie KfW-Energieeffizienz-Kredite und die EU-Subventionspolitik.

Hinzu kommt der Währungsaspekt: Rexel notiert in Euro. Für deutsche und österreichische Anleger entfällt damit das USD-Wechselkursrisiko, das etwa bei US-Industriewerten besteht. Schweizer Investoren sollten hingegen den EUR/CHF-Wechselkurs im Blick behalten – ein stärkerer Franken kann Euro-Renditen schmälern.

Ein-Jahres-Rückblick: Gewinn oder Verlust?

Wer vor rund einem Jahr bei Rexel eingestiegen ist, konnte sich bislang über eine deutliche Wertsteigerung freuen. Aus öffentlichen Kursdaten (u.a. Euronext, Finanzen.net) lässt sich grob ableiten: Vor zwölf Monaten notierte die Aktie im Bereich von etwa 22 € je Anteil. Zuletzt lag der Kurs bei rund 28–29 € (Last Close).

Damit ergibt sich eine Ein-Jahres-Performance von in etwa:

  • Kursanstieg von ca. 22 € auf 28,5 € (Mittelwert) = +6,5 € je Aktie
  • Prozentuale Rendite: 6,5 € / 22 € ? +30 % Kursgewinn
  • zzgl. Dividende (rund 3–4 %), sodass die Gesamtrendite bei etwa 33–34 % liegen konnte – vor Steuern.

Natürlich sind das gerundete, indikative Werte; sie ersetzen keine exakte Transaktionsabrechnung. Aber die Größenordnung zeigt, wie stark ein vermeintlicher Nebenwert laufen kann, wenn sich mehrere Trends überlagern: strukturelles Wachstum (Energiewende), operative Effizienz und ein freundlicheres Zinsumfeld. Für Investoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist das ein Hinweis, europäische Qualitätswerte außerhalb des DAX nicht zu unterschätzen.

Umgekehrt mahnt die Rallye zur Vorsicht: Ein großer Teil der positiven Erwartung – etwa zu sinkenden Zinsen – könnte bereits eingepreist sein. Enttäuschungen bei Konjunkturdaten, Verzögerungen bei Bauprojekten oder ein Rücksetzer im Industriegütersektor könnten kurzfristig für Gegenwind sorgen.

Das sagen die Profis (Kursziele)

Die Analystengemeinde bewertet Rexel überwiegend positiv. Nach den jüngsten Zahlen haben mehrere Häuser ihre Einschätzungen aktualisiert. Ein Auszug aus dem Konsensbild (Stand: letzte verfügbare Research-Updates, basierend u.a. auf Daten von Bloomberg, Reuters und Marktberichten):

  • Goldman Sachs: Einstufung im Bereich „Buy“ bzw. „Kaufen“, Kursziel im oberen 20er bis niedrigen 30er?Euro-Bereich. Begründung: starke Positionierung im Elektrogroßhandel, Profiteur der Dekarbonisierung und attraktiver Kapitalrückfluss an Aktionäre.
  • J.P. Morgan: Ebenfalls positive Sicht mit „Overweight“ bzw. „Übergewichten“. Die Analysten betonen das Potenzial im Bereich Energieeffizienz und Digitalisierung von Gebäuden, sehen aber zyklische Risiken bei einem härteren Konjunkturabschwung.
  • Deutsche Bank & französische Häuser (z.B. BNP Paribas, Société Générale): Mehrere Institute liegen mit ihren Kurszielen über dem aktuellen Kursniveau und empfehlen Halten bis Kaufen. Die Spanne der Kursziele reicht grob von Mitte 20 € bis Mitte 30 € – mit einem leichten Überhang auf der Kaufseite.

Im Konsens ergibt sich daraus ein Bild von „leichter Unterbewertung bei moderatem Risiko“. Der Markt erwartet zwar kein explosionsartiges Wachstum, aber einen verlässlichen Cashflow-Lieferanten mit solider Dividende und der Option auf Margenverbesserungen durch Digitalisierung und Effizienzprogramme.

Für deutsche Privatanleger ist wichtig: Während DAX-Werte oft voll im Fokus der Medien stehen, bleibt ein Titel wie Rexel analytisch gut abgedeckt, aber medial unterrepräsentiert. Das eröffnet die Chance, in eine professionell beobachtete, aber nicht überhypte Aktie zu investieren – vorausgesetzt, man akzeptiert die Zyklik und verfolgt die Konjunkturdaten in der Eurozone.

Risiken, die Profis im Blick haben:

  • Deutlich schwächere Bau- und Renovierungstätigkeit in Europa
  • Margendruck durch Wettbewerb und Preiskorrekturen bei Elektromaterial
  • Integrationsrisiken bei Akquisitionen, falls Rexel stärker zukauft
  • Regulatorische Änderungen im Energie- und Gebäudesektor

Die Quintessenz vieler Research-Häuser: Rexel ist kein spekulativer Zock, sondern ein solider, zyklischer Qualitätswert. Einstiegschancen ergeben sich vor allem in Marktphasen, in denen Konjunktursorgen den gesamten Sektor unter Druck bringen – dann kann sich ein gestaffelter Aufbau für langfristig orientierte Investoren lohnen.

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Risikohinweis: Finanzinstrumente, insbesondere CFDs auf Rohstoffe wie Gold, sind komplex und bergen aufgrund der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Auch vermeintlich sichere Häfen können volatil sein. Du solltest überlegen, ob du verstehst, wie diese Instrumente funktionieren, und ob du es dir leisten kannst, das hohe Risiko einzugehen, dein Geld zu verlieren. Dieser Inhalt dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.

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